Seelbach
: Bettenzahl soll erhalten bleiben

Seelbacher CDU informiert sich mit Bürgern im Pflegeheim über den nötigen Umbau
Von
Zlatka Kiryakova
Seelbach
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Die CDU machte beim Rundgang mit interessierten Bürgern auch Station im Pflegeheim St. Hildegard, wo Patric Lienert (Mitte) auf Aufgaben und Probleme in der Pflege einging.

Kiryakova

Seelbach - "Fit für morgen": Unter diesem Motto hat die Seelbacher CDU einen Ortsrundgang am Mittwoch veranstaltet. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Pflegesituation im Ort.

Josef Schwörer, Vorsitzender des Ortsverbands, begrüßte ein Dutzend Teilnehmer vor dem Seniorenheim. Das Thema: Wie sieht es mit dem Angebot für ältere Menschen im gesamten Schuttertal aus?

"Hier ist ein Stück Heimat." Bürgermeister Thomas Schäfer betonte, dass der Standort des Senioren- und Altenpflegeheims für das gesamte Schuttertal auch in der Zukunft gesichert werden müsse. Man sei froh, dass es dieses Angebot der Caritas gebe. Daher müsse man, so sieht es die Verwaltung, die gute Zusammenarbeit mit der Caritas unbedingt erhalten. "Die Lage mitten im Dorf ist optimal." So könnten die Bewohner in das Leben in der Gemeinde eingebunden werden.

Die derzeitige Situation stellte Patric Lienert, Leiter der stationären Altenhilfe der Caritas in Lahr, vor: Er erklärte die anstehenden Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in St. Hildegard. Die sogenannte Landesheimbauverordnung Baden-Württembergs sieht vor, dass alle Pflegeheime ab 2019 Einzelzimmer für ihre Bewohner anbieten müssen. Dadurch möchte man den einzelnen Bewohnern ermöglichen, sich in ihren privaten Raum zurückzuziehen. Was bedeutet dies für St. Hildegard? Es gibt derzeit zwölf Doppelzimmer. Die müssen also in naher Zukunft komplett umgebaut werden. Diese Kosten werden zurzeit mit etwa drei Millionen Euro veranschlagt. Problematisch sei eine Refinanzierung, die die Bewohner bezahlen müssten: Für das Seelbacher Seniorenheim strebt der Träger allerdings an, dass alle 52 Betten erhalten bleiben.

Es gibt im komplexen Thema allerdings auch noch andere Baustellen: "Eine der größten Herausforderungen als Träger ist es – und wird es künftig immer mehr sein – ausreichend Personal zu finden." Auch wenn das Thema in den vergangenen Monaten zunehmend in die politische und öffentliche Diskussion aufgenommen wurde: Dem Caritasverband als Träger und Arbeitgeber sei es im Gegensatz wichtig, ein leider oft einseitig dargestelltes Bild der Pflege zu ergänzen und zu korrigieren. Lienert hob deshalb hervor, dass Pflegekräfte in einem sicheren Arbeitsverhältnis stünden und die Bezahlung auch an Tarife gebunden sind. Er wies aber auch auf die hohe Belastung in dem Job hin.

Thekla Erlewein stellte die Frage, wie es hier mit ehrenamtlichen Engagement aussehen würde. Die Antwort: Ehrenamtliche dürften keine pflegespezifischen Aufgaben übernehmen. Besuche, Gespräche oder Spaziergänge seien aber als Ergänzung immer willkommen, so Lienert.

Nicht nur die Pflegesituation in Seelbach, auch die Nutzung gemeindeeigener Gebäude und die Verwendung von regenerativen Brennstoffen waren Themen des Rundgangs. Deshalb ging der Spaziergang der CDU-Sommertour ins "Bahnhöfle", wo der neue Mieter, die MCS Werbeagentur, die neuen Räume und die Arbeit vorstellte. Der Rundgang endete beim Bauhof. Hier soll eine neue zentrale Nahwärmeversorgung mittels Hackschnitzelanlage gebaut werden.

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