Busbegleiter in Altensteig: Ein Abschied mit der gelben Warnweste

Rektor Klaus Ramsaier dankt PHK Wolfgang Helmling für seinen Einsatz innerhalb des BAS Projekts.
Daniel Rauser- In Altensteig wurde PHK Wolfgang Helmling nach fast zwei Jahrzehnten aus BAS verabschiedet.
- BAS entstand wegen Drängeleien und Schäden an Haltestellen rund um Altensteig.
- Seit Frühjahr 2008 wurden 675 Schüler als Busbegleiter auf neun Linien geschult.
- 15 neue Busbegleiter wurden eingesetzt – erkennbar an gelben Warnwesten.
- Das Projekt erhielt „Der Rote Ritter 2022“; Helmling koordinierte über Jahre die Partner.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
15 neue Busbegleiter wurden jüngst in Altensteig feierlich in ihr Amt eingesetzt – und ein Mann stand dabei zum letzten Mal auf der Bühne, der das Projekt von Anfang an geprägt hat wie kein anderer: Polizeihauptkommissar Wolfgang Helmling, Jugendsachbearbeiter beim Polizeirevier Nagold, tritt in den Ruhestand.
BAS ist ein Projekt, das aus einem echten Problem entstand. Die Idee hatte einen konkreten Anlass: An den Bushaltestellen rund um Altensteig kam es regelmäßig zu Drängeleien, und das Busunternehmen meldete mutwillige Zerstörungen im fünfstelligen Bereich.
Insgesamt 675 Schüler als Begleiter eingesetzt
Die Anregung von Wolfgang Helmling und dem damaligen geschäftsführenden Schulleiter Bernd Sitzler, „Busbegleiter“ einzusetzen, wurde aufgegriffen. Im September 2007 begannen die Planungen, im Frühjahr 2008 wurden die ersten Busbegleiter ausgebildet. Seitdem wurden insgesamt 675 Schülerinnen und Schüler für das Projekt geschult – auf neun Buslinien mit rund 1.200 Fahrschülern.
Helmling war der Mann hinter dem Projekt. Wolfgang Helmling koordinierte jahrelang die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Busunternehmen, Schulsozialarbeit und Polizei und war bei jeder Amtseinsetzung persönlich dabei. Einen besonderen Höhepunkt erlebte er im November 2022: Das Projekt wurde mit dem Bundespräventionspreis „Der Rote Ritter 2022“ in der Elbphilharmonie Hamburg ausgezeichnet.
Jeder Busbegleiter erhält einen Zeugnisvermerk
Bei Helmings letzter Einsetzung wurden 15 Schülerinnen und Schüler feierlich eingesetzt: sechs von der Friedrich-Boysen-Schule (Bildungsgang Realschule), sechs vom Christophorus-Gymnasium und drei von der Friedrich-Boysen-Schule (Bildungsgang Werkrealschule).
Durch eine gelbe Warnweste erkennbar, unterstützen sie die Lehrkräfte an den Haltestellen und schlichten Konflikte während der Fahrt. Jeder Busbegleiter erhält einen Zeugnisvermerk sowie ein Zertifikat.
FBS-Rektor Klaus Ramsaier dankte Helmling ausdrücklich: „Wolfgang Helmling hat dieses Projekt nicht nur begleitet – er hat es geprägt. Seine Zuverlässigkeit und sein Engagement waren über all die Jahre das Rückgrat von BAS.“ Der Staffelstab ist übergeben. Das Projekt lebt weiter.