Traditionsfest in Empfingen
: Der „Tanz in den Mai“ ist in neuen und jüngeren Händen

Die eigens gegründete Interessengemeinschaft „Lebendiges Dorf“ muss den „Tanz in den Mai“ nicht mehr organisieren. Die Kameradschaft Lichtensteiner übernimmt.
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red/pm
Empfingen
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Die symbolische Übergabe (von links): Mael Schneck, Jochen Seibold, Lukas Bossenmaier, Gerhard Hertkorn, Jens Fechter, Tom Briegel und Ferdinand Truffner.

Die symbolische Übergabe (von links): Mael Schneck, Jochen Seibold, Lukas Bossenmaier, Gerhard Hertkorn, Jens Fechter, Tom Briegel und Ferdinand Truffner.

Gemeinde Empfingen
  • Empfingen: Die Kameradschaft Lichtensteiner übernimmt ab 2027 den „Tanz in den Mai“.
  • Die Interessengemeinschaft „Lebendiges Dorf“ hatte das Fest 2024 übernommen, um es zu retten.
  • Zuvor organisierten Nachtjäger und später Edelweiß das Traditionsfest im Kehlhof.
  • Übergabe erfolgte beim Helferfest im Feuerwehrhaus – mit breiter Unterstützung im Ort.
  • Truffner und Seibold betonen den Wert des Ehrenamts und danken Helfenden, Vereinen und Gästen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Eine liebgewonnene Tradition in Empfingen hat eine neue Zukunft: Die Kameradschaft Lichtensteiner (Jahrgänge 2004 bis 2007) übernimmt ab 2027 die Organisation und Durchführung des beliebten „Tanz in den Mai“ im Kehlhof. Das teilt Bürgermeister Ferdinand Truffner (CDU) mit. Damit ist die Fortsetzung des Festes gesichert, das seit rund zwei Jahrzehnten fest zum Veranstaltungskalender der Gemeinde gehört.

Was einst von der Kameradschaft Nachtjäger (Jahrgänge 1979 bis 1981) ins Leben gerufen und über viele Jahre organisiert wurde, ging später in die Hände der Kameradschaft Edelweiß (Jahrgänge 1989 bis 1991) über. Als diese die Veranstaltung nicht mehr stemmen wollte, drohte dem Traditionsfest das Aus.

2024 gründete sich deshalb die Interessengemeinschaft „Lebendiges Dorf“. Jochen Seibold, Jens Fechter und Bürgermeister Truffner – mit anfänglicher tatkräftiger Unterstützung von Martin Reich und Patrick Hellstern, anschließend begleitet von Gerhard Hertkorn – nahmen die Organisation kurzerhand selbst in die Hand. Mit einem klaren Ziel: Der „Tanz in den Mai“ sollte nicht aus dem Empfinger Veranstaltungskalender verschwinden.

Jochen Seibold: „Hier kommen Generation zusammen“

„Uns war von Anfang an wichtig, dass diese Tradition erhalten bleibt. Der Tanz in den Mai ist eben mehr als nur ein Fest. Hier kommen Generationen zusammen, man sitzt gemütlich beieinander, unterhält sich und manchmal wird sogar getanzt“, wird Jochen Seibold, Sprecher der Interessengemeinschaft, in der Mitteilung zitiert.

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Mit viel ehrenamtlichem Engagement, der Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer sowie der örtlichen Vereine gelang es der Interessengemeinschaft, das Fest erfolgreich fortzuführen. Dabei sei von Anfang an klar gewesen, dass die Organisation langfristig wieder in die Hände einer Kameradschaft übergehen sollte, so Truffner.

Nun ist dieser Wunsch Wirklichkeit geworden: Beim Helferfest im Feuerwehrhaus wurde die Veranstaltung vor wenigen Tagen symbolisch an die Kameradschaft Lichtensteiner übergeben. „Wir haben damals gesagt: Bevor der Tanz in den Mai stirbt, machen wir es eben selbst. Dass wir nun eine junge Kameradschaft gefunden haben, die diese Tradition mit frischem Schwung weiterführt, freut uns natürlich riesig“, sagt Seibold.

(ohne Überschrift): Vorsicht: Dieses Foto ist möglicherweise nur für den einstigen Verlag Schwäbisches Tagblatt verwendbar. Tanz in den Mai Kehlhof

Das übliche Programm: Schwofen, schäkern und schlotzen beim „Tanz in den Mai“

Emil Henger (Archiv)

Auch Bürgermeister Truffner freut sich über die gelungene Übergabe: „Traditionen erhalten sich nicht von alleine. Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Zeit investieren und manchmal auch einfach sagen: Wir machen das jetzt!“ Genau das haben für ihn die Mitglieder der Interessengemeinschaft und die vielen Helferinnen und Helfer in den vergangenen Jahren bewiesen.

Schultes Truffner: „So funktioniert unser Dorfleben“

Truffner sieht in der Übergabe auch ein positives Signal für das Ehrenamt in der Gemeinde: „Es ist schön zu sehen, dass sich eine junge Kameradschaft dieser Aufgabe annimmt. Denn genau so funktioniert unser Dorfleben: Die einen bauen etwas auf, die nächsten führen es weiter. Und wenn dann noch gemeinsam gefeiert wird, haben alle etwas davon. Ich bin jedenfalls froh, dass wir den Tanz in den Mai nicht zu Grabe tragen mussten – sondern ihn jetzt mit gutem Gewissen in jüngere Hände geben können.“

Die Interessengemeinschaft bedankt sich in der Mitteilung bei allen Helferinnen und Helfern, den unterstützenden Vereinen (an dieser Stelle hebt Truffner besonders den Radfahrverein für den Auf- und Abbau des Zeltes), den Sponsoren und natürlich den zahlreichen Gästen, die das Fest in den vergangenen Jahren begleitet haben. „Ohne diese Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen. Gerade die Bereitschaft, spontan mit anzupacken, zeigt, was unsere Dorfgemeinschaft ausmacht“, betont Seibold.

Mit der Kameradschaft Lichtensteiner ist nun ein neuer Veranstalter gefunden, der die Geschichte des „Tanz in den Mai“ fortschreiben wird. Die Interessengemeinschaft „Lebendiges Dorf“ verabschiedet sich damit aus der Organisation – und freut sich darauf, künftig selbst einmal ganz entspannt als Gast im Kehlhof sitzen zu können. Vielleicht bleibt dann sogar Zeit für ein Tänzchen – oder wie Seibold sagt: „Da fällt uns dann sicher ein weiteres Fest im Namen der Interessensgemeinschaft ein.“