Kommandant ist zufrieden: Feuerwehr Schuttertal zeigt bei beeindruckender Schauübung ihr Können

In diesem Szenario wird eine verletzte Person dem Rettungsdienst übergeben.
Axel DachRund ums ehemalige Gasthaus Löwen verfolgten zahlreiche Zuschauer ein eindrucksvolles und realitätsnahes Einsatzszenario.
Beteiligt waren bei hochsommerlichen Temperaturen rund 100 Feuerwehrkräfte mit 16 Fahrzeugen aus Schuttertal, Lahr, Seelbach, Steinach, Welschensteinach, Biederbach, Elzach und Ettenheim. Ergänzt wurde das Aufgebot durch zehn Kräfte des DRK Schuttertal und Seelbach und dem ASB Seelbach mit vier Fahrzeugen. Auch der Schuttertäler Bürgermeister Matthias Litterst und Bürgermeister Michael Moser aus Seelbach verfolgten die Jubiläums-Schauübung mit großem Interesse. Der stellvertretende Kreisbrandmeister des Ortenaukreises Thomas Happersberger war ebenfalls dabei.
Mitglieder der Jugendfeuerwehr stellen Verletzte dar
Das angenommene Szenario hatte es in sich: Ein Baustellen-Lkw musste einem Fußgänger ausweichen, kollidierte mit einem Pkw und prallte gegen die Außenwand des Gasthauses. Durch einen beschädigten Öltank im Keller entwickelte sich ein Brand, der sich über mehrere Stockwerke bis ins Dachgeschoss ausbreitete. Unter dem Lkw wurde ein Fußgänger eingeklemmt und musste befreit werden, im verunglückten Pkw befanden sich ein schwerverletzter Fahrer sowie ein Kleinkind, die mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte, insbesondere Schere und Spreizer, befreit wurden.
Auch der Fahrer des Lastwagens konnte nur mit großem Aufwand aus dem deformierten Führerhaus befreit werden. Die „Verletzten“ wurden dem Rettungsdienst übergeben. Zeitgleich gingen Atemschutztrupps ins stark verrauchte Gebäude vor und retteten zehn eingeschlossene Personen, mehrere davon über die Drehleitern aus Lahr und Ettenheim. Parallel erfolgte die Brandbekämpfung sowohl im Innenangriff als auch von außen über die Drehleitern. Die „Verletzten“ waren zum Teil Puppen, die meisten wurden aber von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr dargestellt.
Feuerwehr sorgt für Abkühlung
Sehr zufrieden mit dem Ablauf zeigte sich Gesamtkommandant Achim Zehnle, der die Übung anschaulich moderierte. Er hob besonders die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die enorme körperliche Belastung der Beteiligten und insbesondere der Atemschutzgeräteträger hervor. Auch für eine Abkühlung wurde gesorgt: Als Abschluss wurde über die Drehleiter ein feiner Wassernebel auf die Zuschauer abgegeben.
Die Übung zeigte eindrücklich, dass erfolgreiche Hilfe im Ernstfall vor allem eine eingespielte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst braucht – und zwar schnell, koordiniert und verlässlich.
Geselliger Ausklang
Der Jubiläumstag klang in der Festhalle in geselliger Runde aus. Hier sorgte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde für Speisen und Getränken.