Intensiver Austausch im Kreis Lörrach
: Über Grenzen hinweg für Demokratie und Klimaschutz

Grüne aus drei Ländern treffen sich in Lörrach. Die Politiker wollen sich besser vernetzen und ihre Kräfte bündeln.
Von
red/pm
Kreis Lörrach
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Grüne

Erneuerbare Energien und der Rechtsruck im Dreiland waren unter anderem Themen, über die sich Grünen-Mitglieder ausgetauscht haben.

Heike Hauk
  • Grüne aus Elsass, Nordwestschweiz und Südbaden trafen sich in Lörrach zum Austausch.
  • Schwerpunkt war der Rechtsruck im Dreiland – Erfahrungen und Gegenstrategien wurden beraten.
  • Jeanne Barseghian warb für ein ökologisches, offenes Europa, Sarah Hagmann für alltagsnahe Politik.
  • Nachmittags ging es um erneuerbare Energien und grenzüberschreitende Energiewende.
  • Angestrebt sind bessere ÖPNV-Tarife, Fernwärme- und Speicherkooperationen sowie gebündelte Kräfte.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Grünen Kreisverband Lörrach hat jüngst Parteifreunde aus dem Elsass, der Nordwestschweiz und Südbaden in Lörrach im Werkraum Schöpflin zum jährlich stattfindenden trinationalen Austausch eingeladen. Im Fokus standen zwei politische Themen, die mit Impulsvorträgen und Diskussionen in kleinen Gruppen bearbeitet wurden.

Am Vormittag stand das Thema „Rechtsruck im Dreiland“ auf der Agenda. Jeanne Barseghian, ehemalige Grünen-Oberbürgermeisterin in Straßburg, wies in ihrem Impulsvortrag auf das Erstarken der Rechten auch im Elsass hin und appellierte an ein ökologisches, offenes und zukunftsfähiges Europa. Die Lörracher Grünen-Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann machte deutlich, dass eine Politik, die die Menschen ernst nimmt und politische Lösungen für den Alltag erarbeitet, das Vertrauen in die Demokratie stärkt.

Thomas Reinhardt Grüner in Baselland wies auf die Unterschiede der rechten Parteien in den drei Ländern hin, beschrieb aber auch den fatalen Ansatz von bürgerlichen Parteien in allen drei Ländern, sich den Positionen der Rechtspopulisten anzunähern, um Wähler zu gewinnen, wie es in einer Mitteilung heißt. An Thementischen wurden in gemischten Kleingruppen die Erfahrungen mit Rechtspopulismus, deren Auswirkungen und die Möglichkeiten der Grünen in den drei Regionen, die demokratische Kultur und Menschenrechte zu stärken, diskutiert.

Starke Zusammenarbeit ist wichtig

Es wurde deutlich, dass eine starke Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg wichtig ist, um gemeinsam für ein positives Weltbild einzutreten und autoritäre Strukturen zu schwächen. Am Nachmittag stand das Thema „Mit erneuerbaren Energien das Dreiland resilient machen“ im Fokus. Nadyne Saint-Cast, Grünen-Abgeordnete aus Freiburg, betonte, dass die Energiewende grenzüberschreitend möglich ist, auch wenn es große Unterschiede in den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt. Philippe Klein von den Grünen im Elsass beschrieb die direktive Atomkraftpolitik in Paris und machte Mut, regionale Initiativen von PV‑Anlagen und Wärmenetzen im Elsass „von unten“ zu realisieren. Béla Bartha, Großrat in Basel erklärte das Ziel des Kantons bis 2037 klimaneutral zu werden, und die Maßnahmen, die hierzu notwendig sind. Auch zu diesem Thema gab es rege Diskussionen in den Kleingruppen und Überlegungen, wie eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Fernwärme, Energiespeicherung und Wasserstoffnutzung aussehen könnte.

Kräfte sollen gebündelt werden

Die Stärkung des ÖPNV-Netzes mit einfachen grenzüberschreitenden Tarifen wurde ebenso angeregt. Das Ziel des Dreilandtages in Lörrach war es, die Parteien der Grünen in den drei Regionen zu vernetzen und die Kräfte zu bündeln. „Grenzen sind für uns Grüne kein Hindernis, sondern motivieren uns, damit grenzüberschreitende Zusammenarbeit einen Mehrwert für alle Seiten bringt,“ ist sich Co-Kreisvorsitzender der Grünen Lörrach, Josha Frey, sicher. Die regen Diskussionen und der freundschaftliche Austausch der 50 Parteimitglieder aus den drei Ländern gaben viele Anregungen für weitere Kooperationen und zukünftige Projekte.