Mineralwasser von Ketterer: So entstand die Marke „Hornberger Lebensquell“

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Schwarzwälder BoteWer die Brauerei M. Ketterer in Hornberg besucht, findet dort auch den Hornberger-Lebensquell-Trinkbrunnen mit Schautafeln. Er informiert seit 2014 über das Wasser, das unter der Marke „Hornberger Lebensquell“ erhältlich ist, sowie die dazugehörige Quelle, wie Geschäftsführer Philipp Ketterer gegenüber unserer Redaktion erklärt.
Wie das Unternehmen informiert ist es nun 20 Jahre her, dass die Familienbrauerei nach einem Sensationsfund die Marke Hornberger Lebensquell aus der Taufe hob. Vorausgegangen waren aufwendige Grabungsarbeiten, um eine Wasserquelle zum Brauen von Ketterer Bier neu zu fassen.
Das Wasser wird auch zum Brauen des Biers genutzt
Die Überraschung war groß, als man nach Wochen auf einen unterirdischen Stollen stieß. Die Familie stand vor einem Rätsel, umfangreiche Nachforschungen folgten. Fachleute, Wissenschaftler, Archäologen waren sich bald einig: Dieser Stollen wurde vor Jahrhunderten von Hand in den Fels geschlagen.
Mit der Technik aus Eisen und Schlägel waren es wohl die Römer. Auch die Bauweise mit Einkerbungen für Grubenlampen und Querbalken kennt man von anderen Bauwerken, die gesichert aus der Römerzeit stammen.
Doch dies war nicht die einzige Überraschung: Das Quellwasser erwies sich von ausgezeichneter Qualität. Durch den Sandstein auf natürliche Weise filtriert, ist es ein sehr leicht mineralisiertes, reines und besonders weiches Wasser, wie es von dem Unternehmen heißt. Nach Analysen, welche die Qualität bestätigten, beschloss die Familie Ketterer umfangreiche Investitionen, um das kostbare Wasser nicht „nur“ als Brauwasser zu nutzen, sondern es auch als Mineralwasser anzubieten. „Hornberger Lebensquell“ war geboren.
Das Wasser wird nicht abgepumpt, sondern tritt frei aus
„Es muss bereits für unsere Vorfahren ein ganz besonderes Wasser gewesen sein, wofür sie so viel Aufwand betrieben haben“, so Michael Ketterer, Geschäftsführer von Hornberger Lebensquell. Immerhin: Der Stollen ist 140 Meter lang, 2 Meter hoch, und die Arbeiten müssen schätzungsweise 25 Jahre gedauert haben.
Wie sichergestellt werden, dass die Quelle auch langfristig erhalten bleibt, beantwortet Philipp Ketterer auf Anfrage unserer Redaktion: „Die Entnahmemenge ist wasserrechtlich reguliert. Zudem wird das Wasser nicht künstlich abgepumpt, sondern tritt frei aus dem Stollen aus, so dass sich das Angebot auf gewisse Weise selbst natürlich reguliert.“
Die Quelle werde zudem durch ein Wasserschutzgebiet geschützt, die Wasserqualität ständig überwacht und der Quellstollen regelmäßig mit Fachleuten befahren.
Das Wasser ist bundesweit erhältlich
Wie viele Arbeitsplätze an dem Geschäft mit dem Mineralwasser hängen, kann der Geschäftsführer so genau nicht sagen, da „quasi das ganze Team von umgerechnet rund 38 Vollzeitkräften sowohl für unser Hauptgeschäft mit Bier als auch für Mineralwasser tätig ist“.
Das Hornberger Quellwasser fand nach seiner Einführung zunächst regional Absatz und wird inzwischen auch bundesweit im Naturkosthandel und in der Gastronomie angeboten. Heute führen laut Erhebungen sieben von zehn Bioläden die Marke, die sich im Biofachhandel unter den Mineralwässern fest etabliert hat.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie durch die Aufnahme in namhafte Restaurants wie die Schwarzwaldstube in Baiersbronn. Analysen bescheinigen dem Wasser eine sehr leichte Mineralisierung sowie Reinheit, da es von Natur aus frei von Eisen, Mangan und ähnlichen Stoffen ist.
Auszeichnung
Auch in puncto Standards wird der Betrieb regelmäßig überprüft. So erhielt die Brauerei und der Mineralbrunnen 2024 bereits zum fünften Mal in Folge die Bestnote „Higher Level“ im Rahmen der IFS-Zertifizierung (International Featured Standard Food). Damit werde bestätigt, dass sowohl Produktqualität als auch Lebensmittelsicherheit den international geforderten Kriterien entsprechen.