Erfolgreiche Aktion der Werbegemeinschaft: „Längster Laufsteg“ in Lahr kommt bei Besuchern gut an

Für die Models – hier in Wintersachen – waren am Rosenbrunnen und anderen Plätzen der Innenstadt rote Teppiche ausgerollt worden.
Foto: Baublies/Es war ordentlich was los am Samstag in der Innenstadt, wozu nicht nur die Modenschauen beitrugen. Denn es gab zum Beispiel auch Tanzvorführungen, ebenfalls an verschiedenen Schauplätzen. „Wir wandern durch die Stadt“: Nick Schnaus, der die Auftritte der Eleven von „Milana Dance Academy“ zwischen den vier „Catwalks“ präsentierte, lud die Zuschauer ein, der Show zu folgen.
„Laufsteg 24“ ist der Nachfolger des „Lahrer Herbstes“, der Modenschauen auf einer festen Bühne am Urteilsplatz zeigte. Das war nun anders, insgesamt sieben Lahrer Firmen präsentierten an vier Stationen – Geroldsecker Brunnen am Alten Rathaus, Sonnenplatz, Rosenbrunnen und Schlossplatz – ihre Kollektionen. Die Besucher hatten also die Möglichkeit, jede Kollektion an verschiedenen Orten zu sehen oder an einem Ort in zeitlichem Abstand alle Kollektionen nacheinander zu bewundern. Die Präsentationen wurden nacheinander am Vormittag und Mittag und dann noch einmal am Nachmittag gezeigt.
Ob Herbst- und Wintermode bei Temperaturen von deutlich oberhalb der 20-Grad-Marke und teilweise grellem Sonnenschein nun auch der Renner in den Geschäften waren, sei dahingestellt. Auf jeden Fall hatten die Besitzer aller drei Eisdielen viel zu tun. Auch die Plätze vor den Cafés und Restaurants in der Fußgängerzone waren von Beginn an voll besetzt. Das, was in der Stadt bereits vor dem „Laufsteg“-Auftakt um 11 Uhr los war, unterschied sich deutlich von einem normalen Einkaufssamstag, Spätsommertag hin oder her.
Die Reaktionen der Besucher sind überwiegend positiv
Eine sicher nicht repräsentative Umfrage unter Flaneuren spiegelt den Erfolg wider: Heide Frank und Klara Klammer (beide aus Lahr) sprechen am Nachmittag, als der Trubel etwas abgeklungen ist, von einer „tollen Idee“. Das neue Konzept sei „viel besser“, als es der Lahrer Herbst gewesen sei. Ähnlich sehen es Josef Schwarz und Josef Obert. Sie freuen sich über die stark frequentierte Innenstadt: „Es ist schön, ein so belebtes Lahr zu erleben.“
Es gab aber auch Kritik. Gaby Thiele aus Lahr bemängelte, dass es bei den Präsentationen keine Ansage gab, außerdem seien die Modenschauen „zu unübersichtlich“ gewesen. Ein Gettoblaster war beim Gang der Models durch die Marktstraße aber kaum zu überhören.
Michael Schmiederer, der Vorsitzende der Lahrer Werbegemeinschaft, zog am Ende der Modenschauen kurz vor 18 Uhr indes ein gutes Fazit. Besser wären „nur zehn Grad weniger mit Sonnenschein“ gewesen.