Hangrutsch in Beuren: Bürger wollen eine bessere Straße

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn diskutieren am Hangrusch zwischen Beuren und Belsen mit den Bürgern.
BaumErst vor einem dreivierteljahr wurde die Verbindungsstraße zwischen Beuren und Belsen nach einer längeren Phase der Sperrung für den Verkehr freigegeben.
Nun ereignete sich erneut ein schwerer Hangrutsch – die Straße ist abgebrochen und unterspült – aber die Sanierungskosten sind noch weitgehend unklar. Der CDU-Landtagsabgeordnete Manuel Hailfinger machte sich am Samstag ein Bild von der Situation vor Ort und kam mit zahlreichen Bürgern aus Beuren ins Gespräch über das Thema.
Aus Mössingen und Belsen waren zum samstäglichen Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten, Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn und der Beurener Ortsvorsteherin Tanja Saile keine Vertreter vor Ort.
Straße wird seit Jahren immer wieder geflickt
Ein verärgerter Bürger meinte während der Diskussion, die am Hangrutsch geführt werde: So werde die Straße seit Jahren einfach immer wieder geflickt – und in Beuren sei man es dagegen gewohnt, vieles erst einmal pragmatisch anzugehen und zu lösen. Sobald es aber nun bei der Verbindungsstraße mit Gutachten losgehe, koste es gleich auch sehr viel Geld, hinzu kämen die technischen Leistungen.
Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn erklärte, dass Beuren abgeschnitten sei, wenn die Straße gerichtet und wieder hergestellt wird. Während der Sperrung habe dann aber auch die Feuerwehr keinerlei Möglichkeit mehr, nach Mössingen zu kommen.
Auch die Feuerwehr kann die Straße nicht mehr benutzen
Der ehemalige Ortsvorsteher von Beuren, Peter Gantner, verwies darauf, dass bereits bei der Eingemeindung des Mössinger Ortsteils Belsen von der Stadt Mössingen zugesagt wurde, dass die Straße richtig hergestellt und saniert wird. Die Kommunen seien unterhaltspflichtig, dies hänge aber von der Leistungsfähigkeit der Städte ab.
Für Forst und Landwirtschaft aber müsse die Straße, so Gantner, auch nach einer dauerhaften Vollsperrung durchgängig und befahrbar sein, ebenso für den Katastrophenschutz wie Feuerwehr und THW. Es sei sehr wichtig, dass man sich auf der politischen Ebene für den Erhalt der Straße zwischen Beuren und Belsen einsetze. Es sei an der Zeit, sich jetzt im Rahmen der Haushaltsvorberatungen für das kommende Jahr Gedanken zu machen und auf die Stadt Mössingen einzuwirken.
Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten
Ein Bürger wollte wissen, ob es im Rahmen der Landespolitik Möglichkeiten gebe, um die Straße zu richten. Er meinte, dass die Strecke regelmäßig zur Umleitung des überörtlichen Verkehrs der B 27 als Ausweichstrecke ins Killertal genutzt werde.
Für Beuren allerdings sieht es noch einmal anders aus – die Gemeinde hat keinerlei andere Ausweichmöglichkeiten, die Straße ist eine ihrer Lebensadern. Ortsvorsteherin Tanja Saile ist es wichtig, dass Katastrophenschutz-Fahrzeuge jederzeit die Straße passieren dürfen, da sie sonst Schlimmeres befürchtet.
Viele Einwohner Beurens waren vor Ort
Man müsse nun auf die Stadt Mössingen zugehen, vielleicht auch auf andere Stellen. Dann müsse überlegt werden, was denkbar und umsetzbar sei, erklärte Philipp Hahn.
Letzte Kritik wurde auch an den jahrzehntelangen Flicklösung der Verbindungsstraße laut. Die Idee kam auf, etwa das Wasser und den angestauten Schutt freizugraben, sodass das Wasser abfließen könne.
Philipp Hahn und Manuel Hailfinger freuten sich, dass mehr als zehn Prozent der Beurener Bürger anwesend waren und viele Gedanken, Wünsche und Ideen ausgetauscht wurden. Was kommen könnte, sei eine Zurückstufung der Straße auf das Niveau eines Forst- und Feldwegs, sagte der Bürgermeister. Wie Hailfinger berichtete, könnte es Fördergelder geben, eine feste Zusage dafür konnte er nicht machen.