Er hatte in Meißenheim das Sagen: Ex-Bürgermeister Alexander Schröder kandidiert für Mahlberg

Gemeinsam mit seiner Frau Kerstin hat Alexander Schröder seine Bewerbung am Freitag in Mahlberg abgegeben.
privat- Ex-Bürgermeister Alexander Schröder kandidiert in Mahlberg und gab Freitag seine Unterlagen ab.
- Er leitete Meißenheim von 2009 bis 2025, beendete seine Amtszeit nach zwei Amtszeiten überraschend.
- Er begründet den Neustart mit dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen – Bürgermeister sei „Herzensangelegenheit“.
- Ziele: Rheintalbahn und neue Kreisstraße voranbringen, dazu Digitalisierung, Kita, Wohnen, Begrünung.
- Schröder lobt Dietmar Benz, will Projekte fortführen und sucht in den kommenden Wochen den Bürgerkontakt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Liste der Bürgermeisterkandidaten für Mahlberg wird länger: Nachdem Stephan Klotz und Stefan Waldinger ihre Bewerbungen am 1. August abgegeben haben, hat nun auch Alexander Schröder am Freitag seine Unterlagen in den Briefkasten der Verwaltung eingeworfen.
Das angestrebte Amt ist für den 53-Jährigen nichts Neues: Von 2009 bis 2025 hatte Schröder das Sagen im Meißenheimer Rathaus. „Mein Ziel ist es, wieder Verantwortung zu übernehmen und mich für die Bürgerschaft sowie die Unternehmen vor Ort einbringen zu dürfen“, schreibt er in einer Mitteilung.
Seinen Posten in der Riedgemeinde gab Schröder nach zwei Amtszeiten im September vergangenen Jahres überraschend ab. Damals kündigte er an, ein drittes Mal kandidieren zu wollen, änderte dann aber seine Meinung. „Meine Verwaltung und ich sind ständig aus derselben Richtung torpediert und behindert worden“, begründete Schröder damals (wir berichteten mehrfach). Namen nannte er keine, seine Kritik richtete sich aber offenbar an Rathausmitarbeiter.
Um das turbulente Ende seiner Amtszeit in Meißenheim macht er im Gespräch mit unserer Redaktion kein Geheimnis. „Die Reaktionen der Bürger haben mich sehr gefreut. Es wurden Unterschriften gesammelt, damit ich weitermache“, erinnert er sich. Dieser Zuspruch zeigt wohl rund ein Jahr später nachhaltig Wirkung: „Ich habe mich in dieser Zeit gefragt, wo es für mich hingeht. Schnell war die Entscheidung getroffen, dass ich mich einbringen und Lösungen erarbeiten möchte“, sagt er und fügt an: „Bürgermeister zu sein ist für mich eine Herzensangelegenheit.“
Schröder will die Projekte Rheintalbahn und Kreisstraße voranbringen
In Mahlberg habe dafür die passende Kommune gefunden. „Ich bin von der Stadt angetan – und auch von dem, was dort geschaffen wurde“, lobt er die Arbeit des aktuellen Bürgermeisters Dietmar Benz. Sollte Schröder gewählt werden, wolle er angestoßene Projekte weiterführen. Als Beispiel nennt er den Ausbau der Rheintalbahn und die neue Kreisstraße. „Es ist wichtig, dass man sich einbringt und zum Wohle aller eine Lösung findet.“ Weitere Anliegen seien Digitalisierung, Kitabetreuung und Wohnraumschaffung. Auch die Beschattung und Begrünung der Stadt – Stichwort: Klimawandel – wolle er voranbringen. „Hier hat die Verwaltung schon gut vorgearbeitet.“
In seiner Mitteilung fasst Schröder zusammen: „Gerne würde ich dazu beitragen, Mahlberg transparent, bürgernah und zukunftsfähig zu verwalten. Ich möchte meine Erfahrung, meine Energie und meine Nähe zu den Menschen nutzen, um verlässlich, präsent und mit klarer Haltung für Mahlberg und Orschweier zu arbeiten.“ In den kommenden Wochen möchte der Kandidat den Kontakt zu den Bürgern suchen. „ Ich bin gespannt, ihre Bedürfnisse besser kennenzulernen und zu erfahren, wo der Schuh drückt“, schreibt er.
Aufgewachsen ist Schröder in Lahr als jüngster von drei Brüdern. Nach seinem Abitur absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg und arbeitete von 2001 bis 2009 als Rechtsanwalt in Frankfurt, ehe er in Meißenheim zum Bürgermeister gewählt wurde. Dort lebt der 53-Jährige bis heute mit seiner Frau Kerstin, gemeinsam haben sie drei Kinder. In seiner Heimatgemeinde hat sich Schröder auch abseits seiner Zeit als Rathauschef einen Namen gemacht: In diesem Jahr wurde er zum Ehrenmitglied der Feuerwehr ernannt und erhielt die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille.
Auf die Frage, ob er im Falle einer Wahl nach Mahlberg ziehen würde, antwortet Schröder: „Momentan habe ich dazu noch keine Entscheidung getroffen. Generell halte ich mir die Option jedoch offen.“
Weitere Informationen zu Schröder und seinem Wahlprogramm gibt es im Internet unter www.schroeder-mahlberg.de.