Mode im Mittelpunkt: So belebte der Lahrer Herbst die Innenstadt

Der Lahrer Herbst zog viele Besucher in die Innenstadt.
BaubliesDer Laufsteg (neudeutsch „Catwalk“) war in diesem Jahr ausschließlich auf dem Sonnenplatz. Im vergangenen Jahr war zu vier Uhrzeiten an vier unterschiedliche Plätzen Mode präsentiert worden. Laut Sarina Metzger von der Geschäftsstelle der Werbegemeinschaft war das neue Arrangement ein Wunsch der neun Geschäfte, die Mode und Genuss präsentieren und fördern.
Kurz vor der ersten Show legte Metzger noch letzte Hand an die Dekoration an. Auch auf das Lahrer Herbstwetter – die Wolken hingen zu diesem Zeitpunkt noch tief – ging sie ein: „Solange es nicht regnet, ist das Wetter für die Herbst- und Wintermode ideal.“ Dabei gab sie sich zuversichtlich, dass der Himmel mit den Veranstaltern der Werbegemeinschaft Lahr sein würde. Schließlich hatte es ja schon die ganze Woche hindurch geregnet.
Letztlich spielte das Wetter dann auch wirklich mit und es gab keinen Regen mehr. Am Nachmittag, kurz vor der letzten Show auf dem Sonnenplatz, blendete sogar die tiefstehende Sonne.
Eleven präsentieren ebenfalls ihre Fähigkeiten
Bei den Zuschauern kam das Konzept Modeschau auf dem Sonnenplatz gut an. Die meisten der Besucher nahmen sich die Zeit, die knappe Stunde Mode, Genuss und Tanzeinlagen zu sehen und zu beklatschen. Die Idee, dass Eleven der „Milena Ballet & Dance Academy“ zwischen den Models ihre Fähigkeiten zeigten, kam ebenfalls gut an. Gleich um elf Uhr war die Stadt etwas besser besucht, wie das an einem samstäglichen Markttag bei diesem Wetter üblich ist. Das Aufkommen in der gesamten Fußgängerzone war bereits hier mehr als ordentlich.
Am Nachmittag als um 14 Uhr die dritte gleiche Show begann, war es bereits deutlich enger um die etwas „rutschigen Bretter“. Damit entschuldigte Moderator Nick Rivers einige Stolperer von Leana Schmidt, die dafür mehrfach mit dem äußerst schwierigen Spitzentanz glänzte. Die junge Frau, die „L’Esmeralda“ nach der Figur aus dem Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ vorführte, tanzte und drehte sich nur auf den Spitzen ihrer Zehen.
Zwei Hip-Hopperinnen (Lisa Siebenhaar und Valerie Beschetnik) sowie Dajana Rastenow mit einem Tango waren eine spannende Abwechslung zu den neun verschiedenen Präsentationen von Mode und Genuss. Gezeigt wurde auch, was Frau zum Après-Ski trägt und wie der Trend bei Kinderschuhen aussieht. Die dreijährige Loren war das erste Mal hier auf dem Laufsteg unterwegs. Da sie aber außerhalb der Modenschau zur Ballettschule gehört, war es mit dem Lampenfieber nicht allzu weit her.
Models nutzen einen Leerstand zum Umkleiden
Bei der dritten Show waren zwei „Profis“ unter den Zuschauern. Heidi Vogelbacher und Rosi Vattes haben die Performance genau beobachtet. Beide haben als Verkäuferinnen beim damaligen Mode Boschert (heute Zinser) gearbeitet. Daher waren sie eigens zu der Show gekommen und waren kurz davor gespannt, wie die Präsentation denn heute aussehen würde. Ihre Kommentare lauteten etwas später einhellig: „Spitze“. Die beiden waren übrigens der Meinung, dass die Konzentration auf den Sonnenplatz mit Shows zu unterschiedlichen Zeiten „optimal“ sei. „Der Platz liegt zentral, und die meisten der Modegeschäfte sind in der Nähe.“ Daher war ihre Bewertung eindeutig: „Besser geht es nicht.“
Ob die Modenschau im kommenden Jahr hier stattfinden kann, hängt auch von einem anderen Faktor ab: Die Models konnten einen derzeitigen Leerstand zum Umkleiden nutzen.
Am Mittag war die Stadt dann für einen Samstag außergewöhnlich gut frequentiert. Das hat sich in allen Bekleidungsgeschäften in der City, vor und in den Cafés und bei den Eisdielen gezeigt, sowie auf dem Schlossplatz mit Angeboten für Kinder und Buden mit Essensangeboten.
Eine erste Bilanz
Michael Schmiederer, Vorsitzender der Lahrer Werbegemeinschaft, zeigte sich nach der letzten Modenschau gegen 17 Uhr mit dem Besuch in der Innenstadt zufrieden. Das lag unter anderem auch daran, dass das Wetter in diesem Jahr so war, wie man es vom Herbst erwartet. Erstaunlich war, dass es noch gegen 17.30 Uhr auf der Marktstraße so belebt war, wie das beim Auftakt am Morgen der Fall gewesen war.