Realistisches Szenario
: Einsatzkräfte proben vor rund 200 Zuschauern in Seelbach den Ernstfall

Mit dabei bei der Schauübung waren am Samstagnachmittag rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, ASB und DRK. Dabei mussten neun „Verletzte“ aus mehreren Fahrzeugen gerettet werden.
Von
Zlatka Kiryakova
Seelbach
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Die Einsatzkräfte mussten in dem Szenario der Übung unter anderem die verletzten und eingeklemmten Personen befreien.

Die Einsatzkräfte mussten in dem Szenario der Übung unter anderem die verletzten und eingeklemmten Personen befreien.

Kiryakova
  • Schauübung in Seelbach: rund 50 Kräfte von Feuerwehr, ASB und DRK proben den Ernstfall.
  • Szenario: schwerer Unfall mit Traktor und drei Pkw, ein Radfahrer stürzte beim Beobachten.
  • Neun „Verletzte“ wurden befreit und versorgt – besonders heikel waren zwei Baumstämme im Pkw.
  • Schwerpunkt lag auf Abstimmung der Organisationen, moderiert vor etwa 200 Zuschauerinnen und Zuschauern.
  • Nach rund 30 Minuten waren alle Personen gerettet, Beobachter meldeten nur wenige Kritikpunkte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Seelbacher Straße „Am Bahndamm“ bildete am Samstagnachmittag die Ausgangslage für die Übung der Freiwilligen Feuerwehr Seelbach. Im Einsatz waren außerdem die Abteilung Schönberg, ein Zug aus Schuttertal, Einsatzkräfte aus Lahr, der ASB des Seelbacher Stützpunktes und das DRK aus Reichenbach. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte beteiligt.

Das Szenario, das nur einige wenige vorher kannten, stellte eine realistische Situation dar. Diese sah wie folgt aus: Der Fahrer eines Traktors mit Langholzanhänger war in Ohnmacht gefallen, aufgrund dessen auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte ein entgegenkommendes Fahrzeug gerammt. Ein Pkw, der hinter dem Transporter „zu nah aufgefahren und zu schnell unterwegs“ gewesen war, war auf den Anhänger aufgefahren. Ein dritter Pkw hatte beim Bremsen die Kontrolle verloren, das Fahrzeug hatte sich überschlagen. Ein Fahrradfahrer war beim Beobachten des Unfalls gestürzt.

Der Alarm für die Einsatzkräfte wurde um 15 Uhr ausgelöst. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzfahrzeuge an der Unfallstelle ein. Als oberste Priorität galt die Rettung der Verletzten und Eingeklemmten, die sich als ziemlich knifflig erwies. Neun Personen mussten schnellstens befreit und versorgt werden.

Besonders spektakulär war die Bergung aus dem aufgefahrenen Fahrzeug, da sich zwei große Baumstämme durch die Windschutzscheibe gebohrt hatten. Die Einsatzkräfte mussten die Streben unterhalb des Dachs mit der hydraulischen Schere durchtrennen, um die „Verletzten“ zu bergen.

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Was dabei für die Besucher auch einen gewissen Unterhaltungswert hatte, besitzt für die Einsatzkräfte einen ernsten Hintergrund: Übungen sind unerlässlich, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und auch unter schwierigen Bedingungen jeder seine Aufgabe richtig erledigt.

Bernd Wagner, ehemaliger Kommandant der Seelbacher Feuerwehr, moderierte für die rund 200 Zuschauer den Ablauf der Übung. Dabei erläuterte er die einzelnen Einsatzabschnitte und machte deutlich, wie wichtig die Abstimmung zwischen den verschiedenen Organisationen ist.

„Sehr wichtig ist die gegenseitige Absprache und die gute Koordination der Abläufe“, erklärte er. Genau darin lag auch der Schwerpunkt der Übung. Das Zusammenspiel der beteiligten Feuerwehren und Rettungsdienste sollte ebenso trainiert werden wie die einzelnen Handgriffe bei der technischen Rettung und medizinischen Versorgung.

Fazit

Die Übung am Samstagnachmittag verlief erfolgreich. Tobias Schwarz, stellvertretender Kommandant der Seelbacher Feuerwehr, zeigte sich mit der Leistung der Einsatzkräfte zufrieden. Nach rund 30 Minuten waren die im Szenario „eingeklemmten und verletzten“ Personen befreit und versorgt. Auch die Beobachter Christopher Weber und Jonas Jost (beide Feuerwehr Seelbach) sowie Ralf Wieseke, der zum Kommando der Lahrer Feuerwehr gehört, hatten nur wenige Kritikpunkte. Bei einigen habe die Absprache gefehlt, aber insgesamt sei alles ohne gravierende Fehler verlaufen, so das Fazit. „Alle haben eine sehr gute Beteiligung gezeigt“, resümierte Schwarz.