„Mötzinger Sommer“?
: Kritik irritiert den Bürgermeister

Die Idee eines „Mötzinger Sommers“ stieß im Mötzinger Gemeinderat auf offene Ohren – hinsichtlich Zuständigkeiten und Finanzierung wurden dann aber doch auch Vorbehalte laut.
Von
Uwe Priestersbach
Oberndorf
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Der Mötzinger Sommer soll auch mehrere Konzerte beinhalten

Lukas Gojda - stock.adobe.com

SPD-Rätin Regina Brenner sprach von einem „sehr guten Element für unseren Ort“ und zeigte sich stolz, dass „so etwas in Mötzingen passiert“. Auch Alexander Röckl (Mötzinger Liste) bezeichnete es „als richtigen Weg, wenn die Gemeinde den Anschub gibt – auch wenn es mit einem unternehmerischen Risiko verbunden ist“. Daniel Hampel (Mötzinger Liste) befürwortete das Projekt ebenfalls und sah im Sommer durchaus „noch Potenzial, um die Bevölkerung abzuholen“.

Benjamin Gärtner und Stefan Forcillo von der Mötzinger Liste könnten sich einen einmaligen Startschuss durch die Gemeinde vorstellen, doch in kommenden Jahren müsse der „Mötzinger Sommer“ dann über die Vereine laufen.

„Das ist grundsätzlich eine super Idee“, fand Egon Stoll (Mötzinger Liste), machte aber deutlich, dass so eine Veranstaltungsreihe nur mit nachhaltigem Bürgerengagement umsetzbar sei. „Da braucht es engagierte Leute, die Verantwortung übernehmen“, unterstrich Stoll außerdem, dass dahinter eine „saubere Finanzierung stehen muss“.

Stefanek: Keine Aufgabe der Gemeinde

Trotz Förderung müsse die Gemeinde immerhin gut die Hälfte der Kosten selber aufbringen, und da stellte sich für Egon Stoll die Frage: „Wo kriegen wir das Geld her?“. Rainer Stefanek (Mötzinger Liste) bezeichnete es als „falschen Weg, hier 150.000 Euro zu investieren“, denn das sei keine Aufgabe der Gemeinde. Seine Befürchtung lautete, dass „wir da ein Fass ohne Boden aufmachen“. In seinen Augen müsse sich ein Verein gründen, in dem sich die Bürger finden, „die so etwas möchten“.

Bürgermeister Finis, zeigte sich sichtlich irritiert von einigen Reaktionen aus dem Gremium und stellte fest: „Ich verstehe die Intensität der Kritik nicht“. Erklärtes Ziel sei es, „Gemeinschaft im Flecken zu stiften und Menschen zusammenzubringen“, so Finis, und deshalb werde die Verwaltung auch vorschlagen, diese Mittel in den Haushalt 2026 aufzunehmen.

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