Bürgerengagement in Sulz
: Mit Zivilgesellschaft die Zukunft gestalten

Die Perspektivenkonferenz Bürgerengagement lotete aus, welche Forderungen es für die Herausforderungen der Gegenwart braucht. Die Vereinfachung und Bündelung unterschiedlicher Zuständigkeiten etwa könnte die Arbeit in der Kommune erleichtern.
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(red/pm)
Oberndorf
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Was braucht es, um sich den drängenden Fragen der Zukunft zu stellen? Dem gingen Paul Stefan Roß vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften (von links), der Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg Steffen Jäger und Bürgermeister Jens Keucher nach.

Stadt Sulz

„Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ Dieser Satz aus der Antrittsrede des einstigen US-Präsidenten John F. Kennedy, die dieser 1961 hielt, konnte sinngemäß auch für die Perspektivenkonferenz Bürgerengagement gelten.

Denn die Konferenz in der Sulzer Panoramahalle stellte sich den Fragen: Wie kann unsere Gesellschaft zukunftsfähig werden? Wie wachsen unsere Kinder auf und wie können Menschen mit Pflegebedarf noch an der Gesellschaft teilhaben?

Bürgerengagement ist wichtig

Im Gegensatz zu vor 15 oder 20 Jahren lebt man in einer Zeitenwende, die von Herausforderungen geprägt ist durch Kriege, Klimakrise, Druck auf die Demokratie sowie gesellschaftliche Transformation.

Die Veranstaltung war gut besucht.

Foto: Stadt Sulz

Die rund 70 Engagierte und Fachkräfte aus kommunalen Spitzenverbände und Ministerien kamen zu dem Schluss: Bürgerengagement ist wichtiger denn je. Aber nicht als Muss, sondern freiwillig engagiert.

Unterschiedliche Zuständigkeiten

Engagement sollte heutzutage selbstverständlich sein. Darauf ist die Gesellschaft auch angewiesen. Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags, zitierte für diese Zeitenwende den früheren demokratischen US-Präsidenten, der den Menschen zurief: „Frage, was du für dein Land tun kannst.“

Die Zuständigkeit für Soziale Quartiersentwicklung, Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung und Engagementförderung im ländlichen Raum ist derzeit auf drei Ministerien (Staats- und Sozialministerium sowie Ministerium ländlicher Raum) und mehrere Referate verteilt.

Mehr Gestaltung ermöglichen

Von dort kommen gute Impulse. In den Kommunen des ländlichen Raums sind die Aufgaben dafür häufig in einer Stelle gebündelt. Hier stellt sich die Anforderung: Wie können die unterschiedlichen Zuständigkeiten aus einer Hand kommen und damit leichter für den kommunalen Alltag vor Ort handhabbar gemacht werden?

Durch das Bündeln können so Synergien geschaffen werden. Diese könnten dabei helfen, um den gesellschaftlichen Herausforderungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, einer Politik des Gehört Werdens und der notwendigen Augenhöhe von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung mehr Gestaltungskraft zu verschaffen.

Das Land ist gefordert

Diesen gebündelten Dreiklang von Quartiersentwicklung, Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung benötigt das Land und die Kommunen für eine gute Zukunftsbewältigung. Diese sollte zügig auf Landesebene umgesetzt werden damit Transformation in den Kommunen gut gelingen kann.

Darüber sind sich Paul Stefan Roß vom Institut für angewandte Sozialwissenschaften, Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, Bürgermeister Jens Keucher sowie Franziska Freihart vom Städtetag und Christine Stutz vom Landkreistag, einig.

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