Festivalwochenende in Weil am Rhein: Der Countdown für den Start des 3-Länder-Stadt-Festivals läuft

Sie zeichnen verantwortlich für Licht und Ton beim 3-Länder-Stadt-Festival: Marvin Kerscher (r.) und seine Kollegen von der Firma Simco.
Beatrice EhrlichDer Countdown läuft für den Start des 3-Länder-Stadt-Festivals in Weil am Rhein. Bei freiem Eintritt lockt es mit sechs Konzerten, Straßenmusik und Festbetrieb am Freitag und Samstag in die Weiler Innenstadt.
Die Hauptbühne auf dem Rathausplatz ist am Donnerstagmorgen schon aufgebaut. Veranstaltungstechniker Marvin Kerscher und sein Team von der Firma Simco bauen gerade die Lichtanlage mit sage und schreibe 44 Scheinwerfern auf.
So viele seien das nicht, meint Kerscher. Die Herausforderungen hier auf dem Rathausplatz sei eher der enge Platz – die Bühne muss akkurat so platziert werden, dass sie sich mit dem Brunnen und zugleich mit dem Rathausdach nicht in die Quere kommt. Hinzu kämen als weitere „Challenge“ die vielen Menschen, die hier erwartet werden.
Bühne, Licht und Tontechnik, eine riesige Menge an Material hat Kerscher mit einem großen Sattelschlepper auf den Platz bringen lassen. Er lagert es sonst in einer ehemaligen Speditionshalle in Auggen.
Das Festival, bei dem rund um die Uhr acht bis zehn Leute für ihn tätig sind, ist für seine Firma ansonsten kein Hexenwerk, sagt Kerscher, der die Firma Simco seit runden 15 Jahren führt. Schon „Baden in Blut“ sei weitaus aufwändiger, weil man es dort mit so vielen Bands zu tun habe.
Schon mit DJ Ötzi durch die Berge getourt
Ganz zu schweigen von Sonderaufträgen wie der DJ-Ötzi-Tour im vorletzten Jahr: Die Auftrittsorte in den österreichischen Bergen konnten dort teilweise nur mit dem Hubschrauber angeflogen werden. Nun also wieder Weil. Kerscher, der in Obereggenen aufgewachsen ist, und sein Team freuen sich drauf.
Kulturamtsleiter Peter Spörrer legt selbst Hand an beim Festival-Aufbau.
Zusammen mit Organisationsleiterin Irina Bekarow und einem mehrköpfigen Team aus Mitarbeitern aus dem Kulturamt stattet er am Donnerstagvormittag die Hütte aus, in der ab Freitag erstmals Merchandising-Artikel des Festivals feilgeboten werden.

Kulturamtsleiter Peter Spörrer in Aktion beim Festivalaufbau
Foto: Beatrice EhrlichEin Klappständer wird mit Plakaten bestückt, Preislisten rechts und links an die Hütte getackert.
Spörrer: „Wir sind im Zeitplan“
„Es sieht gut aus. Wir sind im Zeitplan“, stellt Spörrer fest. Bei der vierten Ausgabe des von ihm vor einigen Jahren neu konzipierten Festivals mache sich schon Routine bemerkbar. Bestimmte Abläufe hätten sich schon eingespielt.
24 Hütten müssen verkabelt werden
Damit alles klappt, muss neben seinem Orga-Team die Belegschaft des Betriebshofs richtig ackern, betont er. Bauzäune und Fahrzeugsperren müssen aufgebaut und mehr als 20 Hütten verkabelt werden. Dort schenken Weiler Vereine an den Festivalabenden Essen und Getränke aus.

Die große Bühne steht schon auf dem Weiler Rathausplatz. Am Freitag und Samstag sollen hier Tausende Menschen feiern.
Foto: Beatrice EhrlichMehrere Abteilungen der Stadtverwaltung sind zudem in die Festival-Vorbereitung eingebunden.

Die Straßen rund ums Festivalgelände sind schon am Donnerstag nur eingeschränkt befahrbar, Parkplätze gesperrt.
Foto: Beatrice EhrlichDas von einer externen Firma erstellte Sicherheitskonzept wird vom Rechts- und Ordnungsamt abgenommen und beim Stadtbauamt laufen die technisch-organisatorischen Fäden zusammen.
Blaulicht-Organisationen sind eingebunden
Im Vorfeld gibt es immer auch ein Behördengespräch, bei dem sich die Organisatoren mit der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst austauschen.
Zur Unterstützung sind außerdem eine externe Veranstaltungsleiterin sowie ein Sicherheitsdienst mit an Bord.
Bei großem Andrang Sicherheit garantieren
Falls es einen größeren Andrang gibt, wie im vergangenen Jahr beim Auftritt von Michael Schulte, wollen die Veranstalter so einen geordneten Zugang zu dem grundsätzlich allen offenstehenden Festival gewährleisten. „Wir sind darauf vorbereitet“, versichert der Kulturamtsleiter.

Es wird schon knapp: Noch sind am Donnerstagmittag viele Hütten für die Vereine nicht als solche zu erkennen.
Foto: Beatrice EhrlichBesonders freut Spörrer die gute Wettervorhersage fürs Festival. Es soll nicht regnen, und während am Freitag noch mit Wolken zu rechnen sei, stehe am Samstag Sonnenschein bevor – „Ideales Festivalwetter“.
Hüttenbauer unter Zeitdruck
Schon etwas unter Zeitdruck ist Peter Reinacher. Wie jedes Jahr stellt der Haltinger Ortsvorsteher die von ihm selbst vor viele Jahren gebauten Hütten beim 3-Länder-Stadt-Festival auf.
Acht von 24 stehen am Donnerstagmittag schon fix und fertig da. Alle anderen stehen noch unberührt auf dem Sparkassenplatz.

Mit dem Radlader bringt Peter Reinacher die Hütten für die Vereinsmeile an Ort und Stelle.
Foto: Beatrice EhrlichMit dem Radlader fährt Reinacher die Hütten zu ihren Standorten, die mit weißer Kreide auf dem Pflaster markiert sind. Zwei Helfer bauen sie dann auf.

So sieht eine fertige Hütte von innen aus.
Foto: Beatrice EhrlichDie Uhr läuft. Am Freitag ab zwölf Uhr ist den Vereinen zugesichert, dass sie ihre Hütten beziehen können. Spätestens dann müssen alle Hütten stehen, alle Kabel verlegt sein.