Engagierte Bürger
: Hochdorf im Glück – dem Ehrenamt sei's gedankt

Wer so engagierte Bürger hat, kann sich glücklich schätzen: Im Nagolder Stadtteil Hochdorf wurden ehrenamtlich engagierte Menschen ausgezeichnet.
Von
red/pm
Nagold
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Oberbürgermeister Jürgen Großmann (1. v. links) und Ortsvorsteherin Bianca Katz (1. v. rechts) ehrten die engagierten Bürgerinnen und Bürger (von links nach rechts): Gülseren Engin, Patricia Walz, Gisela Frank, Myrthe Wagner, Karsten Lamprecht, Ute Elsässer, Willi Gross und Hans-Jürgen Katz.

Oberbürgermeister Jürgen Großmann (1. v. links) und Ortsvorsteherin Bianca Katz (1. v. rechts) ehrten die engagierten Bürgerinnen und Bürger (von links nach rechts): Gülseren Engin, Patricia Walz, Gisela Frank, Myrthe Wagner, Karsten Lamprecht, Ute Elsässer, Willi Gross und Hans-Jürgen Katz.

Astrid Foerster-Neumann
  • In Nagold-Hochdorf ehrten Ortsvorsteherin Bianca Katz und OB Jürgen Großmann Ehrenamtliche.
  • Großmann hob die Bedeutung des Ehrenamts für eine lebendige Bürgergesellschaft hervor.
  • Gisela Frank betreut die Hochdorfer Störche und führt seit März 2026 ein Tagebuch dazu.
  • Willi Gross organisiert monatliche Seniorennachmittage mit Akkordeonmusik und singt im Zentrum.
  • Weitere Engagierte pflegen Wege, digitalisieren Angebote, gießen Beete und erhalten die Hochzeitswiese.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Ein besonderer Tagesordnungspunkt stand im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung in Hochdorf. Ortsvorsteherin Bianca Katz hatte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um ihnen für ihren vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz zu danken. Die voll besetzten Zuschauerränge boten einen würdigen Rahmen für die persönliche Anerkennung der Engagierten.

Auch Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann nahm an der Sitzung teil und unterstrich die grundlegende Bedeutung des Ehrenamts für eine lebendige Bürgergesellschaft. „Ehrenamt bedeutet im Kern Bürgerfreiheit. Bürgerinnen und Bürger nehmen ihre Angelegenheiten selbst in die Hand, gestalten ihr Gemeinwesen eigenverantwortlich und brauchen dafür weder den Staat noch die Stadt“, stellte Großmann fest. Zugleich entlaste das freiwillige Engagement die öffentliche Hand von zahlreichen Aufgaben und stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein Tagebuch für die Störche

Ortsvorsteherin Bianca Katz stellte die einzelnen Ehrenamtlichen und ihre Verdienste persönlich vor. Gisela Frank widmet sich seit 2025 mit großer Leidenschaft den Hochdorfer Störchen, die inzwischen zu einer beliebten Attraktion geworden sind. Seit März 2026 dokumentiert sie in einem Tagebuch die Entwicklung des Storchenpaares und seiner Jungtiere, mit allen Höhen und Tiefen.

In der Sitzung berichtete sie eindrucksvoll über ihre Beobachtungen und ihren Einsatz für die Tiere. Darüber hinaus engagiert sie sich im Seniorenzentrum Martha Maria und in der Seniorenarbeit.

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Willi Gross, der erst vor einigen Jahren nach Hochdorf gezogen ist, hat sich bereits fest in das gesellschaftliche Leben eingebracht. Jeden ersten Donnerstag im Monat gestaltet er in der Krone einen Seniorennachmittag mit Akkordeonmusik und gemeinsamem Gesang. Damit bereitet er nicht nur Freude, sondern trägt auch zur geistigen und sozialen Aktivität der älteren Generation bei. Seine musikalischen Fähigkeiten bringt er zudem im Seniorenzentrum Martha-Maria ein.

Aufmerksam und tatkräftig

Karsten Lamprecht, ehemals Mitarbeiter der Volkshochschule Oberes Nagoldtal, gehört zu den aufmerksamen und tatkräftigen Unterstützern des Ortes. Er beteiligt sich regelmäßig an der Markungsputzete, hält bei seinen Wegen durch Feld, Wald und Flur die Augen offen und weist auf notwendige Verbesserungen hin. Eigenständig reinigt er die Informationstafeln des Bierwanderwegs und die Biotoptafeln. Darüber hinaus hat er örtliche Angebote digital aufbereitet und über eine Web-App öffentlich zugänglich gemacht.

Ute Elsässer, langjährige Leiterin der VHS-Außenstelle Hochdorf, engagiert sich insbesondere für das gesellschaftliche Miteinander. Sie hat das Montagscafé am Brunnen ins Leben gerufen und organisiert es seit vielen Jahren. Darüber hinaus wirkt sie bei weiteren örtlichen Initiativen mit und hat einen Donnerstagstammtisch für jüngere Hochdorfer gegründet. Ihr Engagement schafft Begegnungsmöglichkeiten und stärkt die Gemeinschaft über Generationen hinweg.

Dank geht an die Gießpatinnen

Ein besonderes Dankeschön galt den Gießpatinnen Patricia Walz und Gülseren Engin sowie Myrthe Wagner. Gerade während der heißen Sommermonate sorgen sie mit großem persönlichen Einsatz dafür, dass die öffentlichen Blumen und Pflanzflächen regelmäßig bewässert werden und Hochdorf ein gepflegtes, blühendes und sauberes Ortsbild behält.

Auch Hans-Jürgen Katz wurde in diesem Rahmen gewürdigt. Er kümmert sich tatkräftig um die Hochzeitswiese. Mit Mähen und Mulchen leistet er einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Pflege dieser besonderen Grünfläche. Darüber hinaus sammelt er seit Jahren achtlos weggeworfenen Müll und leere Flaschen rund um Hochdorf.

Ortsvorsteherin Bianca Katz machte bei ihrer Würdigung deutlich, wie wertvoll die vielen kleinen und großen Beiträge für das örtliche Zusammenleben sind. Jeder Einzelne bringe sich mit seinen persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Möglichkeiten ein. Gerade diese Vielfalt mache das Ehrenamt so besonders. Dabei denke sie an einem solchen Tag nicht nur an die Geehrten sondern auch an die vielen anderen, die sich für die örtlichen Vereine und Institutionen einsetzen – und das schon seit vielen Jahren.

„Ich bin dankbar für jeden, der sich weiterhin einbringt“

„Das Ehrenamt hört hier nicht auf. Ich bin dankbar für jeden, der sich weiterhin einbringt“, betonte Katz unter dem Beifall der Anwesenden. Auch Oberbürgermeister Großmann würdigte die bemerkenswerte Bereitschaft der Hochdorfer Bürgerschaft, Verantwortung für ihren Ort zu übernehmen. Das Ehrenamt sei Ausdruck einer selbstbewussten und lebendigen Bürgergesellschaft.

Die Botschaft des Abends war eindeutig: Hochdorf kann sich glücklich schätzen, so viele engagierte Bürgerinnen und Bürger zu haben, die mit Herzblut, Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein dazu beitragen, dass ihr Ort im wahrsten Sinne des Wortes aufblüht.