Glasfaserausbau: Trotz Großbaustelle: Müll in Trillfingen wird abgeholt

Weiträumig abgesperrt ist die Zufahrt vom Trillfinger Dorfplatz zur Obertorstraße. Dort werden die Glasfaserarbeiten jetzt nach den Bauferien fortgesetzt.
Thomas Kost- Obertorstraße in Trillfingen ist für Glasfaserausbau großräumig gesperrt – Kreisstraße K7166.
- Anliegerverkehr ist je nach Baufortschritt möglich, Vollsperrung bleibt wegen Enge nötig.
- Müllabfuhr heute regulär: Tonnen wie gewohnt bereitstellen, spätere Lösung abhängig vom Baufortschritt.
- Dorfplatz-Bereich wird heikel: Pflaster wird aufgenommen, danach zwei Wochen nicht befahrbar.
- NetCom BW versorgt rund 1000 Haushalte und 841 Gebäude; Tiefbau auf 20 Kilometer geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem Beginn der Bauferien ist in der Trillfinger Bevölkerung der Glasfaserausbau vermutlich ein bisschen aus dem Blickfeld geraten. Deswegen dürften sie die meisten etwas erschrocken darüber sein, dass jetzt eine der größten innerörtlichen Baustellen in Angriff genommen wird.
Größte Baustelle bezieht sich allerdings nicht in erster Linie darauf, dass eine noch größere Zahl an Hausanschlüssen als in den anderen Trillfinger Bauabschnitten verlegt wird, größte Baustelle bedeutet vielmehr das logistische Drumherum.
Denn jetzt ist die Obertorstraße an der Reihe – und diese ist gleichzeitig eine Kreisstraße (K7166). Als direkteste Verbindung aus dem Raum Starzach (Wachendorf) in den Raum Haigerloch ist sie naturgemäß wesentlich stärker befahren als andere Ortsstraßen, und das erfordert deutlich umfassendere Absperrungsmaßnahmen, damit die Bauarbeiter und Maschinen der Firma Küntzler aus Glatten weitgehend unbeeinflusst vom Fahrzeugverkehr sicher arbeiten können.
Anlieger erhalten Post
Den Anliegern an der Straße bringen die Glasfaserarbeiten ebenfalls Beschwernisse. Vorsorglich hat die Firma Küntzler bereits vor Beginn der Bauferien die Bewohner mit einem kurzen Anschreiben vorgewarnt.
Ab dem 17. Oktober, so schrieb die Tiefbaufirma am 27. Juni, würden die Tiefbauarbeiten in der Obertorstraße beginnen und es sei mit erheblichen Einschränkungen im Straßenverkehr und Lärmbelästigungen zu rechnen. Leider lasse sich aufgrund der engen Platzverhältnisse eine Vollsperrung nicht vermeiden. Den Anwohnerverkehr könne man je nach Baufortschritt zwar gewähren, jedoch nicht garantieren.
Obwohl die Sperrung der Straße durch eine verkehrsrechtliche Anordnung des Landratsamtes erfolgt ist, hat es doch den einen oder anderen überrascht, dass sie so umfassend ausfällt. Die Obertorstraße ist ab dem Dorfplatz großflächig abgesperrt, ebenso wurde die obere Trillfinger Ortseinfahrt und die Zufahrt vom Friedhof her mit Barrieren dichtgemacht. Auch von der Schmalzgasse her ist keine Zufahrt in die Obertorstraße möglich. Selbst weit in Richtung Wachendorf – dort, wo die Kreisstraße bei der kleinen Kapelle auf die Abzweigung in Richtung Höfendorf trifft – weisen eine Schranke und ein Schild auf die eingeschränkte Erreichbarkeit Trillfingens auf diesem Weg hin.
Mülltonnen bleiben nicht stehen
Viele Anwohner haben das zur Kenntnis genommen und sich darauf eingestellt, dass sie nicht mehr mit ihren Autos direkt vor dem Haus oder Garageneinfahrten parken können, weil dies die Bauarbeiten behindern würde. Die Fahrzeuge werden nach ersten Beobachtungen hauptsächlich auf dem Dorfplatz abgestellt.
Eine Frage treibt jedoch manche Obertorsträßler um, die man möglicherweise nicht auf Anhieb im Blick hatte. Was passiert mit der Abfuhr der Rest- und Biomüll-Tonnen, die auf den heutigen Donnerstag angesetzt ist? Bleiben die etwa stehen? „Der Müll wird abgeholt“, so lautet die Antwort der Stadtverwaltung Haigerloch, nachdem man sich mit der Baufirma sowie Müll-Entsorger Bogenschütz aus Grosselfingen in Verbindung gesetzt hat. Das Resultat: Am Donnerstag können die Müllfahrzeuge noch weitgehend ungehindert die Obertorstraße befahren, es ändert sich also nichts. Wie immer braucht man nur seine Tonne vor die Tür zu stellen.

Selbst bei Wachendorf wird auf die Baustelle in der Trillfinger Obertorstraße aufmerksam gemacht.
Thomas KostWie nach dieser Woche mit der Müllentsorgung weiterverfahren wird, wird der Fortschritt bei der Verlegung der Glasfaser-Hausanschlüsse in der Obertorstraße zeigen: Die nächsten Abfuhrtermine sind erst wieder am 1. September (blaue Tonne) beziehungsweise am 3. September (Bio- und Restmüll). Denkbar wäre es dann, dass die Obertorler ihre Tonnen an zentrale Sammelplätze am oberen und unteren Ende der Straße stellen.
Eine komplexe Baustelle
Wie lange die Sperrung der Obertorstraße für den Glasfaserausbau insgesamt andauern wird, ist noch offen. Jetzt werden erst mal die Hausanschlüsse gemacht, doch später müssen diese mit einer Hauptleitung verbunden werden. Und diese lässt sich nur in der Straße verlegen, sie muss also aufgegraben werden.
Auch der Bereich im Dorfplatz wird „tricky“. Dort müssen zur Verlegung der Hausanschlüsse die Pflastersteine auf einer größeren Fläche zwischen Kirche und Bäckerei entfernt werden. Nachdem diese dann wieder zurückverlegt sind, muss der ganze Bereich nach Schätzungen von Ortsvorsteher Horst Henle erst mal zwei Wochen ruhen. Der Pflasterbelag darf also nicht mit Fahrzeugen befahren werden, damit er sich wieder gut setzen kann.
Der Glasfaserausbau
In Trillfingen und Hart haben laut der mit dem Glasfaserausbau beauftragten Firma NetCom BW rund 60 Prozent der potenziellen Kunden in beiden Ortschaften sich für einen Glasfaseranschluss und einen Vertrag mit der NetCom entschieden. Insgesamt werden rund 1000 Haushalte und 841 Gebäude mit Glasfaser versorgt. Dafür sind Tiefbauarbeiten auf eine Länge von 20 Kilometern erforderlich.
