Politiker im Kreis Freudenstadt
: Pfaffensteigtunnel und Gäubahn – CDU feiert Durchbruch, Zweifel bleiben

Im Bundeshaushalt 2026 sind 1,69 Milliarden Euro für den Gäubahn-Tunnel eingeplant. Die CDU-Politiker Mack und Schindele sprechen von einem Durchbruch.
Von
Florian Ganswindund Jürgen Lück
Oberndorf
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Zug auf der Gäubahn-Trasse – hier beim Verlassen des Tunnels bei Mühlen

Deutsche Bahn AG/Uwe Miethe

Starke Worte aus Berlin und Stuttgart – doch die Verwirrung bleibt. Während die Oberbürgermeister der Gäubahn-Anrainer bereits den Durchbruch beim Pfaffensteigtunnel feiern, mahnt das Bundesverkehrsministerium weiterhin zur Vorsicht: Eine endgültige Finanzierungszusage sei noch nicht getroffen.

In dieser Gemengelage melden sich nun der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack und die CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele zu Wort. Beide werten die Aufnahme von 1,69 Milliarden Euro in den Haushaltsentwurf 2026 als entscheidenden Fortschritt. Mack spricht von einem „starken Signal für unsere Region, für Pendlerinnen und Pendler, für Familien und für unsere Wirtschaft vor Ort“. Schindele betont: „Für unseren Wirtschaftsstandort, für den Tourismus im Schwarzwald und für den Klimaschutz ist das eine enorme Chance.“

Mack: „Jetzt hat der Bund geliefert“

Die CDU-Politiker sehen darin den Erfolg jahrelanger Überzeugungsarbeit. „Wir haben deutlich gemacht: Der Pfaffensteigtunnel darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Jetzt hat der Bund geliefert“, sagt Mack. Geplant ist ein Baubeginn 2026, die Inbetriebnahme bis spätestens Ende 2032. Der elf Kilometer lange Tunnel soll Böblingen direkt mit dem Flughafen Stuttgart verbinden und so die Gäubahn an den Tiefbahnhof Stuttgart 21 anschließen.

Zweifel bleiben: Steigen die Kosten?

Doch Zweifel bleiben. Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel warnte zuletzt, dass im Bundeshaushalt schon für 2025 eine Milliarde Euro bei Bahnprojekten fehle. Auch die Deutsche Umwelthilfe kritisiert: Die Kosten könnten von aktuell 2,7 auf 3,5 Milliarden Euro steigen, die Wirtschaftlichkeit sei gefährdet.

Mack und Schindele lassen sich davon nicht beirren. „Der finale Haushaltsbeschluss steht noch aus. Aber dass der Pfaffensteigtunnel in dieser Größenordnung in den Haushaltsentwurf aufgenommen wurde, ist ein großer Erfolg“, so Mack. Nun müsse das parlamentarische Verfahren rasch Klarheit bringen.

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