Schöneboom äußert sich
: So geht es mit dem Platz des HC Lahr weiter

Zwei Themen standen bei der Hauptversammlung des Vereins im Mittelpunkt: Der Kampf um den neuen Hockeyplatz und die Suche nach einem neuen Vorstand, die noch nicht abgeschlossen ist.
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red/sl
Lahr
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Der Lahrer Hockeyplatz hat seine besten Zeiten längst hinter sich. Ob ein neuer gebaut wird, ist aktuell unklar.

Der Lahrer Hockeyplatz hat seine besten Zeiten längst hinter sich. Ob ein neuer gebaut wird, ist aktuell unklar.

Bender
  • HCL ringt um neuen Hockeyplatz – Entscheidung hängt an der „Sportmilliarde“.
  • Bürgermeister Schöneboom sieht 50:50-Chancen und verweist auf den Gemeinderat.
  • Platz ist marode, Kunstrasen hat kaum Spielraum; Vereinsende bei Negativbeschluss droht.
  • Finanzen stabil, Spielbetrieb durch Pfingstturnier; derzeit 90 Jugendliche in Betreuung.
  • Vorstandssuche läuft weiter: Außerordentliche Versammlung am Montag, 2. November.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit großer Spannung war der Auftritt des Ersten Bürgermeisters Guido Schöneboom erwartet worden, der sich am Montagabend den 77 erschienenen Mitgliedern des HCL im Palais Wunderlich stellte. Er sagte zwar, es gehe um den Erhalt einer Sportart, die es seit mehr als 75 Jahren in Lahr gibt, überbrachte dem erwartungsvollen Publikum aber keine frohe Botschaft, sondern referierte die Situation nüchtern mit den bekannten Hinweisen auf die schwierige Finanzlage der Kommune.

Es gehe nun vor allem darum, ob die Stadt bei der sogenannten Sportmilliarde – ein von der Bundesregierung aufgelegtes Investitionsprogramm zur Sanierung und Modernisierung kommunaler Sportstätten – zum Zug komme. Schöneboom ließ erkennen, dass er davon ausgehe, dass eine positive Entscheidung zum Hockeyplatz ganz wesentlich von dieser Förderung abhänge.

Er verwies auf die entscheidende Rolle des Gemeinderats und stellte dann genau jene Frage in den Raum, die die Mitglieder des HCL gerne beantwortet sehen wollten: „Wird es einen Beschluss geben für einen neuen Hockeyplatz – ja oder nein.“ Schöneboom weiter: „Wir setzen darauf, dass wir als Stadt Lahr bei der Sportmilliarde zum Zug kommen.“Die Chancen stünden 50:50, so der Bürgermeister.

Zuvor hatte der Vorsitzende Bernd Dahlinger darauf hingewiesen, dass der Club und der Hockeysport eine Perspektive bräuchten. Der HCL habe viele Rückschläge hinnehmen müssen. Bei einem negativen Beschluss im Gemeinderat drohe das Ende des Clubs.

Carsten Schmidt, im Vorstand für die Technik verantwortlich, verwies laut einer Vereinsmitteilung auf den schlechten Zustand des Kunstrasens und sagte: „2017 haben wir schon gesagt, er hält noch zehn Jahre. Wir haben kaum noch Spielraum.“ In finanzieller Hinsicht sei der HCL gesund, sagte Dahlinger, der im Vorstand für Finanzen zuständig ist.

Jochen Bornemann, Vorstand Sport, erklärte, durch die Einnahmen des Pfingstturniers werde der Spielbetrieb finanziert. „Wir haben derzeit 90 Jugendliche. Das ist eigentlich zu wenig“, so Bornemann weiter. In den Nachwuchsklassen betreibe der HCL eine Spielgemeinschaft mit dem ETSV Offenburg, die sehr gut funktioniere.

Eigentlich sah die Tagesordnung Neuwahlen vor, der bisherige Vorstand wollte sich nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stellen. „Der Staffelstab soll in die Hände der jüngeren Generation gelegt werden“, hatte Dahlinger in der Einladung zur Versammlung geschrieben. Allerdings haben die Aufrufe an die Mitglieder, sich hier zu engagieren, bisher noch zu wenig Resonanz erfahren, erklärte Nora Roloff, die zum künftigen Führungsteam zählen soll. Nun wird weitergesucht. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Roloff.

So geht's weiter

Der HC Lahr veranstaltet am Montag, 2. November, eine außerordentliche Mitgliederversammlung, in der sich das neue Team zur Wahl stellen will. Der aktuelle Vorstand wird bis dahin weiterarbeiten, hieß es bei der Hauptversammlung.