Ansturm auf Optiker: Sonnenfinsternis-Brillen sind in der Lahrer Innenstadt schon ausverkauft

In Lahr schon ausverkauft: Schutzbrillen, um die Sonnenfinsternis zu beobachten.
Patrick Pleul/dpa- In Lahr sind Sonnenfinsternis-Brillen in der Innenstadt bereits ausverkauft.
- Die partielle Sonnenfinsternis beginnt ab 19.20 Uhr – gegen 20.17 Uhr nahezu bedeckt.
- Optiker berichten von unterschätztem Andrang und zu spätem Nachbestellen.
- Hinweise der Lahrer Augenarztpraxis: Camera obscura oder Bildschirm von Tablet/Smartphone nutzen.
- Wichtig ist, nur den Bildschirm anzuschauen, um Augen zu schützen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die partielle Sonnenfinsternis, die es am Mittwochabend ungewohnt dunkel werden lässt, versetzt die Lahrer in Begeisterung. Ab 19.20 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne, gegen 20.17 Uhr wird er sie fast komplett bedecken, eher der Erdtrabant weiterwandert. Zahlreiche Menschen wollen das Spektakel mit eigenen Augen erleben.
So sind am Dienstagmittag zwei Damen in der Innenstadt unterwegs, eilen von Optiker zu Optiker. Ihr Ziel: Noch eine Schutzbrille ausfindig machen, um das Himmelsspektakel beobachten zu können. Jedoch ihr Bemühen bleibt vergebens.
Optiker ärgern sich
„Sehr geehrte Kunden, unsere Sonnenfinsternisbrillen sind leider ausverkauft. Wir bitten um Entschuldigung“, steht etwa auf einem Zettel an der Eingangstür des Geschäfts „Pro Optik“ am Sonnenplatz. Bei „Apollo“ in der Marktstraße hängt ein ähnliches Schild. In anderen Filialen weisen die Mitarbeiter freundlich darauf hin, dass die Sonnenfinsternis-Brillen schon länger ausverkauft sind.

Optiker in der Lahrer Innenstadt haben keine Sonnenfinsternis-Brillen mehr.
KöhlerWer jetzt davon ausgeht, dass die Filialen mit den Schutzbrillen ein gutes Geschäft machen, hat nur zum Teil Recht. „Wir hätten viel mehr bestellen sollen“, sagt etwa ein Mitarbeiter bei Optik Niebling in der Kirchstraße. Bei Optik Kälble in der Schillerstraße hört man Ähnliches. Man habe zu spät von der partiellen Sonnenfinsternis erfahren, beziehungsweise schlicht den Andrang unterschätzt.
Alternative: Handy oder Tablet „zwischenschalten“
Ein Trost: Der Lahrer Augenarzt Peter C. Horn gibt in einer Mitteilung Tipps, wie man das Spektakel auch ohne Schutzbrille beobachten kann: „Klassisch ist die Camera obscura, dazu sticht man mit einer Nadel ein kleines, kreisrundes Loch in einen Karton und bildet so die Sonne auf einen zweiten, weißen Karton ab, der sich in einem Meter Abstand vom ersten befinden soll. Heute nimmt man wohl eher Tablet oder Smartphone. Hier droht keine Gefahr für das Auge, solange man selbst nur den Bildschirm betrachtet.“

