Standort in Empfingen: Bei Ceratizit geht der Protest trotz gescheiterter Gespräche weiter

Ceratizit in Empfingen: Der Standort soll geschlossen werden.
Florian GanswindMehr als 100 Ceratizit-Beschäftigte versammelten sich vor Kurzem am österreichischen Firmensitz in Reutte, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und somit gegen die geplante Werksschließung zu demonstrieren.
Dies berichtet die IG Metall Freudenstadt. Es sei ein Zeichen der Entschlossenheit und Geschlossenheit gesetzt worden. Das Werk in Empfingen ist laut der Gewerkschaft wirtschaftlich erfolgreich, und ein vom Betriebsrat und der IG Metall entwickeltes Alternativkonzept verspricht eine zweistellige Umsatzrendite.
230 Arbeitsplätze gehen verloren
Die Konzernführung der Plansee-Gruppe hält laut IG Metall trotz alledem an ihren Schließungsplänen fest. „Rund 230 Arbeitsplätze sollen vernichtet werden, Beschäftigte und deren Familien blicken in eine ungewisse Zukunft“, so die IG Metall.
Vor der Konzernzentrale wurde eine Petition mit mehr als 2000 Unterschriften und ein Positionspapier des Betriebsrates den Konzernvorständen Andreas Schwenninger und Melissa Albeck offiziell überreicht.
Verhandlungen gescheitert
Der Betriebsrat verhandelt mit der IG Metall derzeit über einen Sozialplan, der Abfindungsregelungen für die Beschäftigten vorsieht.
Zuvor waren laut IG Metall intensive Verhandlungen mit der Geschäftsführung zur Rettung des Ceratizit-Standorts Empfingen gescheitert. Die Geschäftsführung hält an Schließung fest. IG Metall und Betriebsrat zeigten sich tief enttäuscht und kritisieren das Vorgehen als verantwortungslos gegenüber den Beschäftigten. Nun steht ein Sozialplan zur Diskussion, dessen bisheriges Angebot laut IG Metall jedoch weit hinter den Erwartungen zurückbleibe.