Kunst auf der Alb
: Eine „Polnische Ausstellung“ im Rathaus Burladingen

Drei Künstlerinnen stellen ihre Arbeiten aus. Zwei sind in Burladingen wohlbekannt. Die Dritte befanden die „burladinger maler“ für würdig, dabei zu sein.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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Polnische Ausstellung im Burladinger Rathaus

Eigentlich war der Titel gar nicht geplant. Monika „Moni“ Borowski waren innerhalb der „burladinger maler“ einfach an der Reihe, die neue Wechselausstellung im Rathaus der Stadt zu bestücken. Dann stieß Zdzisława Kalwa, die Schwester von Monika Borowski hinzu. Weil die Wurzeln aller drei im Nachbarland liegen, kam es so zur „Polnischen Ausstellung“ auf der Alb.

Privat
  • Im Rathaus Burladingen läuft die „Polnische Ausstellung“ mit Werken von drei Künstlerinnen.
  • Ausstellen: Hanna Bastian und Moni Borowski von den „burladinger malern“, dazu Zdzisława Kalwa.
  • Die Schau vereint Katzen- und Satiremotive, Digitalisierungsbezug, Kulinarisches sowie Öl-Landschaften.
  • Zwei Bilder von Bastian sind verkauft, ein weiteres Werk steht auf einem Kaufantrag.
  • Zu sehen bis Ende September, Öffnungszeiten: Mo–Mi 8–11.30, Do 8–11.30 und 14–18, Fr 8–12.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Farbenfroh, vielseitig und mit einer gemeinsamen polnischen Herkunft: Seit Anfang Juli präsentieren die beiden Mitglieder der „burladinger maler“, Hanna Bastian und Moni Borowski, gemeinsam mit der Gastausstellerin Zdzisława Kalwa ihre Werke in einer neuen „maler“-Wechselausstellung im Burladinger Rathaus. Die drei Künstlerinnen verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für die Kunst, sondern auch ihre polnischen Wurzeln. Entstanden ist eine sehenswerte Schau, die unterschiedlichste Stilrichtungen und Techniken vereint.

Hanna Bastian und Moni Borowski braucht man in Burladingen nicht näher vorzustellen. Beide sind seit Jahren Mitglieder der Künstlergruppe (Hanna Bastian sogar schon seit Jahrzehnten). Die Reihe war an ihnen, die neue Wechselausstellung zu bestücken. Zdzisława Kalwa, die in Polen lebende Schwester von Moni Borowski, schloss sich an. So kam es zur „Polnischen Ausstellung“. Die pensionierte Lehrerin hat ihre Arbeiten mehrfach in ihrer Heimat, aber auch im Ausland präsentiert und war vom Verein für würdig befunden worden, dabei zu sein.

Zwei sind bereits verkauft

Die Bilderschau stößt auf Interesse. Hanna Bastian hat bereits zwei Bilder verkauft, für ein weiteres der Kolleginnen liegt ein Kaufantrag vor. Die Werke sind bis Ende September im Rathaus zu sehen, dann übernehmen die beiden „maler“-Mitglieder Frank Locher und Franz Neufeld die Wände im Amtssitz. Vor dem 22. November müssen sie allerdings wieder abgehängt sein, dann findet die Vernissage zur großen Jahresausstellung der Künstlergruppe statt. Derzeit zählt der Verein 24 Aktive, 22 werden teilnehmen und ihre jüngsten Arbeiten präsentieren.

Die ganzjährigen Wechselausstellungen verschönern das Rathaus mit stets neuen Impressionen und ermöglichen zugleich den Künstlern, ihre Werke vorzustellen – und eben auch das eine oder andere Gemälde verkaufen zu können.

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Während der üblichen Öffnungszeiten

Nicht nur, wer als Bürgerin oder Bürger im Rathaus etwas zu erledigen hat, kann sich die „Polnische Ausstellung“ anschauen. Auch Kunstinteressierte sind willkommen. Der Amtssitz ist während der üblichen Zeiten im Urlaub geöffnet: Montag bis Mittwoch von 8 bis 11.30 Uhr, donnerstags von 8 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr; freitags 8 bis 12 Uhr.

Drei ganz unterschiedliche Malstile und Motive

Hanna Bastian zeigt auf ihren Bildern in ihrer heiteren, zugleich satirischen Art Katzen, Mäuse oder einen verspielten Welpen. Daneben setzt sie sich mit der zunehmenden Digitalisierung und der Faszination vieler Menschen für Smartphones auseinander. Ergänzt wird ihre Präsentation durch Zeichnungen mit kulinarischen Motiven, darunter typisch polnische Spezialitäten wie Pierogi und Oscypek.

Moni Borowski experimentiert mit immer wieder neuen Materialien und Malgründen. So etwa bei ihren auf Spanplatten gemalten Musikinstrumenten, die derzeit auch in der Jugendmusikschule Burladingen sowie im Rathaus Bitz zu sehen sind. Und dort ebenfalls Anklang finden.

Zdzisława Kalwa bereichert die Schau mit klassischen Ölgemälden. Die pensionierte Lehrerin widmet sich bevorzugt der Landschafts- und Blumenmalerei.

Trigema-Affe Charly ist nicht dabei

Eines der jüngsten Werke Hanna Bastians fehlt in der Wechselausstellung: Der Trigema-Werbeaffe Charly, den sie als Auftrag der Inhaberfamilie Grupp malte. Er hat (wir berichteten) seinen Platz in der Ahnengalerie im Großraumbüro des Textilunternehmens. Überlegungen gehen dahin, ob das Originalgemälde als Leihgabe in die kommende Jahresausstellung aufgenommen wird. Wolfgang und Bonita Grupp hätten nichts dagegen und würden es zur Verfügung stellen. Die „maler“, die stolz wären, zögern jedoch, weil sie Sorge tragen, damit Begehrlichkeiten unerwünschter Kunstfreunde zu wecken. Solche, die das Bild so sehr bewundern, dass sie es bei Nacht und Nebel gleich mitnehmen. Es bestünde daneben die Möglichkeit, eine Kopie (Replik) von Charly zu zeigen. Sehenswert ist die Jahresausstellung aber so oder so. Es gibt sie seit 1978 und sie hat sich zu einem Glanzlicht im Kulturkalender der Stadt entwickelt. Zum einen, weil es so viele, unterschiedliche Stilarten zu betrachten gibt und die „maler“ – neben ausgewiesenen Könnern auch ihren jüngsten Mitgliedern die Chance geben, ihre Werke zu zeigen –, zum anderen, weil es bei den Eröffnungen alles andere als getragen und steif zugeht.

Weitere Informationen zur Arbeit der burladinger maler gibt es unter www.burladinger-maler.de sowie auf Instagram unter @burladingermaler.