Bärenfelsschule Grenzach: Baustelle sorgt für Frust

Ein Teil des Schulhofs der Bärenfelsschule ist der Baustelle für die Neue Mitte Grenzach zum Opfer gefallen.
Tim NagengastSo vorteilhaft die zentrale Lage der Grenzacher Grundschule auch sein mag, so sehr ist sie aktuell von den Bauarbeiten für Grenzachs künftige Ortsmitte betroffen. Wie SPD-Gemeinderätin Katja Schäfer im Rahmen der jüngsten Ratssitzung bekundete, hätten Eltern von Schule und Bärenfels-Kita sie auf „extreme Staubbelastungen“ angesprochen, unter denen die Kinder leiden würden. Aufgrund der wochenlangen Hitze und Dürre würden die Baumaschinen jede Menge Staub aufwirbeln. Schäfer wollte wissen, ob es – analog zur Praxis an anderen Baustellen – nicht möglich wäre, den Boden und die Fahrwege der Baustellenfahrzeuge regelmäßig anzufeuchten.
Schulleitung hat Ansprechpartner
Bürgermeister Tobias Benz verwies hier auf bestehende gute Kontakte zwischen Gemeinde- und Schulverwaltung: „Es gibt für die Schulleitung einen direkten Ansprechpartner. Die Schulleitung kann direkt Meldung machen, wenn etwas ist.“
Bauamtsleiter Alexander Ilg bat in diesem Kontext um eine etwas pragmatischere Betrachtung. Denn, wo gebaut werde, gehe es nun einmal vorübergehend etwas schmutziger zu. Wasser zwecks Staubbindung auszubringen, wäre aus seiner Sicht nicht gerade zielführend, „gerade in Zeiten der Knappheit“.
Ilg: Gebäude als Ganzes betrachten
In Richtung von Katja Schäfer, die außerdem noch Elternbeschwerden wegen überhitzter Klassenräume weitergegeben hatte, konnte Ilg ebenfalls keine einfachen Lösungen in Aussicht stellen. „Hitze in Räumen ist ein unglaublich komplexes Thema“, sagte Ilg. Es reiche leider nicht aus, einfach eine Klimaanlage zu installieren. Man müsse die bauliche Situation des jeweiligen Gebäudes stets als Ganzes betrachten.
Diskussion um Geländewegfall
Für eine kurze Diskussionen im Rat hatte zuvor auch die Schulhoffrage gesorgt. Denn für den Bau der Neuen Mitte Grenzach muss die Schule ein Stück ihres Areals abgeben. Schulsozialarbeiterin Anne Kammerer sprach sogar von der „Hälfte“ des Pausenhofs, die baustellenbedingt seit Pfingsten nicht mehr zur Verfügung stehe. Dadurch gebe es weniger Platz im Freien für die aktuell 346 Grundschüler. Dies erhöhe das Konfliktpotenzial, sagte Kammerer.
Benz: Schulgelände war im Vergleich zu groß
Laut Bürgermeister Tobias Benz ist dies allerdings nicht korrekt. Wie er im Nachgang zur Sitzung gegenüber unserer Zeitung bekundet, sei der Bärenfelsschule bedingt durch den Bau der Neuen Mitte Grenzach lediglich „die Hälfte des unteren Schulhofs weggefallen“- und nicht 50 Prozent der gesamten Schulhoffläche. „Da die Bärenfelsschule früher eine Grund- und Hauptschule war, hatte sie bis jetzt deutlich mehr Schulhoffläche als rechtlich vorgegeben“, stellt der Rathauschef klar. Benz betont, dass auch nach dem Wegfall eines Teils des unteren Schulhofs die Vorgaben für die Schülerzahl eingehalten würden. In die Schulhofgestaltung habe die Gemeinde bekanntlich viel investiert und werde in Zukunft auch noch mehr machen, kündigt der Bürgermeister an. Dazu gehört ihm zufolge auch eine Aufwertung des unteren Schulhofs.