Impulse aus der Region
: Sandra Boser tauscht sich mit der IHK in Lahr über drängende wirtschaftliche Fragen aus

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag hat mit Dieter Salomon und Simon Kaiser über Themen gesprochen, die lokale Unternehmen umtreiben. Zudem ging es um die Entlastung von Kommunen.
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red/pl
Lahr
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Austausch über Wirtschaftsfrage (von links): Dieter Salomon, Sandra Boser und Simon Kaiser

Austausch über die lokale Wirtschaft (von links): Dieter Salomon, Sandra Boser und Simon Kaiser

IHK Südlicher Oberrhein
  • Boser spricht mit IHK Lahr über Arbeitskräftemangel, Ausbildung und Entlastung von Kommunen.
  • Digitalisierung verändert Berufsbilder – Unternehmen sollen sich in Schulen und auf Messen zeigen.
  • Wohnraum für Azubis wird zum Engpass: Programm „Junges Wohnen“ soll bezahlbare Plätze schaffen.
  • IHK lobt Landesagentur und Welcome Center für schnellere Verfahren und Unterstützung vor Ort.
  • Effizienzgesetz angekündigt: Landespflichten sollen bis zum 31. Dezember 2027 pauschal entfallen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Strategien gegen den Arbeitskräftemangel, neue Anforderungen an moderne Berufsbilder und die passenden Rahmenbedingungen für Auszubildende: Diese Themen standen beim Besuch der Landtagsabgeordneten Sandra Boser in der Geschäftsstelle Lahr der IHK Südlicher Oberrhein im Fokus. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und Abgeordnete für den Wahlkreis Lahr tauschte sich mit Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon und dem Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung, Simon Kaiser, über die drängendsten Fragen der regionalen Wirtschaft aus.

Der Strukturwandel in den Unternehmen spiegelt sich direkt auf dem Ausbildungsmarkt wider, heißt es in einer Pressemitteilung über den Austausch aus Bosers Wahlkreisbüro. Kaiser verdeutlichte demnach, dass es neben fehlenden Bewerberinnen und Bewerbern auch zu einer spürbaren Verschiebung der Berufsbilder komme. Durch die fortschreitende Digitalisierung verändern sich die Tätigkeitsprofile. „Für junge Menschen ist es gerade schwer abzuschätzen, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen, da sie nicht wissen, welche Berufe zukünftig gebraucht werden. Daher ist es wichtig, dass sich die Unternehmen in den Schulen oder auf Berufsmessen vorstellen“, betonte Boser.

Bezahlbarer Wohnraum ist zentral

Kaiser berichtete laut der Pressemitteilung außerdem, dass bei der Gewinnung von Auszubildenden die Wohnraumfrage ein zunehmendes Hemmnis darstelle. Da Betriebe auch überregional oder im Ausland nach Nachwuchs suchen müssen, werde bezahlbarer Wohnraum in Reichweite der Ausbildungsstätten und beruflichen Schulen zu einem entscheidenden Kriterium. Kaiser plädierte für eine verstärkte Unterstützung beim Bau und der Bereitstellung von Azubi-Wohnheimen.

Boser informierte darauf über das Landesprogramm zur Förderung von Wohnraum für Auszubildende, das unter dem Namen „Junges Wohnen“ läuft. Ziel des Programms sei es, mietpreisgünstigen und bezahlbaren Wohnraum speziell für Auszubildende zu schaffen. Investoren, Kommunen oder Wohnungsbaugesellschaften erhalten einen einmaligen Zuschuss als Anteilsfinanzierung je geschaffenem Platz, heißt es in der Mitteilung. Die Wohnungen würden dann an Betriebe vermietet, die einen Teil der Miete bezuschussen, sodass die Auszubildenden eine günstigere Warm-Pauschalmiete zahlen müssen.

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Dialog soll fortgeführt werden

Kaiser lobte die gute Arbeit der Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften in Baden-Württemberg sowie die der Welcome Center: „Die Landesagentur verkürzt das Verfahren für qualifizierte Arbeitskräfte aus Drittstaaten und hilft den Unternehmen bei der Anmeldung ihrer Fachkräfte. Vor Ort leisten die Welcome Center die unverzichtbare Lotsenarbeit, um ausländische Fachkräfte und Betriebe erfolgreich zusammenzubringen.“

Abschließend informierte Boser noch über das Effizienzgesetz. „Zum 31. Dezember 2027 werden alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten pauschal abgeschafft. Soll danach eine Pflicht behalten werden, so muss begründet werden, warum diese absolut unerlässlich ist“, so Boser. Damit entlaste man Wirtschaft und Kommunen.

Boser bedankte sich für die praxisnahen Impulse der IHK-Führung und sagte abschließend: „Die Sicherung unserer wirtschaftlichen Basis gelingt nur durch eine moderne Bildungsinfrastruktur und flexible Lösungsansätze von der Wohnraumförderung bis zur gesteuerten Fachkräftezuwanderung.“ Beide Seiten vereinbarten, den konstruktiven Dialog fortzuführen.