Im ehemaligen Pfarrgarten
: Schuttertal will eine neue Kita bauen

Schuttertal hat Großes vor: Auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrgartens soll eine neue Kita-Einrichtung entstehen. Auch Wohnraum und eine Praxis sind dort denkbar, um das Gebäude wirtschaftlich betreiben zu können.
Von
Jonas Köhler
Schuttertal
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Auf dieser Wiese in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita St. Josef könnte eine neue Einrichtung entstehen.

Auf dieser Wiese in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita St. Josef könnte eine neue Einrichtung entstehen.

Baublies
  • Schuttertal plant eine neue Kita im ehemaligen Pfarrgarten, da St. Josef nicht mehr genügt.
  • Eine Sanierung des Bestands sei geprüft worden – wirtschaftlich nicht darstellbar, Zahlen fehlen.
  • Das Außengelände der aktuellen Kita soll weiter genutzt werden, der Standort gilt als geeignet.
  • Geplant ist eine Mischnutzung mit Wohnungen oder Praxisräumen, um Wirtschaftlichkeit zu sichern.
  • Der Gemeinderat berät am Dienstag, 28. Juli, über die Konzeptvergabe und klärt Denkmalschutzfragen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gemeinde Schuttertal beschäftigt sich mit dem Gedanken, im Ortsteil Schuttertal eine neue Kindertagesstätte zu errichten. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, 28. Juli,  hervor. Das Gremium soll eine Grundstückskonzeptvergabe auf den Weg bringen.

Der Hintergrund: Die bestehende Kindertageseinrichtung St. Josef im Ortsteil Schuttertal, die potenziell Platz für drei Gruppen und insgesamt 60 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren bietet, entspricht nicht mehr vollumfänglich den heutigen Anforderungen. Die Gemeinde führt in der Vorlage den baulichen Zustand und den erforderlichen Sanierungsumfang an. Eine umfassende Sanierung habe man geprüft, sei aber zu dem Schluss gekommen, dass „eine grundlegende Sanierung des Bestandsgebäudes wirtschaftlich nicht darstellbar ist“, heißt es. Genaue Zahlen werden nicht genannt.

Nun sollen also neue Kita-Räumlichkeiten geschaffen werden. Als geeigneten Standort hat man den Bereich des ehemaligen Pfarrgartens ausgemacht. Die Fläche schließt unmittelbar an das Außengelände des Bestandsgebäudes an. Dieses bereits jetzt von den Kindern genutzte Außengelände soll auch künftig für den Betrieb der neuen Einrichtung genutzt werden. Es biete „gute räumliche Voraussetzungen“, heißt es.

Kombination macht Nutzung wirtschaftlich

Die Kindergartenkinder sollen nicht die einzigen sein, die auf dem ehemaligen Pfarrgarten in ein neues Gebäude einziehen. Der Gemeinde schweben weitere Nutzungen wie Wohnungen oder Praxisräume vor. „Durch die Kombination mehrerer Gebäudenutzungen kann das Grundstück nachhaltig und flächensparend entwickelt werden“, heißt es dazu in der Vorlage.

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Wann das Vorhaben umgesetzt werden und wie teuer es werden könnte, geht aus der Vorlage nicht hervor. Erst einmal soll es darum gehen, einen Projektpartner zu finden. Dafür soll die Firma Kommunalkonzept BW eine Grundstückskonzeptvergabe vornehmen. Bei dieser können potenzielle Projektpartner ihre Vorschläge einreichen. Nach deren Qualität im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, architektonische Gestaltung, Funktionalität der Kita-Räume sowie der übrigen Nutzungen und der Nachhaltigkeit wird eine Entscheidung getroffen. Der Grundstückseigentümer – die Erzdiözese Freiburg –, die Entscheidungsträger der römisch-katholischen Kirchengemeinde Südliche Ortenau sowie die Kita St. Josef sind bei diesem Verfahren mit im Boot.

Für das Vergabeverfahren plant die Gemeinde noch in diesem Jahr netto 9900 Euro ein. Im Gegenzug werden Sanierungsmaßnahmen in der bestehenden Kita, die mit 29.500 Euro im Plan stehen, „auf das Notwendigste beschränkt“, heißt es.

Knackpunkt Denkmalschutz

Der frühere Pfarrgarten und die verbliebenen Teile einer historischen Binnenmauer sind Teil der Liste der Kulturdenkmale. Laut Gemeinde wird bis zur Sitzung am Dienstag, 28. Juli, ab 19.30 Uhr in der Festhalle Dörlinbach, versucht, in der Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde eine umsetzbare Lösung zu finden.