Rat rudert zurück: Elternbeiträge für Oberwolfacher Kindergartenbusse werden angepasst

Der Beitrag für die Busfahrt zum Familienzentrum in Oberwolfach kann reduziert werden, wenn nur eine Tour in Anspruch genommen wird.
Peter Münnich- Oberwolfach passt Elternbeiträge für den Kindergartenbus an – geringerer Satz bei nur einer Fahrt.
- Der Gemeinderat wählte Variante 3 mit einer Enthaltung, eingebracht von betroffenen Eltern.
- Morgens kann der Bus genutzt werden, der Beitrag sinkt auf 30 Euro pro Monat.
- Variante 2 mit Ferienstopp und die komplette Einstellung fanden keine Mehrheit.
- Zahlen zu Kosten der Modelle fehlen laut Verwaltung, die Haushaltslage gilt als angespannt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Nachdem der Gemeinderat im Juli beschlossen hatte, das Angebot des Kindergartenbusses auf jeweils eine Hin- und Rückfahrt pro Tag zu reduzieren, ruderte das Gremium am Dienstag ein Stück weit zurück. Hintergrund sind Einwände von Eltern.
Nun standen vier Varianten zur Diskussion. Letztlich sprach sich der Rat mit einer Enthaltung für die von Eltern vorgeschlagene Variante 3 aus. Diese sieht vor, den Elternbeitrag zu reduzieren, wenn ein Kind den Bus nur für eine Fahrt am Tag nutzen kann. Die erste Variante sah vor, den bisherigen Beschluss unverändert beizubehalten. Variante zwei entsprach einem Vorschlag des Busunternehmens Heizmann: Die um 14 Uhr entfallene Rückfahrt sollte wieder eingeführt werden, dafür sollte während der Schulferien vollständig auf die Kindergartenbeförderung verzichtet werden.
Betroffene Eltern sollen entlastet werden
Variante drei, die von betroffenen Eltern eingebracht worden war, sah vor, dass Kinder, die bisher die weggefallene 14-Uhr-Fahrt genutzt hatten, den Bus morgens zu einem reduzierten Beitrag nutzen können. Als vierte Möglichkeit stand sogar die vollständige Einstellung des Kindergartenbusses zur Debatte, was für keinen der Gemeinderäte infrage kam. Bürgermeister Jürgen Nowak berichtete, dass mehrere Eltern die nun beschlossene Variante 3 angeregt hätten. Manfred Harter sprach sich ebenfalls für diesen Weg aus. Nach seinen Angaben waren 13 Kinder nach dem Wegfall der 14-Uhr-Fahrt aus dem Bussystem ausgestiegen und würden inzwischen in Fahrgemeinschaften befördert.
Er rechnete vor, dass bei zehn Kindern und einem reduzierten Monatsbeitrag von 25 Euro zusätzliche Einnahmen von rund 3000 Euro pro Jahr erzielt werden könnten. Zudem würden die betroffenen Eltern damit entlastet. Mehrere Gemeinderäte kritisierten allerdings, dass belastbare Zahlen zu den Kosten der einzelnen Modelle fehlten. Rene Herrmann und Anna Dieterle wollten zunächst wissen, welche finanziellen Auswirkungen die Varianten hätten. „Uns liegen noch keine entsprechenden Angaben des Busunternehmens vor“, informierte Hauptamtsleiterin Madeleine Jähn.
Variante aus Wolfach zur Diskussion
Christian Sum plädierte dafür, am bisherigen Beschluss festzuhalten und Änderungen gegebenenfalls erst nach einem Jahr erneut zu bewerten. „Wir haben das Thema lange genug diskutiert und eine Entscheidung gefällt“, begründete er. Kontrovers diskutiert wurde der Vorschlag des Unternehmens Heizmann. Wie Nowak berichtete, werde dies auch in Wolfach so gehandhabt. Manfred Harter wandte allerdings ein: „Da sind die Öffnungszeiten aber auch anders.“
Martin Dieterle lehnte die zweite Variante ebenfalls wegen der dann entfallenden Ferienbeförderung ab. Er sprach sich dafür aus, bei Variante 3 die Zahl der Busplätze zu begrenzen, damit nur ein Bus eingesetzt werden muss. Außerdem schlug er vor, den reduzierten Beitrag auf 30 Euro festzusetzen, was der Rat so beschloss.
Angespannte Haushaltslage
Oberwolfach hat in den vergangenen Jahren viel bewegt und investiert, steht inzwischen aber vor erheblichen finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Bei den Eigenbetrieben belaufen sich die Schulden nach Kämmerer Springmanns Angaben auf rund fünf Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 1,4 Millionen Euro im Kernhaushalt.
