„Verbindung von Jung und Alt“: Marion Gentges überzeugt sich von Ettenheimer Neubauprojekten

Bruno Metz betonte vor Ort den Vorteil derVerbindung der beiden Projekte, die Kinder und alte Menschen im Lebensalltag zusammenbringe.
DecouxDie beiden Ettenheimer Neubauprojekte Caritas-Pflegeheim und Kita „Auf den Espen“ nahmen Justizministerin und Landtagsabgeordnete Marion Gentges, der Ettenheimer Bürgermeister Bruno Metz, Vertreter der Verwaltung sowie die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats Michaela Schöffel (CDU) Wolfgang Mutter (SPD), Thomas Dees (FWV) und Marion Fleig (FLE) bei ihrem Treffen ganz genau unter die Lupe.
Mit insgesamt 8,2 Millionen Euro, berichtete vor Ort Harald Krippendorf vom städtischen Bauamt, werden hier neue Kita-Räume für sechs Gruppen mit speziellen Zusatzräumen auf zwei Stockwerken in moderner Hybrid-Bauweise errichtet. Auf einem weiteren Stockwerk werden noch fünf Wohnungen geschaffen. „Der Bau geht flott voran und wird Ende dieses Jahr fertiggestellt und in Betrieb genommen werden können“, so Krippendorf.
Beim Rundgang durch das Erdgeschoss wurde die moderne Bauweise – insgesamt 7500 Stahlstangen sind als Basiskonstruktion eingefügt – deutlich. Der gesamte Bau werde hochwertig ausgeführt. So gebe es in allen Räumen Fußbodenheizung und die Kita sei an die Fernwärme angeschlossen.
Viele Vorschriften erhöhen die Kosten
Mirko Poetzsch und Brigitte Schrempp vom Caritasverband Lahr, der das neue Pflegeheim errichtet, führten durch den zweiten Neubau. Mit dem Einzug der neuen Bewohner werde im November dieses Jahr gerechnet. Auf viele Vorschriften, so Brigitte Schrempp, könnte man verzichten um so die Kosten für den Neubau und damit auch die zukünftigen Pflegeheimkosten zu reduzieren. Metz nutzte die Gelegenheit, dem Caritasverband Lahr für den Mut, das neue Pflegeheim in Ettenheim zu bauen, Dank auszusprechen. Ettenheim erhalte damit dringend erforderliche neue und zusätzliche Pflegeplätze.
Auch über Migration wird diskutiert
Die heutigen Standards kosten laut Metz – egal ob für Kita oder Pflegeheim – viel Geld und müssten schlussendlich von den Bürgern bezahlt werden. Deshalb sein Appell an Ministerin Gentges: Sich weiterhin dafür einzusetzen, dass nicht unbedingt nötige Vorschriften beseitigt werden. „Mit der Verwirklichung der beiden Neubauten wird eine ideale Verbindung von Jung und Alt geschaffen, die Kinder und alte Menschen im Lebensalltag zusammenbringt und das Miteinander der Generationen nachhaltig fördert“, freute sich Metz.
In der Gesprächsrunde zuvor im Ettenheimer Rathaus waren besonders die vielen bürokratischen Hemmnisse und die finanzielle Überforderung der Stadt durch vom Gesetzgeber festgelegte Aufgaben, für die gleichzeitig nur mangelhafte Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden, Thema. Beklagt wurde zudem, dass immer höhere Standards und Vorschriften die Kosten in die Höhe treiben würden. Diskutiert wurde auch die Migration. Alle waren sich einig, dass den wirklich Hilfsbedürftigen geholfen werden soll. Angesichts der hohen, weltweiten Flüchtlingszahlen brauche es aber klare und bessere Regelungen. Wer schwere Straftaten begehe, müsse zurückgeschickt werden.
Gentges dankte für den Austausch und zeigte sich überzeugt, dass „Auf den Espen“ ein tolles Quartier entstehe, das generationenübergreifend erfolgreich das Miteinander der Menschen fördere. Ettenheims Bürgermeister dankte Gentges für ihr jederzeit offenes Ohr und den engen Kontakt, den sie zu den Menschen und Kommunen im Wahlkreis halte.
Ersatz für andere Kita
Der Spatenstich für das Kitaprojekt „Auf den Espen“ fiel im Juni vergangenes Jahr. Geplant ist ein Kindergarten, der unter Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde Ettenheim betrieben wird. Das Gebäude ersetzt dann die Räumlichkeiten des katholischen Kindergartens St. Bartholomäus in der Neumannstraße.