Ensemble nimmt sich Schiller vor: Das nächste Stück der Freilichtspiele Seelbach steht fest

Katja Thost-Hauser freute sich nach der letzten Vorstellung, dass der „Glöckner“ so gut beim Publikum angekommen war.
Baublies- Nächstes Stück der Freilichtspiele Seelbach: „Die Räuber“ von Friedrich Schiller.
- Regie führte die Ankündigung auf 1782 und Mannheim zurück – dann fiel der Titel.
- Der „Glöckner von Notre-Dame“ endete erfolgreich, alle sechs Aufführungen waren ausverkauft.
- Zusatzaktion: 50 Karten für die Generalprobe, Erlös von 1300 Euro an „Herzstück“ gespendet.
- Dank der Spende ist in der Lahrer Georg-Wimmer-Schule ein inklusiver Workshop geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Freilichtspiele im Klostergarten sind mit der letzten Vorstellung von „Der Glöckner von Notre-Dame“ am Sonntagabend zu Ende gegangen. Traditionell wird dann das nächste Stück im kommenden Jahr bekanntgegeben. Regisseurin Katja Thost-Hauser machte es spannend, verwies zuerst auf das Jahr der Uraufführung 1782, dann den Ort, das Nationaltheater in Mannheim – und nannte zuletzt Friedrich Schiller und sein Stück „Die Räuber“.
Man kann nur hoffen, dass das berühmte Drama aus der Epoche des Sturm und Dang einen ähnlicher Erfolg beim Publikum haben wird, wie es in diesem Jahr dem „ Glöckner“ beschieden war. Da sicher ist, dass das Seelbacher Ensemble zum großen Teil auch im kommenden Jahr auf der Bühne stehen wird – von den Darstellern aus der Region sind die meisten jahre- oder gar jahrzehntelang dabei –, wird das Konzept der Inszenierung ähnlich sein.
„Die Räuber“ bieten gerade für dieses Ensemble eine Fülle an Möglichkeiten: Die zentralen Themen des Dramas um den Zwist der Brüder Karl und Franz Moor sind Konflikte um Gefühl und Verstand sowie um das Verhältnis von Gesetz und Freiheit. Die Regie – Katja Thost-Hauser und Johannes Christopher Maier – wird gewiss reichlich Anknüpfungspunkte für eindrucksvolle Aufführungen finden.
Der Erfolg der Inszenierung in diesem Jahr hat noch einen Mehrwert. Da alle sechs Aufführungen bereits vor der ersten Vorstellung ausverkauft waren, gab es eine Premiere vor der Premiere: Die Gemeinde Seelbach bot ein zusätzliches Kontingent von 50 Karten für die Generalprobe an. Die ist in der Regel bereits gut besucht, da die Gastgeber der zugereisten Schauspieler hierzu eingeladen werden.
Den Erlös spendete die Gemeinde nach der Vorstellung am Sonntag an die Aktion „Herzstück“. Im kommenden Jahr wird es in der Lahrer Georg-Wimmer-Schule dank dieser Spende wieder einen Workshop mit einem inklusiven Theaterstück geben. Beate Schilling von der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch-Lahr freute sich über die Spende in Höhe von 1300 Euro, die für dieses Projekt verwendet wird.
