Eröffnung in Dettingen
: In der neuen Kita gibt’s sogar ein Restaurant

Dettingen hat einen neuen Kindergarten: Er verfügt über Räume, die zur Bewegung, zum Spielen und zum Lernen einladen.
Von
Andreas Wagner
Oberndorf
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Viel Platz für körperliche Betätigung bietet der Multifunktions- und Bewegungsraum.

Andreas Wagner

Der neue Kindergarten: Auf einer Fläche von 395 Quadratmetern entstand eine moderne Einrichtung für zwei Ü3-Gruppen mit Platz für bis zu 50 Kinder. Der Zugang erfolgt über die Hohenbergstraße.

Zur Ausstattung gehören ein Eingangsbereich mit Garderobe und Empfang, zwei Gruppenräume sowie ein großzügiger Spielflur mit verschiedenen Funktionsbereichen – von Atelier und Werkstatt bis hin zu Bibliothek, Rollenspiel- und Lernzonen. Ein Multifunktions- und Bewegungsraum, ein Kinderrestaurant mit Küchenzeile, Räume für Personal, Leitung und Besprechungen sowie ein Wasch- und Toilettenbereich komplettieren die Einrichtung. Auch ein Hauswirtschaftsraum wurde integriert.

Umfassende Modernisierung

Für den neuen Kindergarten wurde das Gebäude umfassend modernisiert. Bodenbeläge wurden erneuert, die Elektroinstallation komplett überarbeitet und neue Beleuchtungssysteme eingebaut. Aus dem früheren Werkmeisterbüro entstand der Eingangsbereich, ehemalige Klassenzimmer und Fachräume wurden zu Gruppen-, Bewegungs- und Gemeinschaftsräumen umgestaltet. Neue Fenstertüren dienen als zusätzliche Fluchtwege. Auch die angrenzenden Grünflächen wurden als Außenanlagen neu gestaltet.

Zur Ausstattung gehört auch eine Werkstatt.

Foto: Andreas Wagner

Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund eine Million Euro. Davon entfielen etwa 505 000 Euro auf den Umbau des Gebäudes, weitere 495 000 Euro auf Ausstattung, Außenanlagen und Nebenkosten. Das Land Baden-Württemberg steuerte hierbei Fördermittel in Höhe von 162 800 Euro bei. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr. Bereits im Oktober 2024 startete der Kindergarten mit einer Gruppe; bis Juni 2025 sollen die Außenanlagen fertiggestellt sein. Schon im kommenden Monat ist die vollständige Inbetriebnahme mit zwei Gruppen geplant. In dem Kindergarten-Umbau können demnach genau so viele Kinder betreut werden wie in dem Kindergarten Grünmettstetten, der im vorigen Jahr eingeweiht wurde.

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Neu gestaltet wurde der Eingangsbereich mit seinen Außenanlagen.

Foto: Andreas Wagner

Oberbürgermeister Peter Rosenberger gab sich erfreut darüber, dass die Stadt Horb in diesen finanziell schwierigen Zeiten die Chance hatte, aus vorhandenen Ressourcen etwas Neues zu schaffen. „Es ist immer leichter, auf einer grünen Wiese etwas zu planen, und es ist weniger herausfordernd, aber in Dettingen ist aus meiner Sicht etwas Besonderes entstanden“, konstatierte Rosenberger.

Alle bekommen einen Platz

Des Weiteren machte Rosenberger darauf aufmerksam, dass die Stadt Horb den Rechtsansprüchen auf einen Kindergartenplatz derzeit voll gerecht werden kann. Das bedeutet sinngemäß, dass kein Horber Kind auf eine Warteliste gesetzt werden muss. Derzeit habe die Stadt noch zwischen 30 bis 40 freie Plätze im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung. Der bereits vorhandene (kirchliche) Kindergarten sei in den vergangenen Jahren sprichwörtlich aus allen Nähten geplatzt.

Eltern hakten nach

Eltern hätten die Stadt auf den Mangel an Kindergartenplätzen in Dettingen aufmerksam gemacht, so Rosenberger. Das heutige Ergebnis mache deutlich, dass es sich gelohnt habe, den Kindergarten in einem Bestandsgebäude umzusetzen. „Und wenn wir auf die Zahlen schauen, dann wissen wir, es hat sich doppelt gelohnt“, gab sich Rosenberger zufrieden. Denn, der Kindergartenneubau in Grünmettstetten schlug mit doppelten Kosten von rund zwei Millionen Euro zu Buche.

Auch an ausreichend Spiel- und Lernzonen wurde bei der Planung gedacht.

Foto: Andreas Wagner

Geleitet wird die neue Einrichtung von Martina Trybus, die seit ihrem fünften Lebensjahr in Dettingen heimisch ist. Aktuell werden unter ihrer Leitung zwölf Kinder betreut; im kommenden Jahr sollen es bereits 28 sein. Ortsvorsteherin Andrea Haigis gab sich sehr erfreut darüber, dass die Schaffung der Einrichtung in so kurzer Zeit erfolgte. „Wenn wir alle zusammenhalten und jeder seinen Teil erfüllt, dann kommt dabei auch immer was total Tolles raus“, lobte Haigis abschließend die Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und der Stadt.