Mittelalter wird lebendig
: Das wird am Sonntag beim Burgfest auf der Hohengeroldseck geboten

Am Sonntag steht auf der Burgruine Hohengeroldseck wieder das Burgfest an. Die Gemeinde Seelbach und die Seelbacher Feuerwehr stellen vor, was geboten wird.
Von
Jonas Köhler
Seelbach
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Die Burgruine Hohengeroldseck, hier umhüllt in den schönsten Farben des Sonnenaufgangs, ist am Sonntag Austragungsort des Burgfests.

Baublies

„Das Wetter war im vergangenen Jahr etwas zu gut“, sagt Christian Vögele. Der Kommandant der Seelbacher Feuerwehr, die beim Burgfest den Aufbau und die Bewirtung organisiert, erinnert sich, dass bei rund 30 Grad und praller Sonne „nicht so viele Besucher wie erhofft“ auf die Hohengeroldseck gekommen waren. „Da gingen viele doch lieber ins Schwimmbad“, ergänzt Bürgermeister Michael Moser. Für den 7. September hoffen beide daher zwar auf Sonnenschein, aber nicht auf Hitze. „Die Wetterprognosen sehen ganz gut aus“, so der Rathauschef.

Die Geschichte: Das Burgfest geht am Sonntag in einer Woche in seine insgesamt 33. Ausgabe und in die 17. mit mittelalterlichem Flair. Jährlich pilgern etwa 2500 Besucher zur Burgruine. Eine Änderung gibt es hinter den Kulissen: Manfred Uhl hat sich aus der Orgnaisation weitgehend zurückgezogen, war nur noch beratend tätig. Seine Aufgaben übernahm größtenteils der Rathauschef, der nun noch intensiver eingebunden war als bei seinem ersten Burgfest im vergangenen Jahr. Eine wichtige Rolle nahm erneut Wim Cannie ein als Koordinator und Ansprechpartner der Beschicker.

Kinder können sich auf neuem Spielplatz austoben

Das Programm: Das Fest beginnt um 11 Uhr – so denn das Wetter mitspielt. Ab 7 Uhr wird die Feuerwehr online und über die sozialen Medien im Fall des Falles über eine Absage informieren. Wenn es keine Informationen gibt, findet das Burgfest wie geplant statt. Das Event soll in diesem Jahr wieder ein „Fest für alle Generationen“ sein, so der Rathauschef. Entsprechend gibt es für Kinder viel zu erleben. Auf dem neuen Kinderspielplatz im Vorhof der Burg gibt es eine Möglichkeit, sich auszutoben. In gewohnter Manier werde es im vorderen Bereich der Burg eher festlich mit Essen- und Getränkeständen zugehen, im hinteren Bereich kommen die Mittelalterfans auf ihre Kosten. Die Beschicker bieten wie gewohnt mittelalterliche Waren und Aktionen zum Mitmachen an. Etwa das Bogenschießen ist wieder im Programm, die Wahrsagerin ist wieder vor Ort „und es wird auch wieder eine Feuershow geben“, kündigt Moser an. Neu mit dabei ist der Fotograf Florian Schäfer mit seinen malerischen Aufnahmen von der Burgruine.

Für historisch Interessierte wird es wie in jedem Jahr Burgführungen geben. Durchs Programm führt als Moderator Sebastian Gehring. Und Musik darf natürlich auch nicht fehlen: Von 11 bis 13 Uhr sorgt der Musikverein Prinzbach für Unterhaltung, von 13.15 bis 15.15 Uhr und von 15.30 Uhr bis 17 Uhr, das Ende des Fests, spielen „Müller & Friends“ mit dem aus Wittelbach stammenden Claus Wagner. Um 13 Uhr und um 15 Uhr tritt das Duo Ziduwoma (Wolfgang Mießmer und Marion Gumper) auf.

Es gibt auch wieder ein vegetarisches Angebot

Die Bewirtung: Die Feuerwehr Seelbach wird das Sortiment aus dem vergangenen Jahr „eins zu eins übernehmen“, so Vögele. Das bedeutet: Neben den Klassikern gibt es auch wieder ein vegetarisches Angebot. „Das Grillkäseweckle ist extrem gut angekommen“, verrät der Kommandant. Alle Speisen werden, aus Rücksicht auf die Umwelt und die Historie der Burg, ohne Plastik serviert. Eröffnet wird das Fest um 11 Uhr wie schon im vergangenen Jahr wieder durch einen Fassanstich. Wie gut dieser Moser gelingen wird? „Die Besucher sollen etwas zu staunen haben“, erklärt er lachend.

Fest geht dieses Jahr nur bis 17 Uhr

Die Logistik: Vögele erklärt, dass die Vorbereitungen zwar bereits am Freitag beginnen, die eigentlichen Aufbauarbeiten erst am Sonntag ab 8 Uhr, drei Stunden vor Festbeginn, starten. Für die Wehr ist dieser Tag jedes Jahr eine Herausforderung: Die Zufahrt zur Burgruine etwa erlaube keinen Begegnungsverkehr zweier Fahrzeuge. Bedeutet: „Wir stehen in ständigem Funkkontakt“. Nach Ende des Fests wird alles noch am selben Abend wieder abgebaut. Um nicht in die Dunkelheit zu geraten – die Zufahrt ist nicht beleuchtet und birgt daher spätabends einige Gefahren – endet das Fest in diesem Jahr eine Stunde früher – um 17 Uhr. „Es ist einfach nur beeindruckend, was die Feuerwehr leistet“, spricht Moser den Kameraden ein großes Lob aus.

Besucher sollen so weit wie möglich Richtung Burg fahren

Die Parkplätze: Im Einsatz ist die Feuerwehr auch bei der Zuteilung der Parkplätze: Vögele betont, dass Besucher ihr Auto möglichst auf dem Hauptparkplatz oben an der Burg in Richtung Jugendheim abstellen sollen. Auch der Parkplatz unten an der Passhöhe kann angefahren werden, wenn jemand den Weg zur Burg komplett zu Fuß absolvieren möchte. Auch unten stehen Kameraden, die Auskunft geben, ob der Parkplatz oben an der Burg eventuell schon voll ist. Keinesfalls sollte entlang der Zufahrt zur Burg oder an der Bundesstraße geparkt werden.

Wegzoll

Das Burgfest steigt am Sonntag, 7. September, von 11 bis 17 Uhr. Als Eintritt – der „Wegzoll“ – sind vier Euro vor Ort zu erstatten. Schüler und Stundenten zahlen drei Euro, Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt. Der Erlös des Burgfests kommt vollständig dem Burgverein zum Erhalt der Burgruine Hohengeroldseck zugute, betont Bürgermeister Michael Moser.

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