Anregungen aus der Praxis: Abgeordneter besucht Ettmannsweiler Bauernhof

Besuch bei den Waidelichs: Jochen Seeger (von links), Kurt Waidelich, Hans Doll, Carl Christian Hirsch, Claudia Dürr, Dietrich Waidelich, Friedemann Waidelich, Jochen Waidelich, Michael Pfeifle und Engül Köhler
Lightworkart/Manuel Kamuf- CDU-Stadtverband besucht Milchviehbetrieb Waidelich in Ettmannsweiler – großes Interesse.
- Hofrundgang zeigt Stallanlagen, Technik und Arbeitsabläufe eines modernen Betriebs.
- Betrieb hat sich seit 2015 ohne Fördermittel verdoppelt, möglich durch hohe Investitionen.
- Bauern klagen über Bürokratie und Dokumentationspflichten, dazu ein wetterbedingt schwaches Jahr.
- CDU fordert praxistaugliche Regeln und weniger Aufwand; Abgeordneter Hirsch nimmt Anregungen mit.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Auf großes Interesse stieß der Besuch des CDU-Stadtverbandes Altensteig, Egenhausen und Simmersfeld auf dem Milchviehbetrieb der Familie Waidelich in Ettmannsweiler. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Carl Christian Hirsch nutzten zahlreiche Mitglieder des Stadtverbandes die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von den Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der heimischen Landwirtschaft zu machen.
Zu Beginn führte die Familie Waidelich die Besucher über den Hof und gewährte einen Einblick in die Abläufe eines modernen Milchviehbetriebs. Dabei wurden die Stallanlagen, die Technik und die tägliche Arbeit im Betrieb vorgestellt. Die Entwicklung des Familienunternehmens beeindruckte die Besucher besonders: Seit dem Jahr 2015 hat sich der Betrieb ohne öffentliche Fördermittel verdoppelt. Hinter dieser Entwicklung stehen unternehmerischer Mut, hohe Investitionen, sowie der große persönliche Einsatz der gesamten Familie.
Ausbleibender Regen beeinträchtigt Futterversorgung
Im anschließenden Austausch berichteten die Brüder Jochen und Dietrich Waidelich über die Situation in der Landwirtschaft. Dabei wurde deutlich, dass die Betriebe mit stetig wachsenden Herausforderungen konfrontiert sind. Hohen Aufwand gibt es durch gesetzlich vorgeschriebene Dokumentations- und Nachweispflichten. „Dazu kommt ein wettertechnisch sehr herausforderndes Jahr. Durch die geringen Niederschläge konnten in diesem Jahr weniger Grünfutterschnitte eingefahren werden als üblich, was sich direkt auf die Futterversorgung der Tiere auswirkt“, erklärte Dietrich Waidelich.
Besonders eindrücklich schilderten die Brüder die zunehmende Belastung durch Bürokratie und komplexe Verwaltungsstrukturen. Symbolisch dafür stand eine mehrseitige Liste mit Ansprechpartnern unterschiedlicher Behörden und Verwaltungsbereiche. Im Gespräch wurde deutlich, wie viel Zeit mittlerweile für organisatorische Aufgaben aufgewendet werden muss, die bei der eigentlichen Arbeit auf dem Hof fehlt.
Darüber hinaus wurde kritisch diskutiert, dass gesetzliche Vorgaben häufig nach dem „Gießkannenprinzip“ erlassen würden ohne regionale Besonderheiten ausreichend zu berücksichtigen. Dies erschwere eine praxisgerechte Umsetzung und führe bei vielen Landwirten zu Unverständnis.
Köhler: „Unversichtbarer Beitrag“
„Unsere Landwirte leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln. Gleichzeitig müssen sie ihre Betriebe wirtschaftlich erfolgreich führen und Perspektiven für die nächste Generation schaffen“, unterstrich die Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Engül Köhler.
Für die CDU gehören dazu faire Wettbewerbsbedingungen ebenso wie praxistaugliche Rahmenbedingungen. Importierte Agrarprodukte sollten vergleichbaren Umwelt-, Sozial- und Tierschutzstandards unterliegen wie heimische Erzeugnisse. Zudem müsse der Verwaltungsaufwand dort reduziert werden, wo er keinen erkennbaren Mehrwert schafft.
Die Teilnahme des Landtagsabgeordneten Carl Christian Hirsch wurde von den Anwesenden als deutliches Zeichen der Unterstützung wahrgenommen. Als Abgeordneter des Landkreises Calw nahm er zahlreiche Anregungen aus der Praxis mit nach Stuttgart. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Entwicklung des Familienbetriebs: „Die Leistung der Familie Waidelich verdient großen Respekt. Es ist bemerkenswert, was hier durch Eigeninitiative, unternehmerischen Mut und jahrelangen Einsatz aufgebaut und weiterentwickelt wurde.“
Neben den fachlichen Themen blieb auch Zeit für persönliche GesprächDer offene Austausch machte deutlich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft ist.
