Gebäude von Stararchitekt Peter Zumthor
: Mit Trommler auf dem Dach – das neue Beyeler-Museum in Basel

Mit drei Neubauten und einer verdoppelten Parkanlage startet die Fondation Beyeler in eine neue Ära. Was Besucher zur Eröffnung der erweiterten Räume erwartet.
Von
dpa
Basel
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Ein "Drummer Boy" von Maurizio Cattelan, der alle halbe Stunde auf die Trommel haut, sitzt auf dem Dach des neuen Wyss-Museums bei der Fondation Beyeler. Die neuen Gebäude werden ab 26. September 2026 schrittweise eröffnet.

Christiane Oelrich/dpa
  • Fondation Beyeler erweitert: drei Neubauten und verdoppelte Parkanlage in Riehen bei Basel.
  • Wyss-Museum von Peter Zumthor mit Ypsilon-Form, großen Fenstern und altem Baumbestand.
  • Auf dem Dach sitzt Cattelans „Drummer Boy“ – alle halbe Stunde ertönt ein Trommel­schlag.
  • Eröffnung schrittweise ab 26. September 2026, vollständige Nutzung ab 15. Januar.
  • Ausstellung „Constellations“ zeigt 230 Werke, Eintritt steigt Mitte Oktober auf 30 Franken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein kleiner Trommler sitzt auf dem Dach des neuen Wyss-Museums bei der Fondation Beyeler. Alle halbe Stunde haut er wie zum Tusch auf seine Trommel. Die Skulptur „Drummer Boy“ von Maurizio Cattelan ist das i-Tüpfelchen auf dem Gebäude von Stararchitekt Peter Zumthor.

Ab 26. September präsentiert sich das Museum in Riehen bei Basel mit gleich drei neuen Gebäuden, riesiger neuer Ausstellungsfläche und doppelt so großem Garten der Öffentlichkeit.

Zumthor (83) klettert gerade die Treppe in den dritten Stock des neuen Museumsbaus aus Stampfbeton hoch. Ist er zufrieden mit seinem Werk? „Es sieht nicht schlecht aus“, sagt er mit schweizerischer Bescheidenheit. Und fügt hinzu: „Das ist in der Schweiz das größte Kompliment überhaupt.»

Ginkgo, Mammut und Platanen

Das Wyss-Museum hat Zumthor um mehr als 200 Jahre alte Bäume herumgebaut. Es hat eine Ypsilon-Form. Der Ginkgo, der Mammutbaum und die Platanen in einem Privatgarten, den das Museum dazugekauft hat, sollten erhalten bleiben. Man sieht die Riesen durch die Fenster, wo der Blick teils bis in den Schwarzwald reicht. 

Benannt ist das Gebäude nach dem Hauptförderer des Neubaus, Hansjörg Wyss (91). Der Schweizer Milliardär ist ein großzügiger Kunstmäzen und Mitbesitzer des britischen Fußballclubs Chelsea. 

Dialog von Kunst, Architektur und Natur

Das neue Ensemble soll den Dialog zwischen Kunst, Architektur und Natur noch erlebbarer machen, sagt Ulrike Erbslöh, kaufmännische Direktorin des Museums, bei einem Rundgang. Die großen Fenster mit Blick auf die Baumriesen dienen der Verknüpfung von drinnen und draußen. „Dies ist ein Ort der Entschleunigung, da kann das Auge beim Blick auf die Natur mal ruhen, bevor es sich wieder der Kunst widmet“, sagt Erbslöh.

Das neue Wyss-Museum bei der Fondation Beyeler. Es wurde von Stararchitekt P. Zumthor gebaut. Die neuen Gebäude werden ab 26. September 2026 schrittweise eröffnet.

Christiane Oelrich/dpa

Gefeiert wird der Ausbau ab 26. September mit der umfangreichsten Sammlungsausstellung seit Eröffnung des Museums 1997. Sie heißt in Anlehnung an die gleichnamige Serie des US-Künstlers Alexander Calder „Constellations“.

Aus der Serie werden einige bunte Skulpturen aus Holz und Draht zu sehen sein. 230 aus der Sammlung und Leihgaben werden gezeigt, darunter auch Claude Monet, Pablo Picasso, Joan Miró, Mark Rothko, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans und andere.

Der Eintritt wird teurer 

Neu neben dem Wyss-Museum ist auch der ebenerdige Ammann-Pavillon aus Glas und Eichenholz. Er ist tagsüber ein offener Ort für alle, auch die, die nicht ins Museum wollen. Abends sind dort kulturelle Veranstaltungen geplant. Das neue „Erlen Torhaus“ ist für die Anlieferung der Kunstgegenstände da und beherbergt Arbeitsräume. 

Das neue Wyss-Museum bei der Fondation Beyeler. Es wurde von Stararchitekt P. Zumthor gebaut. Die neuen Gebäude werden ab 26. September 2026 schrittweise eröffnet.

Christiane Oelrich/dpa

Das neue Ensemble wird ab dem 26. September schrittweise geöffnet. Am 15. Januar steht alles uneingeschränkt zur Verfügung. Der Eintrittspreis steigt Mitte Oktober von 25 auf 30 Franken (32 Euro) für Erwachsene.