Dreiland-Klinikum Lörrach
: Damit die Bahn am neuen Klinikum hält

Der Kreis Lörrach soll alle Möglichkeiten prüfen, wie bis zur Eröffnung des neuen Krankenhauses dessen Erschließung durch regionale Buslinien optimiert werden kann.
Von
red
Kreis Lörrach
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Das neue Dreiland-Klinikum soll im Frühjahr 2027 seinen Dienst aufnehmen.

Michael Werndorff

Die verkehrliche Erschließung des Dreiland-Klinikums im Lörracher Entenbad per Bus und Bahn beschäftigt die Fraktionen von SPD, Grüne und CDU im Kreistag. Sie haben einen gemeinsamen Antrag formuliert und an die Landkreis gerichtet.

Dieser soll als Gesellschafter der Kliniken des Landkreises beauftragt werden, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie bis zur Eröffnung des neuen Krankenhauses dessen Erschließung durch regionale Buslinien optimiert werden kann. Hierbei könnte auch geprüft werden, ob insbesondere vom Bahnhof in Steinen aus dazu ein Pilotversuch mit autonom fahrenden Fahrzeugen realisiert werden kann, heißt es weiter. Daneben soll dargestellt werden, ob ein stündlicher einfacher Halt in beiden Fahrtrichtungen der S6 mit einer Haltestelle am Dreiland-Klinikum vor dem zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke realisiert werden kann. Drittens soll das Ergebnis der Prüfungen dem Kreistag noch vor der Sommerpause vorgelegt und anschließend die Öffentlichkeit darüber informiert werden.

Mit Haltepunkt gerechnet

„Alle Beteiligten konnten und mussten bei der damaligen Beschlussfassung über den Standort des zukünftigen Zentralklinikums für den Landkreis Lörrach davon ausgehen, dass bis dorthin ein Haltepunkt beim Klinikum bis zu dessen Eröffnung im Betrieb genommen werden könnte“, heißt es in der Begründung.

Nach Auskunft der DB-Netze (heute DB InfraGo) war davon auszugehen, dass die Einrichtung des Haltepunkts problemlos auch bei einer einspurigen Wiesentalstrecke möglich sein würde, wenn der Zweckverband Regio S-Bahn auf die Einrichtung eines geplanten Halts an der deutsch-schweizerischen Grenze bei Riehen verzichten würde, heißt es im Antrag. Auf dem Gebiet der Stadt Lörrach war nach damaliger Auskunft dann ein zusätzlicher Haltepunkt möglich, egal, ob dieser im Süden an der Grenze oder im Norden beim Zentralklinikum gebaut würde.

Aussage revidiert

Diese Zusage sei später von DB-Netze revidiert worden. Neu wurde erklärt, dass ein Wechsel von einem zu bauenden Haltepunkt an der Grenze zu einem Haltepunkt am neuen Zentralklinikum nicht möglich sei. Stattdessen sei auf längeren Streckenabschnitten ein zweigleisiger Ausbau der Wiesentalstrecke erforderlich, um den erforderlichen Haltepunkt beim Zentralklinikum einzurichten.

Trotz aller gemeinsamen Bemühungen vom Zweckverband Regio-S-Bahn, dem Regierungspräsidium sowie den Städten Lörrach und Weil am Rhein und der gesamten Raumschaft konnte bisher nur die Leistungsphase zwei der Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke erreicht werden.

Ziel 2035

Derzeit ist der avisierte Zeithorizont für die Eröffnung des Haltepunkts beim neuen Dreiland-Klinikum auf 2035 festgelegt. Auch ein immer wieder in der politischen Diskussion vorgeschlagenes Provisorium eines Haltepunkts bei einer nur eingleisigen Streckenführung dürfte kaum wesentlich früher zu errichten sein, heißt es weiter.

Es hätte zudem den Nachteil, dass die konkrete Gefahr besteht, dass sich der zweigleisige Ausbau der Wiesentalstrecke noch weiter über das Jahr 2035 hinaus verzögern würde.