Verkehrslärm in Lörrach
: CDU setzt sich für Lärmschutz ein

In einer Stellungnahme des CDU-Stadtverbands Lörrach geht es um den Autobahnlärm in Haagen und der Homburg-Siedlung.
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(red/pm)
Lörrach
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Zu sehen ist, dass im Bereich der Autobahnauffahrt die hohen Lärmschutzwände mit Beginn des Beschleunigungsstreifens enden, während im Bereich der Abfahrt durchgehend hohe Lärmschutzwände errichtet sind.

Kersten Schröder

Der CDU-Stadtverband hat sich jüngst mit der Lärmsituation befasst, die von der Autobahn A 98 ausgeht. Dabei standen sowohl die Lärmsituation im Bereich der Autobahnauffahrt Lörrach-Mitte als auch in Höhe der Homburg-Siedlung im Blickpunkt. Und es wurden entsprechende Fragen an die Autobahn GmbH des Bundes gestellt.

Ausgangspunkt für die Anfrage im Bereich Lörrach-Haagen sind Beschwerden von von Lärm geplagten betroffenen Bürgern, und zwar rund um die Autobahnauffahrt Lörrach-Mitte (Fahrtrichtung A 5), heißt es in einer Stellungnahme des CDU-Stadtverbands. Denn von dem hier erzeugten Lärm ist die Anwohnerschaft von Lörrach-Haagen unmittelbar betroffen.

Anwohnerschaft in Haagen ist unmittelbar betroffen

„Was mich insbesondere verwundert, ist die Tatsache, dass im unteren Bereich der Auffahrt, wo es vor allem durchs Grün geht, hohe Lärmschutzwände errichtet sind, wohingegen im unmittelbaren Ortsbereich (Brücke über die Röttler Straße hinweg) die errichteten Wände sehr niedrig sind“, wird Anwohner und CDU-Vorstandsmitglied Bernhard Kubon in der Mitteilung zitiert. Und weiter: „Und diese niedrigen Wände stehen unmittelbar im Auffahrtbereich, also dort, wo beschleunigt wird.“ Zudem geht es an dieser Stelle auch noch bergan, was noch einmal zusätzlich zu weiterem Lärm führt, ergänzt Pressesprecher Kersten Schröder.

„Mit unserer Anfrage haben wir gehofft, eine Erhöhung der Lärmschutzwände im Bereich der Autobahnauffahrt anzustoßen“, fasst CDU-Stadtverbandsvorsitzender Marcel Kramer zusammen. „Denn eine ähnliche bauliche Situation hat im Bereich der Abfahrt Lörrach-Mitte in Richtung Röttelnweiler richtigerweise dazu geführt, dass hohe Lärmschutzwände errichtet wurden.“

Die Antwort der Autobahn GmbH ist aus Sicht des Stadtverbandes jedoch ernüchternd.

Obwohl durchaus eingeräumt wird, dass sogenannte Auslösewerte im Bereich der Autobahnauffahrt erreicht beziehungsweise überschritten werden, sieht die Autobahn GmbH keine Erforderlichkeit, neue oder höhere Lärmschutzwände zu errichten. „Aus unserer Sicht wenig nachvollziehbar, insbesondere weil wir wissen, dass im Bereich der gegenüber liegenden Abfahrt höhere Lärmschutzwände stehen“, lautet der einhellige Tenor der CDU-Vorstandschaft in der Stellungnahme.

Was die Autobahn GmbH des Bundes antwortet

Als nachvollziehbarer, aber dennoch unbefriedigend wird die Antwort mit Blick auf die Homburg-Siedlung beurteilt. Der CDU-Stadtverband hatte in seiner Anfrage ausgeführt: „Es ist für uns nichtschlüssig, warum anstelle der auf der Autobahnbrücke errichteten Fangzäune nicht Lärmschutzwände gebaut wurden. Denn diese hätten den Vorteil gehabt, nicht nur Weggeworfenes aufzuhalten, sondern auch die Lärmausstrahlung zu begrenzen.“ Auch hier hatte die Autobahn GmbH des Bundes mit Hinweis auf Unterschreitung der Auslösewerte ablehnend geantwortet.

Abschließend stellt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Marcel Kramer fest: „Es mag ja sein, dass die Bauten den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Wir halten diese Vorgaben aber für nicht mehr zeitgemäß. Der Verkehr nimmt von Jahr zu Jahr zu. Und Lärm ist inzwischen als Gesundheitsgefährder anerkannt.“ Deswegen wollen die Verantwortlichen bei diesem Thema am Ball bleiben, lautet das Schlussfazit des CDU-Stadtverbands Lörrach.