Sachlicher Dialog: Wo „BüfüBä“ und Gemeinde Grenzach-Wyhlen künftig zusammenarbeiten wollen

Die „Bürger für Bäume“ treten ab und an mit plakativen, durchaus provokanten und auch polarisierenden Aktionen in Erscheinung. Eine davon war „Wally Walnuss“. Dieser mächtige Nussbaum wird dem geplanten Dorfplatz samt Bebauung in der Neuen Mitte Wyhlen weichen müssen.
Tim NagengastAn diesem ersten Austausch zwischen Bürgermeister Tobias Benz, den Fraktionsvertretern Ralf Blubacher (FDP), Ulrike Ebi-Kuhn (CDU), Aaron Gössler (Grüne), Katja Schäfer (SPD) und Peter Weber (Freie Wähler) sowie den Vertretern von Werkhof (Andreas Höferlin und Patrick Huhmann) und Irene Blaha vom BUND-Ortsverband mit Vertretern der Initiative Bürger für Bäume alias „BüfüBä“ (Andreas Krezmar, Kurt Paulus, Alexandra Rainer, Susanne Schach und Matthias Scharenberg) wurde laut Pressemitteilung – allen unterschiedlichen Ansichten zum Trotz – eine „grundsätzliche Zusammenarbeit“ beschlossen.
Idee: Baumpatenschaften
Im Rahmen seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Benz, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement sei und dass er sich daher über das Treffen freue.
Nach einer Vorstellungsrunde stellten Vertreter der Bürger für Bäume ihre Ideen vor, wie für sie eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde aussehen könnte. Als Gruppe könne man zum Beispiel für das Thema Bäume und deren korrekte Pflege im privaten Bereich sensibilisieren. Zudem kam das Thema „Baumpatenschaften“ auf. Damit könnte man Bürger involvieren und gleichzeitig deren Identifizierung mit der Gemeinde stärken, hieß es.
Initiative will einspringen
Der Leiter der Gemeindegärtnerei, Patrick Huhmann, schlug vor, die Patenschaften auf Grünflächen zu erweitern. Andreas Höferlin, Leiter des Werkhofs, wies in diesem Kontext auf das Risiko hin, dass Patenschaften „einschlafen“ könnten, zum Beispiel dann, wenn jemand in den Urlaub fahre, keinen Vertreter suche und der Baum womöglich absterbe. Genau hier könnte die Initiative einspringen, sich um die Bäume kümmern und ein Auge darauf haben. Laut Mitteilung habe Peter Weber diesbezüglich signalisiert, sich überzeugen zu lassen. Denn er warte auf eine positive Aktion vonseiten der „BüfüBä“. Insbesondere die Sensibilisierung von privaten Gartenbesitzern für die Bedeutung von naturnahen Gärten wäre ein aus seiner Sicht sinnvolles Aktionsfeld für die Initiative.
Eiche kann weiterleben
Eine, wie es in der Pressemitteilung ausgedrückt wird, ganz „spezielle Zusammenarbeit“ habe es schon einmal gegeben, wenn auch unabgesprochen: Vor zwei Jahren brachten die „BüfüBä“ als Fasnachtsaktion eine der künftigen Umgehungsstraße im Weg stehende Eiche mit Lametta als Fasnachtsbaum auf den Platz des ehemaligen Baums vor dem Spielzüglädeli in Wyhlen. Huhmann habe dafür gesorgt, dass diese Eiche jetzt im Emilienpark weiterwachsen kann.
Dialog wird fortgesetzt
Dass das Treffen nur ein Anfang gewesen sein soll, darüber waren sich laut Mitteilung alle Beteiligten einig. Es soll zukünftig einen regelmäßigen fachlichen Austausch mit dem Werkhof geben.
Auch in der großen Runde wolle man sich wieder treffen, trotz des dicht gepackten Terminkalenders der ehrenamtlich tätigen Gemeinderatsvertreter. Und auch bei unterschiedlichen Meinungen wolle man „klar in der Sache und fair zur Person“ sein und, wie Bürgermeister Benz es betonte, auf Augenhöhe miteinander umgehen.