Er will Bürgermeister werden: Stephan Klotz wirft in Mahlberg seinen Hut in den Ring

Um exakt 0.01 Uhr in der Nacht auf Samstag gab Stephan Klotz seine Bewerbungsunterlagen ab.
privat- Stephan Klotz kandidiert für das Bürgermeisteramt in Mahlberg und Orschweier.
- Er ist 31, in Mahlberg aufgewachsen und lebt dort – Unterlagen um 0.01 Uhr eingereicht.
- Inspiration ist sein Bruder Philipp, Bürgermeister in Kappel-Grafenhausen.
- Beruflich arbeitet Klotz als Entwicklungsingenieur, gab Nachhilfe und lehrte an der DHBW.
- Ziele: transparenter Dialog, moderne Infrastruktur, starker Wirtschaftsstandort und Ehrenamt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für das Amt des Mahlberger Bürgermeisters reichten am Wochenende gleich zwei Kandidaten ihre Bewerbung ein: Neben Stefan Waldinger (wir berichteten) stellt sich auf Stephan Klotz zur Wahl. Er hat seine Unterlagen bereits in der Nacht auf Samstag – eine Minute nach Mitternacht – in den Briefkasten des Rathauses eingeworfen. „Ich kandidiere, weil Mahlberg und Orschweier meine Heimat sind. Hier bin ich aufgewachsen, hier bin ich verwurzelt, und hier möchte ich Verantwortung übernehmen“, schreibt der 31-Jährige in einer Mitteilung.
Wie sein Nachname schon vermuten lässt, gibt es in seiner Familie bereits einen Rathauschef: Der Mahlberger Kandidat ist der ältere Bruder des Kappel-Grafenhausener Bürgermeisters Philipp Klotz. „Wir beide ticken gleich und haben gleiche Interessen“, erklärt der 31-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Demnach sei die Kandidatur und Wahl seines Bruders in der Nachbargemeinde eine Inspiration gewesen. „Viele Bürger sind zu mir gekommen und haben mich ermutigt – besonders bei der 800-Jahr-Feier in Orschweier. Ich habe ein paar Nächte darüber geschlafen und mir gesagt: Das traue ich mir zu“, so Klotz.
Klotz möchte sein Wissen stets an die junge Generation weitergeben
Aufgewachsen ist er in Mahlberg – und lebt auch heute noch dort. „Diese persönliche Verbundenheit ist für mich ein wesentlicher Grund, Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt übernehmen zu wollen“, erklärt er in seinem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Entwicklungsingenieur bei der Mercedes-Benz AG in Sindelfingen und Stuttgart. Von 2017 bis 2019 war er zudem Lehrbeauftragter für Steuerungs- und Regelungstechnik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. „Es war mir schon immer ein persönliches Anliegen, mein Wissen und meine Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben“, betont Klotz. Aus dieser Motivation heraus habe er von 2015 bis 2022 regelmäßig in Ettenheim in Fächern wie Mathematik, Physik, Deutsch, Wirtschaft und Chemie Nachhilfe gegeben.
„Mahlberg und Orschweier stehen für eine besondere Verbindung aus historischer Tradition, lebendigem Vereinsleben, starker Gemeinschaft und wertvoller Natur- und Kulturlandschaften. Diese Stärken möchte ich erhalten und zugleich neue Impulse für eine moderne, nachhaltige und bürgernahe Entwicklung unserer Stadt setzen“, beschreibt der 31-Jährige seine Motivation. Zu seinen Schwerpunkten zählen ein offener Dialog mit Bürgern, Transparenz in kommunalen Entscheidungen, eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Infrastruktur, die Stärkung von Mahlberg und Orschweiers als attraktiver Wirtschaftsstandort sowie eine hohe Lebens- und Wohnqualität für alle Generationen. „Ebenso wichtig sind mir die Förderung des Ehrenamts, des kulturellen Lebens und der Erhalt unserer einzigartigen Landschaft am Übergang von der Rheinebene zum Schwarzwald“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Er will keine Politik „über den Köpfen der Menschen hinweg“ machen
„Als Bürgermeister möchte ich meine berufliche Erfahrung, mein technisches und wirtschaftliches Wissen sowie meine organisatorische Kompetenz einbringen, um anstehende Aufgaben gemeinsam mit Gemeinderat, Ortschaftsrat, Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft zügig anzugehen“, erklärt Klotz und fügt an: „Mir ist wichtig, Politik nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu machen. Ich möchte zuhören, erklären, transparent entscheiden und gemeinsam mit den Bürgern die Zukunft von Mahlberg und Orschweier gestalten.“
In seiner Freizeit unternimmt er laut eigenen Angaben Ausflüge mit dem Motorrad oder geht auf Urlaubsreisen mit seinen „Unimog-Freunden“. Sonntags trainiere er regelmäßig mit meinem Hund Yoshi auf dem Platz des Hunde-Sport-Vereins Kappel-Grafenhausen, wo er sich zudem als Kassenprüfer einbringe. Eine weitere Leidenschaft sei der Fußball. Einst stand er selbst auf dem Platz in der Jugend des SC Orschweier, heute treffe man ihn regelmäßig auf der Tribüne des SC Freiburg an.
In den kommenden Wochen wolle er den persönlichen Austausch mit Bürgern suchen. „Ich freue mich auf Gespräche, Anregungen und Begegnungen in Mahlberg und Orschweier“, erklärt er abschließend.