Sie wirft ihren Hut in den Ring: Nicolé Ritter möchte die erste Bürgermeisterin Mahlbergs werden

Nicolé Ritter möchte Mahlbergs Bürgermeisterin werden.
privat- Nicolé Ritter kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin in Mahlberg.
- Sie reichte am Freitag ihre Bewerbung ein – bislang als einzige Frau.
- Ritter ist Vereinsvorsitzende, in der Feuerwehr aktiv und betont ihre Verbundenheit.
- Bei der Kommunalwahl erhielt sie 269 Stimmen, verpasste aber den Gemeinderat.
- Sie tritt unparteiisch an und will Digitalisierung sowie KI in der Verwaltung vorantreiben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die 52-Jährige warf ihre Bewerbung am Freitagmorgen in den Briefkasten der Verwaltung ein – und ist somit bislang die einzige Frau, die Dietmar Benz beerben möchte. „Die Idee zu einer Kandidatur hatte ich bereits vor rund zwei Jahren, als in Kenzingen gewählt wurde“, erinnert sich Ritter im Gespräch mit unserer Redaktion. Da ihre Mutter aus der Kleinstadt im nördlichen Breisgau stammt, habe sie damals mit einer Bewerbung geliebäugelt. „Ich habe mich aber dazu entschieden, zu warten. Ich will nämlich für eine Stadt kandidieren, mit der ich verbunden bin“, sagt sie.
In Mahlberg ist das der Fall: Seit drei Jahren ist Ritter Vorsitzende des Förderkreises für das Oberrheinische Tabakmuseum und seit rund einem Jahr in der Feuerwehr aktiv. „Mein Herz schlägt für Mahlberg“, betont sie.
Bei der Kommunalwahl erhielt sie 269 Stimmen
Die bevorstehende Bürgermeisterwahl wird indes nicht das erste Mal sein, dass ihr Name auf einem Stimmzettel steht. Bereits im Jahr 2024 kandidierte Ritter bei den Kommunalwahlen als Mitglied der CDU für den Mahlberger Gemeinderat. Mit 3,1 Prozent (269 Stimmen) verpasste sie jedoch den Einzug ins Gremium. „Damals war ich frisch nach Mahlberg gezogen und in der Stadt noch unbekannt“, blickt sie zurück und fügt an: „Das war für mich kein Weltuntergang.“ Ihr politischer Werdegang nahm damit kein Ende: Kurz nach der Gemeinderatswahl zog die vierfache Mutter nach Kappel-Grafenhausen, wo sie auch heute noch lebt. Anfang 2025 wurde sie dort zur Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands gewählt. „Bei der Bürgermeisterwahl kandidiere ich jedoch unparteiisch“, betont Ritter.
Sollte sie gewählt werden, wäre sie bereit, wieder nach Mahlberg zu ziehen: „Sehr gerne sogar – das gehört für mich dazu.“ Besonders die Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wolle sie dann vorantreiben. „Insgesamt stehe ich dieser Entwicklung sehr positiv gegenüber. Ich erwarte, dass Bearbeitungszeiten in der Verwaltung deutlich kürzer werden und die Ämter und Kommunen untereinander besser vernetzt werden“, schreibt sie in ihrer Mitteilung zur Kandidatur. „Bei all dem, was wir planen und entscheiden, werden wir darauf achten, dass Beschlüsse umsetzbar und realistisch sind. Oft kann man auch mit kleinem Aufwand Großes bewirken, wenn man alle Kräfte zusammenzieht und jeder zu kleinen Kompromissen bereit ist“, fasst sie zusammen.
Sie setzt sich in Ettenheim für Schüler ein
Aufgewachsen ist Ritter in Rust, der Heimatgemeinde ihres Vaters. 1993 schloss sie laut eigenen Angaben eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel ab, heute ist sie im Veranstaltungsmanagement tätig– eine Arbeit, die ihr als Rathauschefin zugute kommen soll: „Projekte zu planen, mich mit Beteiligten eng abzustimmen und alles zielgenau umzusetzen, bin ich gewohnt.“ Gleiches gelte auch für ihren Einsatz an der St.-Landolin-Schule Ettenheim als Vorsitzende des Elternbeirats. „Aktuell engagiere ich mich, um sicherzustellen, dass alle Schüler aus dem Landkreis Emmendingen direkt mit dem Bus zu allen Schulen nach Ettenheim kommen“, schreibt sie weiter.
In der kommenden Zeit – aber auch im Falle einer Wahl – wolle sie stets den Kontakt zu den Einwohnern suchen. „Schließlich ist es mein Ziel, die Stadt im Sinne der Bürger von Mahlberg und Orschweier zu führen“, erklärt Ritter. „Ich mag die Menschen hier und ich sehe bei vielen eine große Bereitschaft, die Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Meine Lebenserfahrungen und meine Ideen werde ich hierzu einbringen“, verspricht sie.
Weitere Informationen zur Kandidatin und zu ihrem Wahlprogramm gibt es im Internet unter www.nicoleritter.de.