„Swing & Spritz“: Heiße Rhythmen treffen in Haslach auf große Spielfreude

Eine bunte Vielfalt mitreißender Blasmusik gab es beim Sommerfest am Samstag mit den Nachwuchs-Musikern von „Brasslach“aus den Reihen der Stadtkapelle Haslach.
SchmidMit zahlreichen Gästen feierte die Haslacher Stadtkapelle am Samstag ihr Sommerfest unter dem Motto „Swing & Spritz“. Bei sommerlichen Cocktails und schwungvollen Rhythmen trotzten die Besucher den hohen Temperaturen.
Zwar füllte sich der Platz am Haus der Musik zunächst nur zögerlich, doch im Laufe des Abends genossen Musiker und Publikum gleichermaßen die entspannte Atmosphäre eines lauen Sommerabends.
Die angekündigte Aufgabe, den Platz erst „auf Betriebstemperatur“ zu bringen, übernahm gewissermaßen das Wetter selbst – auch wenn die Nachwuchsformation „Brasslach“ mit ihren mitreißenden Stücken zusätzlich für Stimmung sorgte.
„Brasslach“ brachte die Stimmung zum Kochen
Unter der Moderation von Posaunist Nico Schwendemann zeigte das neun Musiker starke Ensemble die Vielseitigkeit moderner Blasmusik. Neben Titeln ihres Vorbilds „Viera Blech“ standen auch Popsongs wie „Never Gonna Not Dance Again“ oder „I’m So Excited“ auf dem Programm.
Immer wieder lockerten virtuose Soli den Auftritt auf – etwa beim Stück „Farmer’s Tuba“, bei dem Benedikt Obert am Sousafon ein ungewöhnliches Soloinstrument in Szene setzte.
Sogar Anklänge an Heavy Metal waren zu hören: „Spartan“ überzeugte mit kraftvollen Trompetensoli und ungewohnten Klangfarben. Mit der gefühlvollen Zugabe „Bed of Roses“ verabschiedete sich „Brasslach“, bevor nach kurzer Umbaupause „Brass Vibration“ übernahm.
Das Publikum zeigte sich begeistert
Die traditionsreiche Jazz-Bigband aus Schramberg präsentierte sommerliche Klassiker mit viel Groove. Humorvoll moderiert von Angela Fankhänel, konnten sich die Zuhörer an sanften Flügelhornklängen bei „The Rainbow Connection“ ebenso erfreuen wie an „Cantaloupe Island“, einem „Paradebeispiel für die Verbindung von Jazz und Funk“, so Fankhänel.
Passend zu den Temperaturen griff Fankhänel bei „It’s Too Darn Hot“ selbst zum Mikrofon und zog das Publikum mit ihrem Gesang in den Bann.
Auch Dirigent Thomas Maier wechselte zeitweise das Instrument und unterstützte die Band am Schlagzeug. Der Mitbegründer der Bigband, seit fast 37 Jahren dabei, setzte immer wieder musikalische Akzente. Bei „Take Five“ nutzten mehrere Saxofonisten die Gelegenheit, mit ausdrucksstarken Soli zu überzeugen.
Trotz des parallel stattfindenden Deutschland-Spiels blieben viele Besucher bis zum Schluss und verlangten zwei Zugaben.
Public Viewing
Punkt 22 Uhr ging der Konzertabend schließlich ins Public Viewing des Vorrundenspiels gegen die Elfenbeinküste über. Auch wenn sich der Platz danach langsam lichtete, sorgte „Brasslach“ in der Halbzeitpause nochmals für musikalische Unterhaltung. Später ließen Besucher und Musiker den Abend bei Sommercocktails ausklingen – und stießen nicht nur auf ein gelungenes Sommerfest, sondern auch auf den Sieg der deutschen Nationalmannschaft an.