Eröffnung des Horber Advent
: Hält der Weihnachtsmarkt, was der OB verspricht?

Zum ersten Mal eröffnet Michael Keßler (CDU) als OB den Horber Weihnachtsmarkt. Er verspricht: Trotz Sparen bleibt kein Wunsch offen. Stimmt das?
Von
Jürgen Lück
Oberndorf
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Nikolaus Peter Woikoswki eröffnet unter den Klängen der Stadtkapelle Horb und des Musikvereins Bildechingen den Horber Advent.

Juergen Lueck

Politiker versprechen oft große Sachen. Was davon zu halten ist, merkt jeder. Wie ist das mit Michael Keßler (CDU), dem neuen OB von Horb?

Der Horber Advent. Glühweinwetter. Keßler eröffnet seinen ersten Horber Advent. Er sagt: „Es musste echt gespart werden. An der Beleuchtung der Stadtsilhouette haben wir nicht gespart – sie bringt eine besondere Atmosphäre. Trotzdem haben wir einen Horber Advent, der keinen Wunsch offen lässt!“

Stimmt das? Der Check.

Los gehts am Kipp.Punkt. Hier steht Architekt Simon Ebner, der mit einer Genossenschaft das Kipp-Areal wieder beleben will. Doch er hat nicht nur jede Menge Infos zum Projekt am Marktplatz, sondern eine seltene Kult-Leckerei: Selbstgemachtes Gebäck von Elisabeth Schneiderhan.

Am offenen Feuer genießen Mutter und Tocher den Horber Advent.

Foto: Juergen Lueck

Das, was wir immer im Café Reinhardt genießen konnten, ehe sich Schneiderhan im Sommer 2023 aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte.

Black-Friday Schnäppchen oder was fürs Schrottwichteln bei der Firmen-Weihnachtsferier? Armin Schöne auf der Inselspitze verkauft E-Bay Retouren für 10 Euro. Der Karton verschlossen – ein Ü-Ei. Er sagt: „Die sind alle sichtgeprüft und funktionieren. Kauf auf eigenes Risiko.“

Der Glühwein-Preis ist sehr fair

Glühwein mit Oechsle (Qualitätskriterium für Wein)? Das gibts am AWO Stand. Christine Oechsle lacht: „Ich habe noch etwas außergewöhnliches für die Adventszeit: Wir verkaufen das Buch „Pampi und die AWO-Kinder“. Entwickelt von 42 Kindern des Weitinger Kindergartens. 24 tolle Kindergeschichten mit Bildern für jeden Tag.“ Apropos Glühwein: Der Preis ist absolut fair auf dem Horber Advent – 3,50 bis 4 Euro.

Der Glühweinstand von Martin Dörr: Der Preis ist fair.

Foto: Juergen Lueck

Stadtmarketing-Chefin Claudia Beuter: „Wir haben die Preisuntergrenze von 3,50 Euro gesetzt, damit die Schüler nicht die Händler unterbieten. Ich bin froh, dass alle das Preisniveau so fair halten.“

So sind die Stände auf dem Horber Advent

Schülerstände gibt es jede Menge. Heißt: Lächeln, Engagement, Freundlichkeit – und lustige Details. Hot Aperol heißt bei den Mädels vom technischen Gymnasium „Hot Abi-Roll.“ Die Kollegen auf dem Flößerwasen bieten unter anderem ein Glücksrad und Polaroid-Selfies.

Es weihnachtet auf dem Horber Advent: Ulrike Langbein auf der Inselspitze.

Foto: Juergen Lueck

Tolles Kunsthandwerk, schöne Stände. Den optisch schönsten Stand (ganz in Rot und Gold) hat Ulrike Langbein auf der Inselspitze. Fast alle Dächer der Holz-Hütten sind mit Tannen- und Kerzendeko geschmückt.

In der Markthalle wird es bei Birgit Irsigler stylish: Makramee in Gold auf Schwarz. Sie lächelt: „Bei Kunst am See in Konstanz habe ich beim Publikums-Preis den zweiten Platz gemacht.“

Das Unterhaltungsprogramm kommt spontan

Apropos Markthalle. Hier ist der Treff für alle, die trocken und windgeschützt sitzen wollen. Der Kaffeestand (bekannt vom Wochenmarkt) sorgt hier für warme Momente.

Und was ist mit Entertainment? Zwar wird es nach dem Auftritt der Spielvereinigung Stadtkapelle Horb und Musikverein Bildechingen erst mal ruhig. Gut für den Straßenmusiker, der auf seinem Keyboard mit Fahnen und Lichtorgel richtig Stimmung macht.

Die Bühne auf dem Flößerwasen: Für die Ginger Girls wird es eng zum tanzen.

Foto: Juergen Lueck

Daneben sorgt Calistus mit seiner Performance mit Dose und Flasche auf dem Kopf für Staunen.

Nur für die Ginger Girls wird es eng

Und auf der Bühne, die von Stefan Lachenmaier gesponsert wurde, ist „Open Mike“. Immer wieder schnappen sich Kinder oder Jugendliche das Mikrofon und fangen einfach an, zu singen. Oder zu rappen.

Passt also alles. Der neue OB von Horb hat nicht zu viel versprochen.

Nur für die Ginger-Girls wird es für ihr faszinierendes Ballett eng. Claudia Beuter: „Die alte Bühne war sechs mal sechs Meter. Die neue hat drei mal vier Meter. Das wird eine Herausforderung. Aber Ginger hat mir gesagt, sie schaffen das.“

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