Horbs OB blickt nach vorn: Top-Thema 2026 ist die Neugestaltung der Stadt

Fallback Image SB
Schwarzwälder BoteDie Umgestaltung der Innenstadt soll die wichtigste kommunale Aufgabe des nächsten Jahres werden. Das betonen Oberbürgermeister Michael Keßler und Bürgermeister Ralph Zimmermann in ihrem Grußwort zum Jahreswechsel an die Bürger von Horb.
Darin schreibt Keßler unter anderem: „Vieles von dem, was im kommenden Jahr vor uns liegt, wurde über lange Zeit hinweg vorbereitet. Ich bin dankbar, dass Bürgermeister Ralph Zimmermann und ich nun gemeinsam mit Ihnen, dem Gemeinderat und der Verwaltung die nächsten Schritte gestalten dürfen.“
Den Erwerb des Fruchtkastens zum Jahresende hin bezeichnet Keßler als einen Meilenstein. „Dieses geschichtsträchtige Gebäude eröffnet uns wertvolle Möglichkeiten für das neue Zentrum unserer Stadt. Im neuen Jahr werden wir zusammen mit dem Gemeinderat erste Ideen für die Nutzung entwickeln – ein Prozess, auf den ich mich sehr freue und bei dem ich ausdrücklich auch Ihre Impulse willkommen heiße.“
Ein „Jahrhundertprojekt“
Die Neugestaltung der Horber Innenstadt sieht Keßler als ein Jahrhundertprojekt. Es biete eine einmalige Chance, „das Herz unserer Stadt grundlegend zu erneuern und für kommende Generationen zu stärken. Meine Vorgänger im Amt haben lange darauf hingearbeitet. Ich bin unendlich dankbar, dass wir nun in die Phase der konkreten Planung eintreten können.“
Den Bürgerentscheid zur Windkraft sieht Keßler im Rückblick als „wichtigen Bestandteil unseres demokratischen Miteinanders“. Im Blick auf das Ergebnis meint Keßler: „Das gesetzlich notwendige Quorum wurde nicht erreicht – und auch für diesen Fall zeigt unser Rechtssystem klare Wege auf.“ Das Sachthema liege nun wieder in der Verantwortung des Gemeinderats, unter Beteiligung der Ortschaftsräte.
Keßler unterstreicht dabei: „Der vermeintlich gescheiterte Bürgerentscheid sollte nicht das große Aufregerthema sein, das unser Handeln im neuen Jahr bestimmt. Unsere Demokratie funktioniert – und dafür können wir dankbar sein.“
Angespannte Finanzlage
„Wie vielerorts ist auch die Lage der Kommunen insgesamt angespannt – und Horb bildet hier keine Ausnahme“, so Keßler. „Deshalb müssen wir klar zwischen Investitionen in die Zukunft und laufendem Konsum unterscheiden.“ Ein Hoffnungsschimmer bleibe der kommunale Anteil am Sondervermögen des Bundes, der sich für Horb auf rund 15 Millionen Euro, verteilt auf zwölf Jahre, beläuft. „Damit können wir Tilgungsraten für notwendige neue Investitionsmaßnahmen stemmen. Doch auch diese Mittel dürfen ausschließlich für Investitionen eingesetzt werden.“ An einer konsequenten Konsolidierung der Gemeindefinanzen führe daher kein Weg vorbei.
Aufruf zu Engagement
Keßler und Zimmermann rufen die Bürger zu Tatkraft und Engagement auf. „Unsere Zeit verlangt aktives Mitwirken. Engagement kann vieles sein: eine Spende, ehrenamtlicher Einsatz, Mitarbeit in Initiativen oder Arbeitskreisen, politisches Engagement. Jeder Beitrag macht unsere Stadt stärker. Wir möchten Sie von Herzen dazu ermutigen.“
Wichtig ist den Stadtoberhäuptern dabei auch die Solidarität. „Große Aufgaben bewältigen wir nur gemeinsam. Solidarität bedeutet, aufeinander zuzugehen, zuzuhören, sich in andere hineinzuversetzen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.“
Keßler und Zimmermann rufen außerdem zu Zuversicht auf: „Auch wenn Herausforderungen manchmal übermächtig wirken: Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen.“