Rummel in der Innenstadt
: Basler Herbstmesse lockt mit neuen Fahrgeschäften

Seit 555 Jahren gibt es die Basler Herbstmesse, die am 24. Oktober beginnt und bis 8. November dauert. 37 Neuheiten gibt es dieses Jahr unter den rund 460 Angeboten in der ganzen Stadt.
Von
Thomas Loisl Mink
Basel
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Die legendäre Calypso darf an keiner Basler Herbstmesse fehlen

Der legendäre Calypso darf an keiner Basler Herbstmesse fehlen.

Adrian Steineck
  • Basler Herbstmesse findet in der Innenstadt statt und beginnt am 24. Oktober um 12 Uhr.
  • Rund 460 Angebote, davon 37 Neuheiten – Nervenkitzel u. a. auf Kasernenareal und Messeplatz.
  • Neu dabei: „Invader“, Freifallturm „Gravity“, veganes Streetfood, 40-m-Kettenkarussell.
  • Petersplatz mit rund 150 Ständen, Handwerkerdörfli und Hääfelimäärt bis zum 10. November offen.
  • Letzte Verpflegungsmeile vor Messe-Parkhaus vor Abriss; bei Andrang Zugang mit Zählung geregelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn am Samstag, 24. Oktober, um 11.45 Uhr Regierungspräsident Conradin Cramer auf dem Martinskirchplatz eine Ansprache hält und um Punkt 12 Uhr Messeglöckner Florian von Bidder die Messe einläutet, beginnt die Basler Herbstmesse – die größte und eine der ältesten Vergnügungsmessen der Schweiz. Und es ist eine von ganz wenigen Messen, die in der Innenstadt stattfinden.

„Das hat ganz viel Charme, bringt aber organisatorisch viele Herausforderungen mit sich“, sagt Manuel Staub, Leiter der Fachstelle Messen und Märkte beim Kanton Basel-Stadt. Der Auf- und Abbau ist nicht so einfach wie auf der grünen Wiese, und auch die Anwohner müssen einbezogen werden. Aber die Basler Herbstmesse ist ein Highlight für die ganze Region mit ihren unterschiedlichen Standorten, die auch unterschiedliche Profile haben.

Nervenkitzel auf dem Kasernenareal und am Messeplatz

Vom wilden Rummelbetrieb, etwa auf dem Kasernenareal, über ganz verschiedene Verpflegungsangebote bis zum ruhigen und familienfreundlichen Teil auf dem Petersplatz ist jede Menge geboten. Insgesamt gibt es rund 460 Stände und Fahrgeschäfte – davon waren 37 noch nie bei der Herbstmesse dabei. Ganz neu, nämlich erst vier Monate alt, ist der „Invader“ auf dem Kasernenareal, eine Bahn, die, begleitet von Nebel, Feuer und Stroboskop-Lichtern, 16 Gondeln mit je zwei Personen in hohem Tempo im Kreis schleudert, wie Manuel Staub berichtet.

Für Schwindelfreie gibt es am Messeplatz den Freifallturm „Gravity“. Dort ist auch ein neuer Verpflegungsstand, der ausschließlich veganes Streetfood anbietet. Ein 40 Meter hohes Kettenkarussell und ein Autoscooter mit „Turbo-Drift-Technik“ locken auf die Rosentalanlage. Die Hallenmesse, wo unter anderem die Wiener Prater-Geisterbahn zu sehen ist, ist dieses Jahr die ganzen zwei Wochen geöffnet.

Basel Herbstmesse 2018

48 Meter hoch ist das Riesenrad auf dem Münsterplatz.

Kristoff Meller

Auf den Barfüßerplatz kommt der beliebte „Calypso“ nach 20 Jahren wieder zurück. 48 Meter hoch ist das Riesenrad auf dem Münsterplatz, das wie gewohnt abends über der Stadtkulisse leuchten und sich drehen wird. Auf dem Petersplatz wird es rund 150 Stände geben, darunter 17 neue, kündigt Manuel Staub an. Neu sind dort auch eine Kinder-Eisenbahn und die Happy Farm, ein Parcours durch einen Stall.

Seit fünf Jahren gibt es auf dem Petersplatz auch das Handwerkerdörfli, wo man bei der Herstellung zuschauen oder selbst mitmachen kann. Von Hand geschmiedeter Schmuck, Glasgravur, Musikinstrumente aus Holz und Bambus bauen oder drechseln und weben gibt es dort. Und zum ersten Mal steht in der Mitte eine Weinbar. Nachdem es vor ein paar Jahren mal nicht mehr so gut lief, ist auch der Hääfelimäärt mit 28 Anbietern wieder ausgebucht, drei neue sind dabei. Petersplatz und Hääfelimäärt sind wie immer zwei Tage länger, nämlich bis zum 10. November, geöffnet.

Parkhaus wird abgerissen

Neu ist auch ein direkter Durchgang vom kHaus im Kasernengebäude an den Rhein und zur Klingentalfähre. Fähren und kHaus werden ihre Öffnungszeiten der Messe anpassen. Die Verpflegungsmeile vor dem Messe-Parkhaus wird es dieses Jahr zum letzten Mal in dieser Form geben, weil das Parkhaus abgerissen wird. Man habe erreichen können, dass das erst nach Herbstmesse und Baloise Session geschieht, und habe für nächstes Jahr bereits alternative Ideen, sagte Manuel Staub. Weil dort der Andrang oft sehr groß ist, werden die Besucher dieses Jahr gezählt und, wenn nötig, reguliert, was zu Wartezeiten führen kann.

Die Sicherheit wird bei der Messe großgeschrieben. Wegen des allzu trockenen Sommers besteht die Gefahr, dass von Bäumen Äste abbrechen. Deshalb werde man, sollten Sturmwarnungen eine gewisse Stärke erreichen, bestimmte Bereiche sperren, vor allem Petersplatz und den Kleinen Münsterplatz, kündigt Staub an. Freitag- und Samstagabend sowie sonntags verkehrt ein eigenes Mäss-Drämli, und die Tramlinien 6 und 8 fahren Freitag- und Samstagabend zusätzliche Kurse.