Netze BW in Oberndorf
: Wachsender Strombedarf – Netz muss umgebaut werden

Einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Stromversorgung, die zunehmend herausfordernder wird, erhielt der CDU-Stadtverband bei einem Besuch der Netze BW in Oberndorf.
Von
red/pm
Oberndorf
Jetzt in der App anhören
Einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Stromversorgung erhielt der CDU-Stadtverband bei einem Besuch der Netze BW in Oberndorf.

Im Mittelpunkt des Besuchs des CDU-Stadtverbands bei der Netze BW in Oberndorf stand der notwendige Umbau der Netzinfrastruktur.

CDU-Stadtverband
  • Netze BW in Oberndorf: CDU-Stadtverband informiert sich über Netzinfrastruktur-Umbau.
  • Wachsende Stromnachfrage und erneuerbare Energien erhöhen Anforderungen an die Netze.
  • Planung bis Bau neuer Freileitungen kann bis zu 15 Jahre dauern – großer Kraftakt.
  • Maria-Lena Weiss fordert Speicher, die sich am Bedarf des Stromsystems und der Netze orientieren.
  • Ziel bleibt sichere und bezahlbare Versorgung: Netzausbau, Erzeugung und Speicher gemeinsam voran.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gemeinsam mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Maria-Lena Weiss informierten sich die Teilnehmer über die Arbeit des Netzbetreibers, besichtigten die neuen Räumlichkeiten der Netze BW am Standort und diskutierten über die Herausforderungen für die Stromnetze der kommenden Jahre.

Thomas Schlegel, Regionalmanager der Netze BW, machte deutlich, dass Stromversorgung längst über regionale und nationale Grenzen hinweg gedacht werden müsse. „Das europäische Netz fängt in Portugal an und hört in der Türkei auf“, erklärte er. Gleichzeitig gewährte das Unternehmen Einblicke in ganz praktische Fragen des Netzbetriebs – von Diebstählen auf Betriebsgeländen bis hin zu Storchennestern, die mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne Strommasten erheblich belasten können.

Im Mittelpunkt stand jedoch der notwendige Umbau der Netzinfrastruktur. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und einem wachsenden Strombedarf steigen die Anforderungen an die Netze deutlich. Neue Erzeugungsanlagen allein reichten nicht aus, wenn der Strom nicht aufgenommen und dorthin transportiert werden könne, wo er gebraucht werde, hieß es. Bei neuen Freileitungen könnten von der Planung bis zur Fertigstellung bis zu 15 Jahre vergehen. „Mit dem Netzausbau Schritt zu halten, ist eine gewaltige Aufgabe“, stellte Schlegel fest.

Weiss, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages, setzt sich laut Pressemitteilung dafür ein, dass Netzausbau und Speicher stärker zusammengedacht werden. „Wir brauchen mehr Speicher. Entscheidend ist aber auch, wie sie eingesetzt werden. Speicher, die sich am Bedarf des Stromsystems und der Netze orientieren, sollten gegenüber rein preisgetriebenen Geschäftsmodellen im Vorteil sein“, betonte sie.

Der Rottweiler mit Biss
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Rottweil und Umgebung Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Strom soll sicher und bezahlbar bleiben

Thomas Jochem, Teamleiter Netzbetrieb in Oberndorf, zeigte anhand aktueller Zahlen zur Versorgungssituation und zur Entwicklung von Strombedarf und -erzeugung, wie stark sich die Anforderungen an das regionale Netz verändern werden.

Die zentrale Erkenntnis: Der Ausbau der erneuerbaren Energien, leistungsfähige Stromnetze und zusätzliche netz- und systemdienliche Speicher müssen gemeinsam vorangebracht werden. Nur so könne die Stromversorgung auch bei wachsendem Bedarf sicher und bezahlbar bleiben.