Tag des offenen Denkmals
: Gut vernetzt – Wildberg bietet wieder das volle Programm

Wildberg beteiligt sich wieder am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am 13. September. Was es alles zu entdecken gibt? Hier sind alle Infos.
Von
red/pm
Wildberg
Jetzt in der App anhören
Am Tag des offenen Denkmals wird Heide Dittus die Teilnehmer bei ihrer Wasserwanderung auch zum historischen Wasserrad führen.

Am Tag des offenen Denkmals wird Heide Dittus die Teilnehmer bei ihrer Wasserwanderung auch zum historischen Wasserrad führen.

Achim Mende
  • Wildberg beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 13. September mit mehreren Programmen.
  • Museum im Kloster zeigt 12–17 Uhr „Archäologie im Grenzbereich“, Vortrag von Timo Roller um 13.30 Uhr.
  • Jazz-Matinée ab 11 Uhr im Klosterareal, danach Band Fifty Two beim Herbstfest bis etwa 17 Uhr.
  • Martinskirche: Führung von Hansjörg Hummel um 11.15 Uhr, wohl letzte vor seinem Ruhestand.
  • Gültlingen: Kirchhoffest nach 10-Uhr-Gottesdienst, Führungen ab 12.30 Uhr und Infos zur Sanierung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Volles Programm ist beim Tag des offenen Denkmals in Wildberg geboten. Veranstaltungen dazu finden in Wildberg in der Martinskirche, im Heimatmuseum und bei einer Wasserwanderung statt. Die Stadtteile beteiligen sich mit einem Kirchhoffest in Gültlingen, wo über die geplanten Sanierungsarbeiten berichtet wird, und mit einem Vortrag von Gabriel Stängle zum Thema „Die NS-Zeit in Wildberg“ im Sulzer Gemeindehaus.

In einer Pressemitteilung der Stadt Wildberg heißt es: „Wir alle werden von Netzwerken getragen: Ob familiär, im Freundeskreis, in Vereinen, Kirchen oder beruflich – wir existieren nie allein, sondern leben in Verbindung mit anderen, die unser persönliches Netzwerk bilden.“ Aus diesen persönlichen Netzwerken entsteht die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Weiter heißt es: „Sie ist das Netzwerk, in dem wir uns im Land bewegen, in dem wir Waren und Dienstleistungen, vor allem aber Gedanken und Ideen austauschen, um unser Dasein zu sichern und zu entwickeln. All diese Netzwerke formen und stützen unsere Identität – individuell und kollektiv.“

Archäologie-Ausstellung im Museum im Kloster

Netzwerke benötigen Infrastruktur – sonst wären sie nicht vernetzt. Knotenpunkte und ihre Verbindungen bilden diese Infrastruktur. Gebaut in Stein, Beton oder Metall haben Menschen diese Infrastruktur entstehen und wachsen lassen – das macht sie zu Denkmalen, die „unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen“.

Historische Konstruktionen, die nicht nur ihren ideellen Zweck erfüllen, einem Identität und außergewöhnliche Ästhetik schenken, sondern teils auch aus praktischen Gründen gepflegt und erhalten werden sollten. Die Stadt Wildberg lädt ein: „Am Tag des offenen Denkmals wollen wir mit Ihnen gemeinsam zeigen, wie Ihre Denkmale unsere Netzwerke tragen.“

CW-News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Calw Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Unter dieses weit gefasste Motto passen auch gut die Veranstaltungen, die in Wildberg am 13. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals, stattfinden. Im Museum im Kloster Maria Reuthin werden bei verlängerten Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr Gegenstände gezeigt, die diese Vernetzungen aufzeigen.

Mit einer Sonderausstellung zum Thema „Archäologie im Grenzbereich“ und dem einführenden Vortrag um 13.30 Uhr von Timo Roller erhält ein Besuch des Museums noch mehr Attraktivität. Roller stellt erstmals einige archäologische Fundstücke aus, die auf einige Grenzlinien um Sulz am Eck und Wildberg ein neues Licht werfen.

Jazz-Matinée mit der Neckartown-Jazzband

Parallel findet im Klosterareal eine Jazz-Matinée mit der Neckartown-Jazzband mit Weißwurst-Frühstück ab 11 Uhr statt. Die Jazzband spielt bis circa 13.:30 Uhr, dann übernimmt die Band Fifty Two und untermalt das Herbstfest des Schwarzwaldvereins bis etwa 17 Uhr.

In das Herbstfest klinkt sich auch ein weiteres Netzwerk ein, eine Kooperation vom Jugendtreff Wildberg, der Klemmfestung e.V. und dem Schwarzwaldverein. Gemeinsam wird ein Kinderflohmarkt veranstaltet, bei dem Spielsachen, Bücher, Spiele, Kleidung, Deko und andere schöne Dinge verkauft werden. Bis zum 2. September können Gegenstände im Jugendtreff in der Schlossstraße (altes Feuerwehrhaus) in Wildberg vorbeigebracht werden – und wer mithelfen und einen Stand betreuen möchte, kann sich gerne an info@jugendtreff-wildberg.de wenden.

Führungen durch die Kirchen

In der Martinskirche in Wildberg führt Hansjörg Hummel anschließend an den Gottesdienst um 11.15 Uhr zum voraussichtlich letzten Mal durch das religiöse Kleinod von 1467. Bevor er in den wohlverdienten Ruhestand möchte, zeigt er noch einmal die Spuren verschiedener Epochen, die zeigen, wie sich die Kirche im Lauf der Zeit gewandelt hat.

In der Michaelskirche in Gültlingen findet anschließend an den Gottesdienst um 10 Uhr ein Kirchhoffest für Jung und Alt statt. Hier informieren die Verantwortlichen über die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Gültlinger Kirche. Ab 12.30 Uhr werden Kirchenführungen und Turmbesteigungen angeboten. Treffpunkt ist jeweils beim Eingangstor zum Kirchhof, dort wird auch ein Informationsstand zur Kirchensanierung sein.

Für Kinder werden Spielstationen vom Team der „Kirche kunterbunt“ sowie den Mitarbeitenden der Jugendgruppen gestaltet: Die Mädchenjungschar bietet Kinderschminken an, die „Kirche kunterbunt“ einen Bastelworkshop und die Bubenjungschar eine Golf-Station sowie verschiedene andere Geschicklichkeits- und Wurfstationen, bei denen man seine Ziel- und Treffsicherheit unter Beweis stellen kann.

Vortrag über  die NS-Zeit in der Region Wildberg

Eine zum Thema „Infrastruktur“ passende Führung bietet Heide Dittus mit einer Wasserwanderung um 14 Uhr an. Treffpunkt ist beim Wohnmobilstellplatz beim Klosterareal. Mühlen, Sägen, alles rund um die Nutzung der Nagold und Wasser an sich erfahren die Teilnehmer bei dieser Führung.

Der Abschluss des Tages hält Gabriel Stängle aus Rohrdorf einen Vortrag über „die NS-Zeit in der Region Wildberg“. Stängle wird besonders Euthanasie und Zwangssterilisationen in den Blick nehmen – Verbrechen, die häufig geschehen sind und über die lange geschwiegen wurde. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in der Hohnerstraße in Sulz am Eck.