Suche nach Investor startet: Schuttertäler Gemeinderat steht hinter Kita-Neubau

Die denkmalgeschützte Mauer trennt den ehemaligen Pfarrgarten vom Modoscher Park.
Baublies- Schuttertal plant eine neue Kita St. Josef im ehemaligen Pfarrgarten.
- Der Gemeinderat billigte die Konzeptvergabe einstimmig und ohne Diskussion.
- Investorensuche erfolgt nach Qualitätskriterien; regionale Betriebe könnten profitieren.
- Neubau soll die teure Sanierung ersetzen – unten Kita, oben Wohnraum oder Praxis.
- Denkmalgeschützte Stützmauer erfordert Termin mit dem Freiburger Denkmalamt Mitte August.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Gremium hat auf seiner Sitzung dem Vorschlag einer sogenannten Grundstückskonzeptvergabe ohne Diskussion und geschlossen zugestimmt. Frank Edelmann, Geschäftsführer der Kommunalkonzept BW mit Sitz in Freiburg, stellte vor, welche Vorteile diese Art zu planen für die Gemeinde hat.
Der ehemalige Pfarrgarten zwischen dem Bestandsgebäude der Kita und dem Modoscher Park gehört der Erzdiözese Freiburg und bietet sich als Platz für einen Neubau der Kita samt einer weiteren Nutzung an. Daher würde das Verfahren mit Konzept viele Vorteile gegenüber einer Planung samt Ausschreibungen bieten.
Die Kirche kann das Grundstück zur Verfügung stellen. Die Gemeinde entwirft in Absprache mit der Kirche, Eltern und Mitarbeitern der Einrichtung ein Konzept. Anhand dieser Kriterien wird ein Investor gesucht. Es gibt dabei weniger formale Vorgaben und bei der Vergabe könnten regionale Betriebe bevorzugt werden.
Bürgermeister Matthias Litterst stellte vor, warum ein Neubau aus Sicht der Verwaltung notwendig ist: Eine Sanierung der vorhandenen Einrichtung sei, Stand heute, mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Daher die Idee eines Neubaus: Angedacht sind eine neue Kita im Erdgeschoss und eine weitere Nutzung von Wohnraum und beziehungsweise oder einer Praxis im Obergeschoss.
Kirche und Leitung der Kita sollen beteiligt werden
Der Pfarrgarten habe aufgrund der unmittelbaren Nähe des Bestandsgebäudes Vorteile. „Das Außengelände soll auch künftig für die neue Einrichtung genutzt werden und bietet hierfür gute räumliche Voraussetzungen.“ Zum anderen erleichtere die unmittelbare Nähe zum Bestandsgebäude die Organisation während der Bau- und Übergangsphase sowie den späteren Umzug in die neue Kita.
„Die katholische Kirche soll die Kindertageseinrichtung St. Josef auch nach dem Bezug der neuen Räumlichkeiten weiterhin betreiben.“ Litterst verwies hier auf die „bestehende und bewährte Trägerschaft“. Die katholische Kirche und die Leitung der Kindertageseinrichtung sollten deshalb auch im weiteren Verfahren „im rechtlich zulässigen und sachlich möglichen Umfang“ beteiligt werden. Sein Fazit: „Im Gegensatz zu einer reinen Grundstücksvergabe nach dem höchsten gebotenen Preis steht bei einer Konzeptvergabe die Qualität der eingereichten Vorschläge im Vordergrund.“
Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichtet haben, gibt es vonseiten des Eigentümers keine Bedenken. Die Stützmauer zwischen dem ehemaligen Pfarrgarten und dem Modoscher Park ist denkmalgeschützt. Bauamtsleiter Wolfgang Wölfe ergänzte hier, dass ein Termin mit dem Freiburger Denkmalamt für Mitte August geplant sei. Julia Zehnle (CDU) hatte nachgehakt.
Im Vorfeld ausführlich diskutiert
Kurt Weber (CDU) legte vor der Zustimmung der Konzeptvergabe im Schuttertäler Gemeinderat Wert auf die Tatsache, dass der Gemeinderat in vielen nicht öffentlichen Beratungen das Thema ausführlich diskutiert und abgewogen habe. Daher sei es jetzt nach der Präsentation Edelmanns und dem Plädoyer des Bürgermeisters nicht verwunderlich, dass es vonseiten des Gremiums keine Nachfragen mehr gebe. Der Rat stimmte dann auch geschlossen zu.
