Fundera Business Forum Hechingen
: Maximal digital und maximal herzlich: Georg Hähn sieht sich auf Kurs

Ewimed, der Medizintechnik-Spezialist für Katheter- und Drainagesysteme, residiert seit knapp einem halben Jahr an der B 27. Mit seinem Logistikzentrum und vor allem mit dem Schwesterunternehmen Fundera, das mit seinem „Business Campus“ in der weiten Region einmalig ist.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Ganz locker an der Brüstung: Fundera-Geschäftsführer Georg Hähn schaut zufrieden in den drei Stockwerke umfassenden Saal: Das Business-Forum des Medizintechnik-Unternehmens Ewimed ist angekommen am neuen Standort

Ganz locker an der Brüstung: Fundera-Geschäftsführer Georg Hähn schaut zufrieden in den drei Stockwerke umfassenden Saal: Das Business-Forum des Medizintechnik-Unternehmens Ewimed ist angekommen am neuen Standort

Ernst Klett
  • Fundera Business Forum in Hechingen bietet Konferenzräume und Coworking mit Medientechnik.
  • „Taste“ als offenes Restaurant: frisch, regional, Frühstück 8–10 Uhr, Mittag 11.30–13.30 Uhr.
  • Gebäude mit Erdwärme, PV-Strom, zwei Glasfaseranschlüssen und Ladestationen für E-Autos und E-Bikes.
  • Zugang per Chip, Gäste erhalten Karten. Schallschutz prägt den Coworking-Bereich.
  • Ewimed entwickelt Katheter- und Drainagesysteme und betreibt den neuen Standort an der B 27.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es geht gegen Mittag im Fundera-Gebäude. Im riesigen Saal, weit offen bis zum dritten Stockwerk, hat man vor allem ein Ziel: das „Taste“. Mit dem Restaurant („Frisch gekocht. Regional gedacht.“) hat sich der neue, zweite Ewimed-Standort im Hechinger Gewerbegebiet „Nasswasen“ innerhalb kürzester Zeit einen Namen gemacht. Wer einmal zum Testen da war, kommt garantiert wieder. „Das Team kocht faszinierend“, lautet Georg Hähns Kommentar. Der Fundera-Geschäftsführer hat mit dem neuen Standbein keinen bloßen Bürobau an die nördliche Grenze des Zollernalbkreises hingestellt. Dahinter steckt eine ehrgeizige und in der Region Neckar-Alb einmalige Idee: ein hochmoderner Business-Treffpunkt mit einem Restaurant als verlockendem Einstieg in die Fundera-Welt.

Bei Fundera duzt man auch den Chef

Bei Georg Hähn und seiner Mannschaft schwelgt man gern in Anglizismen. Schließlich ist Ewimed, das neben dem Fundera-Gebäude ein ebenso stattliches Logistikzentrum erstellt hat, mit Niederlassungen in Skandinavien, der Schweiz und Ungarn international unterwegs. Ganz im Trend: Man duzt sich, Geschäftsführer inbegriffen. Jeder scheint tatsächlich jeden zu kennen.

Deshalb fällt Georg Hähn ein neues Gesicht auf: Ein Mann, hereingekommen durch den Restaurant-Eingang, steht etwas verlassen da, schaut auffallend oft zu den Decken hoch. Ja, die hat seine Firma gemacht, sagt er dem Fundera-Chef auf die Frage, ob man helfen könne. Der Deckenspezialist will wissen, ob auch alles zur Zufriedenheit ausgefallen ist. Das bestätigt Georg Hähn, und er hat rein gar nichts dagegen, dass der Handwerksbetrieb einen Fotografen schicken will, um mit seiner Arbeit für Fundera Werbung für sich zu machen.

Knapp ein halbes Jahr nach der Eröffnung ist das Fundera Business Forum bereit für seine Gäste: etablierte Unternehmen, Start-ups, Kreative, Freelancer. Ob eine eher kleine Gruppe oder bis zu 100 Personen – die Räume für Konferenzen sind vielfältig und selbstverständlich ausgestattet mit modernster Medientechnik. Verteilt ist das Forum auf zwei Stockwerke (der Ewimed-Zentrale gehört das oberste Geschoss), und der Begriff „repräsentativ“ ist durchweg nicht übertrieben.

Konferenzen und Tagungen müssen nicht immer im bekannten Rahmen ablaufen. Im Fundera Business-Forum bieten sich ganz neue Treffpunkte zum Mieten.

Konferenzen und Tagungen müssen nicht immer im bekannten Rahmen ablaufen. Im Fundera Business-Forum bieten sich ganz neue Treffpunkte zum Mieten.

Firmenfoto

Neben dem großen Raum für Versammlungen und Vorträge gibt es kleinere Räume für Extrarunden und das  Arbeiten. Dazu gehört eine spezielle Möblierung, einmal ganz locker, einmal im Rund und streng abgetrennt. „Das ist für die Ritter der Tafelrunde“, scherzt Georg Hähn. Der Coworking-Bereich ist ebenfalls mit viel Bedacht gestaltet: Schallschutz wird großgeschrieben. Wer in einem herkömmlichen Großraumbüro arbeiten muss, kennt den Unterschied.

Man braucht keine Schlüssel bei Fundera

Man ahnt es: Mit dem Schlüsselbund muss im Fundera-Bau niemand unterwegs sein. Türen öffnen und schließen sich per Chip. Besucher bekommen eine Karte für Gäste umgehängt. Sie sollten dazu allerdings den Haupteingang benutzen und nicht wie der Deckenbauer übers Restaurant eintreten. Die Mitarbeitenden wie auch die Campus-Nutzer sollen wissen, wer sich unter dem gemeinsamen Dach aufhält.

Taste heißt das für alle offene Restaurant im stattlichen Neubau an der B 27. Geschäftsessen oder ganz privat? Nur zu!

Taste heißt das für alle offene Restaurant im stattlichen Neubau an der B 27. Geschäftsessen oder ganz privat? Nur zu!

Firmenfoto

Ladestationen für Autos und für Fahrräder

„Maximal digital und maximal herzlich.“ So bezeichnet Georg Hähn den Fundera-Slogan. Maximal ebenso auf der Höhe der Zeit, darf man anfügen. Das Gebäude wird mit Erdwärme beheizt, der Strom kommt vom Dach und der Sonne, und bei so viel Digitalem setzt man am besten auf gleich zwei Glasfaseranschlüsse – im „Nasswasen“ kein Problem. Aber auch an die Details ist gedacht: Der große Parkplatz hat nicht allein Ladestationen für E-Autos, sondern ebenfalls für E‑Bikes. Nicht wenige der Beschäftigten kämen mit dem Rad zur Arbeit, sagt Georg Hähn – um gleich anzuschließen, dass im Keller Duschen vorhandensind. Wieder so ein herzliches Detail. Man will schließlich „nicht nur ein Ort für Arbeit und Kreativität, sondern auch ein Forum für Miteinander und Gemeinschaft“ sein.

Ewimed – eine Bollemer Erfolgsgeschichte

Gegründet 1991 von Egon Wiest, der sich damals nebenberuflich selbstständig machte, lag der Fokus von Ewimed zunächst auf dem Vertrieb von medizinischen Geräten wie zum Beispiel chirurgischen Instrumenten. 2002 beschloss Egon Wiest nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA und den dort gesammelten Erfahrungen, sich komplett dem Vertrieb von medizinischen Produkten zur Drainage und seinem Unternehmen Ewimed zu widmen. Seither geht es nur in eine Richtung: nach oben. Das Medizintechnik-Unternehmen hat sich spezialisiert auf die Entwicklung und den Vertrieb von Katheter- und Drainagesystemen zur Ableitung von Pleuraergüssen (Flüssigkeitsansammlung im Brustraum) und Aszites (Bauchwassersucht). Das Produktportfolio richtet sich sowohl an den Klinikbedarf als auch an die Heimversorgung (Homecare), damit schwer kranke Patienten (oft im Rahmen onkologischer oder chronischer Erkrankungen) die Drainage schmerzfrei, sicher und selbstständig zu Hause machen können. Niederlassungen gibt es unter anderem in Skandinavien, der Schweiz und in Ungarn. Geschäftsführer ist nach wie vor Egon Wiest, der seine Frau Lotta auch im Unternehmen an seiner Seite weiß. Die Geschäftsführung des Fundera Business Forums hat Georg Hähn.

Ein Start-up startet noch besser, wenn man nicht auch noch nach eigenen Räumen schauen muss. Das Zauberwort lautet Coworking!

Ein Start-up startet noch besser, wenn man nicht auch noch nach eigenen Räumen schauen muss. Das Zauberwort lautet Coworking!

Firmenfoto

Mit dem Gesamtpaket ist das Fundera Business Forum bislang Alleinanbieter der Region, unterstreicht Georg Hähn. Während das Restaurant bereits voll angekommen ist, sind Coworking und Konferenzen im Aufbau. „Das dauert noch“, räumt Georg Hahn angenehm offen ein. Gedanken muss sich wohl keine machen, denn Ewimed hat ganz nebenbei das nahezu leer stehende Bürogebäude direkt gegenüber in sein Imperium integriert und es einer Vollnutzung zugeführt.

Der große Saal bei Fundera beeindruckt nicht nur, er bietet auch Platz für die nächste Mitgliederversammlung der überaus zahlreichen Medical-Valley-Unternehmen.

Der große Saal bei Fundera beeindruckt nicht nur, er bietet auch Platz für die nächste Mitgliederversammlung der überaus zahlreichen Medical-Valley-Unternehmen.

Firmenfoto

Den nächsten großen Besuch nach der Eröffnung im Mai hat das Fundera-Gebäude am 9. November. Dann tagt die vielköpfige Medical-Valley-Familie im nach oben sehr offenen Saal.

„Taste“ für Mitarbeitende, Nachbarn und alle, die lecker essen wollen

Wer bei „Taste“ zuerst an die gleichnamige irische Band von Rory Gallagher aus den späten 60er-Jahren denkt, outet sich nicht nur gnadenlos als Boomer, er beziehungsweise sie sollte unbedingt auch dazulernen: Unter diesem Namen firmiert das für alle offene Restaurant im Fundera Business Forum. Für die Hungrigen stehen bereit: zwei Pizzaöfen, hochwertige Kaffeespezialitäten, Lunch auch für externe Gäste, Konferenz- und Eventcatering, vielfältige Sitzbereiche auch zum Arbeiten und ein großzügiger Außenbereich. Es wird alles frisch und regional von Spitzenkräften der Branche zubereitet. Geöffnet ist zum Frühstück von 8 bis 10 Uhr und zum Mittagessen von 11.30 bis 13.30 Uhr. Die Menüs wechseln wöchentlich.