Feuerwehr rückt aus
: Großeinsatz in Hopfau – Alarm wegen Gefahrenstoff

Ein Großaufgebot an Feuerwehr, aber auch Polizei und Rettungsdienst sind am Montag in Hopfau im Einsatz. Ursache ist ein mysteriöser Stoff, der zu einer heftigen Reaktion führte.
Von
Daniel Schneider
Oberndorf
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Zahlreiche Einsatzkräfte sind auf der Straße zwischen Hopfau und Glatt vor Ort.

Daniel Schneider

Montagmorgen, kurz vor 10 Uhr: Zahlreiche Einsatzkräfte sind in der Glatttalstraße im Einsatz, die Straße zwischen Hopfau und Glatt ist abgesperrt. Feuerwehr und Polizei stehen mit ihren Fahrzeugen zudem an Ortseingang von Hopfau, ein Rettungswagen ist in der Ortsmitte zu sehen. Was ist passiert?

„Das ist ja ein Riesen-Aufgebot“, hört man an der Hopfauer Tankstelle von Eric Seeger. Und das Aufgebot hat es tatsächlich in sich. „Aus Sulz sind Feuerwehrleute der Abteilungen Hopfau, Glatt, Dürrenmettstetten und Stadt im Einsatz“, erklärt Stadtbrandmeister Florian Karl vor Ort. Auch aus Leinstetten sind ehrenamtliche Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Bürgermeister vor Ort

Um 9.21 Uhr hat die Integrierte Leitstelle Rottweil das Alarmstichwort herausgegeben: „Brand Schuppen". Am Ort des Geschehens, in einem Gartenbetrieb, sind darüber hinaus auch der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter. Auch Bürgermeister Jens Keucher ist aus Sulz gekommen, um sich ein Bild von der Gefahrenlage zu machen.

Die Straße zwischen Hopfau und Glatt ist gesperrt.

Foto: Daniel Schneider

Stadtbrandmeister Karl erklärt, was passiert ist. So sei in dem Schuppengebäude ein etwa ein Kilogramm schwerer Gefahrenstoff-Behälter umgefallen. „Der Besitzer hat so etwas wie eine Explosion gehört“, erläutert er. Und als er das Material mit Wasser ablöschen wollte, habe es reagiert. Daraufhin habe er die Einsatzkräfte alarmiert.

Einsatz hat Konsequenzen

Die Feuerwehr hat den bisher noch unbekannten Stoff mit Erde abgedeckt, um so den Sauerstoff zu entziehen. Im Anschluss wurde das Material aus dem Gebäude gebracht und selbiges noch entlüftet. „Wir hatten Glück im Unglück, dass das Gebäude durch das Feuer keinen Schaden genommen hat“, zieht Karl ein positives Fazit.

Der Schuppen wird von den Einsatzkräften entlüftet, erklärt Stadtbrandmeister Florian Karl.

Foto: Daniel Schneider

So sei der Einsatz für die zahlreichen Helfer „halbwegs entspannt“ gewesen. Um was für einen Stoff es sich handele, könne man jedoch noch nicht sagen. Allerdings hat der Einsatz Konsequenzen.

„Hervorragende Zusammenarbeit“

„Es kommt jetzt zur Dekontamination“, erläutert er. Das heißt, alle Personen, die sich im Gebäude aufgehalten haben, müssen ihre Kleidung abgeben, die sorgsam verpackt wird und erhalten Wechselklamotten. So können mögliche Anhaftungen von Schadstoffen ausgeschlossen werden.

Um 10.45 Uhr ist der Einsatz quasi zu Ende, die Straße wird wieder für den Verkehr freigegeben. „Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert“, lobt der Stadtbrandmeister die vielen Engagierten. Und auch Bürgermeister Jens Keucher meldet sich noch einmal zu Wort. „Man sollte überprüfen, was man in sein Marmeladenglas abgefüllt hat – und es gegebenenfalls auch einmal entsorgen“, kommentiert er den Auslöser für den Großeinsatz.

Er verleiht aber auch seiner Erleichterung Ausdruck, dass der Einsatz so glimpflich ausgegangen ist und die Einsatzkräfte von Sulz und Dorhan ihre Schlagkraft mit Blick auf Schutz der Bevölkerung einmal mehr unter Beweis gestellt haben.

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