Bald gibt’s Federweißer
: Ortenauer Winzer starten mit der Lese

Ausreichend Regen, genügend Sonne – das Wetter meinte es dieses Jahr gut mit den Weinbauern im Kreis. Der Jahrgang 2025 scheint vielversprechend.
Von
Marco Armbruster
Oberndorf
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Die Mitglieder der Genossenschaft Durbacher Winzer haben mit der Lese der Sorte Findling begonnen.

Durbacher Winzer

„Dieses Jahr war ein tolles Vegetationsjahr“, freut sich Stephan Danner, Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands und geschäftsführender Vorstand der Genossenschaft Durbacher Winzer.

Vor allem spielte das Wetter mit: „Wir hatten genügend Sonne und Regen. Es gibt eigentlich kaum Dinge, was die Pflanzen angeht, worüber man sich beschweren kann.“ In Durbach habe es partiell Hagelschaden gegeben, was immer ein paar wenige Winzer zum Teil hart treffe – das seien jedoch Einzelfälle.

„Aber im ganzen Bereich können wir uns über den Jahrgang 2025 sehr freuen. Die Qualitäten der Trauben am Stock sehen hervorragend aus“, erklärt der Wein-Experte Danner auf Anfrage unserer Redaktion.

Lese startet etwa eine Woche früher

In Friesenheim, Offenburger, Oberkircher, Durbach, Sasbachwalden und anderen Städten und Gemeinden in der Ortenau sind Betriebe in die sogenannte Vorlese gestartet. Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass die diesjährige Ernte zumindest in Durbach etwa eine Woche früher begonnen hat. „Ich gehe davon aus, dass nächste Woche der Start in die Hauptlese gegeben wird, und das nicht nur in Durbach sondern in der ganzen Ortenau“, erklärt Danner.

In Durbach starteten die Winzer der Genossenschaft mit der Sorte Findling.

Foto: Durbacher Winzer

Im Durbachtal starteten die Winzer mit der Sorte Findling – mit beachtlichen 97 Grad Oechsle, wie es in einer Mitteilung der Genossenschaft Durbacher Winzer heißt. Die Beeren seien gesund, das Mostgewicht bereits fortgeschritten. „Das ist ein vielversprechender Auftakt in die Herbstsaison“, berichtet Alfred Männle, zweiter Kellermeister der Durbacher Winzer. In deren Vinothek gibt es ab Samstag, 20. September, den Neuen Wein.

Neuen Wein gibt es in wenigen Wochen

„Die Ernte dauert bei uns in der Regel gute vier Wochen. Davor und danach werden dann nur noch kleine Spezial-Mengen oder Selektionen geerntet“, erläutert Danner. Meistens beginne die Lese mit dem Sektgrundwein über alle Sorten hinweg. Danach folge der Müller-Thurgau.

„Dann durchmischt sich meistens je nach Jahrgang die weitere Reihenfolge der Sorten oder es werden mehrere Sorten parallel geerntet. Am Ende kommen dann viele Bouquetsorten wie Gewürztraminer, Traminer und Scheurebe.“ Den Schluss bilde bei fast immer der Cabernet-Sauvignon.

Nachdem das Jahr bislang den Trauben gut getan hat, hoffen die Winzer nun auf einen krönenden Abschluss. „Gerade in der finalen Reifephase entscheidet nun das Wetter über die Qualität des Jahrgangs. Die Hoffnung bleibt, dass die Witterung nun stabil und möglichst trocken bleibt, um einen schönen ‚Altweibersommer‘ und einen herausragenden Jahrgang zu ermöglichen“, so Stephan Danner.

Wein zum Urbansfest

Der Neue Wein aus Durbach ist ab Samstag, 20. September, in der Vinothek der Winzergenossenschaft erhältlich. Von „Burefeschd“ bis „Urbansfest“ wird der Federweißer dann verfügbar sein, heißt es in der Mitteilung der Durbacher Winzer. Rund um das Urbansfest im Oktober gibt es den Neuen Wein als besondere Spezialität aus der Rebsorte Clevner.

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