Rund 50 Traktoren dabei
: So lief das diesjährige Bulldogtreffen in Rust

Von der modernen Zugmaschine bis hin zum historischen Schlepper: Zum 18. Mal kamen Bulldog-Liebhaber in Rust zusammen.
Von
Michael Masson
Rust
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Zahlreiche Besucher kamen nach Rust, um sich die rund 50 ausgestellten Traktoren genauer anzuschauen.

Decoux

Bis sich der überraschend hereingebrochene Regen gut eineinhalb Stunden nach Veranstaltungsbeginn vom Himmel herunter ergoss, war alles bei der 18. Ruster Traktoren-Schau noch völlig in Ordnung gewesen. Schon um 17 Uhr hatten sich zur Eröffnung rund 150 Gäste eingefunden, um das traditionelle Bulldogtreffen erstmals am neuen Standort der Rheingießenhalle zu besuchen, darunter auch die CDU-Landesjustizministerin Marion Gentges. Ob über vielen Bierbänken oder zusätzlichen Stehtisch-Plätzen aufgespannt: Vorsorglich hatte der Ruster CDU-Gemeindeverband für viele Freizelte und Schirme gesorgt, die sich später als nötigem Regenschutz bewähren sollten.

Nach und nach tuckerten mehr als 50 Aussteller in ihren Ein- oder Zweitaktern an, viele davon über Rust hinaus auch aus der Region, etwa Kappel-Grafenhausen, Schutterzell, Rheinhausen, Mahlberg, Herbolzheim und Münchweier. Auf dem neu eingeweihten Hallen- Europaplatz stellten sie dann ihre beeindruckenden Ackergefährte ordentlich in Reih und Glied auf. Die vor Ort ausgefüllten und an die Zugmaschinen gehängten Info-Zettel hatten nur einen einzigen Nachteil: Sie waren leider aus Papier und ließen sich deshalb später durchnässt schwer bis gar nicht Lesen.

Auch drei Traktoren der Sportwagen-Marke Porsche waren zu sehen

Zu sehen gab es von historischen Bulldogs bis hin zu hochmodernen Traktoren-Arbeitsmaschinen. Etwa solche von der amerikanischen Marke John Deere oder von den früheren deutschen Traditionsmarken Deutz-Fahr. Auch Traktoren von ehemals seit 1930 bayerischem und nun amerikanischem Fendt gibt es noch bis heute in modernem Outfit, ebenfalls schnittig und im schönsten Grün. Betagtere Unimogs ließen sich in Rust gleichermaßen bewundern, und noch heute produziert Mercedes Benz solche in natürlich wesentlich modernerer Version. Die bringen schon mal 130 PS auf ihre Achsen. In Rust standen zusätzlich gleich daneben allerdings auch welche der alten Art, etwa einer von 1965 mit 34 Pferdestärken oder mit Baujahr 1957 ein noch deutlich betagterer vom Orschweierer Oldtimer-Sammler Hans Bauer, der noch mit 25 PS auskommt.

Rund 50 Aussteller tuckerten mit ihren Traktoren nach Rust.

Foto: Decoux

An die Traditionsmarke Eicher erinnerte in Rust ein Fahrzeug von 1967, ein weiterer als Königstiger von 1972. Rot lackiert kamen sogar gleich drei Porsche daher, der betagteste von 1958 mit 40 PS. Zu den ältesten gezeigten Traktoren gehörte ein einzylindriger „Allgeier“ – Baujahr 1952 – als „Bauernschlepper“ vom Kappeler Martin Löffel mit damals immerhin doch schon zwölf Pferdestärken, gefolgt von einem beim Ruster Bernhard Kossmann beheimateten „Kramer“ von 1954 mit noch mal sparsameren elf PS für Spitzengeschwindigkeiten von damals rasanten 20 Stundenkilometern. Beeindruckend: Ein Zweizylinder-Diesel von Lanz mit Baujahr 1955 und 16 PS, von dem nur insgesamt 596 Exemplare gebaut worden waren. Nun hält einen übrig gebliebenem davon der Mahlberger Stefan Himmelsbach am Laufen.

Für Kinder gab es ein abwechslungsreiches Programm

Auch wenn noch ferne schwarze Wolken vorab nichts Gutes verhießen, ließen sich die Bulldog-Liebhaber nicht irritieren und versorgten sich neben diversen Getränken auch mit angebotenen Grillwürsten oder Steaks. Zahlreiche Kinder rollten mit ihren Mini-Plastiktraktoren oder ähnlichen Gefährten durch die Gegend, um sich für das eigentlich angesagte Tretbulldog-Rennen warm zu machen. Manche von ihnen nutzten zwischendurch einen Tattoo-Stand, um sich hier bemalen zu lassen, füllten ein Bulldog-Quiz aus oder holten sich ihr versprochenes kostenloses Getränk ab. Zwischendurch bestaunten sie ebenfalls die ausgestellten Traktoren, wie man sie heutzutage in historischer Erscheinung nur noch selten zu Gesicht bekommt. So auch die zweijährige Alena Carakci: Sie reichte mit den Füßen zwar noch nicht bis zu den Pedalen hinunter, aber zum begeisternden Halten des riesigen Traktor-Lenkrads reichte es schon mal.

Der Regen nagelte dann die Gäste unter den Zelten fest, neue kamen angesichts der andauernden Wolkenbrüche kaum hinzu. Doch die Besucher ließen sich ihre ansonsten blendende Stimmung dadurch nicht verderben, ebenso wenig wie der Ruster CDU-Vorsitzende Andreas Bachmann samt seinem Helferteam.

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