Jahrestag Novemberpogrome: Gedenken widmet sich Angriffen auf jüdisches Leben in der Ortenau

Der Salmen in Offenburg bietet zum Gedenken an die jüdischen Opfer der Nationalsozialisten rund um den 9. und 10. November Programm.
Stadt Offenburg- Der Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein lädt zum Jahrestag der Novemberpogrome ein.
- In Offenburg findet am Montag, 9. November, im Salmen eine Gedenkveranstaltung statt.
- Theaterstück Das Tagebuch der Anne Frank wird gezeigt – Eintritt frei, Anmeldung online.
- Weitere Termine: Kurzführung am 12. November und Matinée am 15. November im Salmen.
- Gedenken auch in Freiburg, Emmendingen und Breisach mit Veranstaltungen am 9. und 10. November.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Nationalsozialisten plünderten, schändeten und zerstörten am 9. und 10. November 1938 deutschlandweit Synagogen, jüdische Geschäfte und Einrichtungen. Sie verschleppten tausende jüdische Männer in Konzentrationslager. In den Novemberpogromen 1938 erreichte die Gewalt des NS-Staats gegen Juden ein neues Ausmaß. Angriffe auf jüdisches Leben gab es auch in der Ortenau – etwa in Offenburg, Haslach, Kippenheim.
Der Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein vernetzt die sieben Gedenkstätten in der Region und beschäftigt sich intensiv mit der Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Anlässlich des Jahrestags der Novemberpogrome 1938 lädt er zu den Gedenkveranstaltungen in Offenburg Freiburg, Breisach und Emmendingen ein.
In Offenburg findet die Gedenkveranstaltung am Montag, 9. November, im Salmen statt. Zu diesem Anlass führt das Theater Eurodistrict-Theater Baden-Alsace das Theaterstück „Das Tagebuch der Anne Frank“ auf. Es bringe damit ein wichtiges Zeugnis der Erinnerung an die Verfolgung auf die Bühne. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist online auf der-salmen.de möglich.
Salmen bietet eine ganze Reihe von Veranstaltungen
Darüber hinaus sind weitere Veranstaltungen geplant: Am Donnerstag, 12. November, ab 12.30 Uhr bietet der Salmen zudem eine 15-minütige Kurzführung über den 10. November 1938 in Offenburg an. Auf Sonntag, 15. November, 11 Uhr, lädt die Erinnerungsstätte zusammen mit dem Offenburger Ensemble zu einem Matinée-Konzert mit Werken zeitgenössischer jüdischer Komponisten ein. Mehr Informationen gibt es ebenfalls auf der Webseite.
In Emmendingen lädt der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen gemeinsam mit der Stadt Emmendingen und der Jüdischen Gemeinde am 9. November ab 17 Uhr zum Gedenken auf den Schlossplatz ein. Dort stand bis zu dem Novemberpogrom 1938 die Emmendinger Synagoge, die an diesem Tag zerstört wurde.
In Freiburg erinnert die Stadt am 9. November gemeinsam mit der Israelitischen Gemeinde und weiteren Organisationen an die Zerstörung der Freiburger Synagoge und an die Opfer der Novemberpogrome von 1938. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge. Um 18 Uhr folgt eine Gedenkfeier mit einer szenischen Lesung im Winterer-Foyer des Theaters. Die Teilnahme an der Gedenkversammlung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Für die Veranstaltung im Theater ist eine Anmeldung erforderlich.
In Breisach veranstaltet das Blaue Haus gemeinsam mit der Stadt am 10. November um 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem Synagogenplatz, die gemeinsam mit Schülern der Julius-Leber-Schule gestaltet wird. Auch die Breisacher Synagoge wurde am Vormittag des 10. November von Freiburger SA- und SS-Verbänden zerstört.
Gemeinsam das Erinnern wachhalten
Der Gedenkstättenverbund umfasst sieben Gedenkstätten am Oberrhein: Den Erinnerungsort Salmen in dessen Saal nicht nur 1847 die 13 Forderungen des Volkes verkündet wurden, sondern sich ab 1875 auch die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Offenburg befand. Die KZ-Gedenkstätte „Vulkan“ in Haslach im Kinzigtal, wo mehr als tausend Menschen in Stollen zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Die ehemalige Synagoge Kippenheim erinnert in der restaurierten Synagoge an die Geschichte der jüdischen Kippenheimer. In Emmendingen lädt das Jüdische Museum in der ehemaligen Mikwe zur Auseinandersetzung mit dem Judentum ein und erinnert an jüdisches Leben in Emmendingen. Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg befasst sich in seiner Ausstellung ausführlich mit dem alltäglichen Leben in Freiburg in der NS-Zeit. Der Gedenkraum erinnert an die als jüdisch verfolgten Menschen aus Freiburg und der Region. Auch in Sulzburg ist die ehemalige Synagoge Zeuge der großen jüdischen Gemeinde im Markgräflerland und erinnert an deren Verfolgung. Das Blaue Haus Breisach ist eine Gedenk- und Bildungsstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus in Breisach.