Debatte über Hechinger Hallen-Freibad: Keine Überstunden für Spätschwimmer

Montags ist das Hechinger Hallenbad weiterhin geschlossen. Dem hat der Gemeinderat zugestimmt.
JauchMontags zu, aber Schulen und Vereine dürfen trotzdem rein. Das gilt schon länger im Hechinger Hallenfreibad und wird auch so beibehalten, wie der Gemeinderat am Dienstag entschieden hat. Das Argument, dass an diesem ohnehin besucherschwachen Tag Überstunden abgebaut werden können, überzeugte.
Die Regel gilt allerdings nicht für den Sommer-Freibadbetrieb. Und da könnte es den „Flexibetrieb“ als Neuerung geben. Das heißt, an Regentagen kann dann auch mal das Hallenbad statt dem Freibad geöffnet sein. Das wird aber noch in der Freibad-Kommission des Gemeinderats beraten.
Frühschwimmer sind regelmäßig im Becken unterwegs
Ein Thema werden dort auch die „Frühschwimmer“ sein. Das Hechinger Bad unter der Woche immer von 7 Uhr an geöffnet, eine Gruppe von über 30 Personen nutzt das sehr regelmäßig. Aus der SPD-Fraktion kam nun aber der Vorschlag, an zwei oder drei Tagen morgens erst um 8 Uhr zu öffnen, dafür aber abends bis 21 Uhr statt bislang nur bis 20 Uhr. Würde auf 21 Uhr verlängert, hätten Berufstätig mehr Möglichkeiten, das Bad zu nutzen, argumentierte SPD-Rat Felix Miller.
Bürgermeister Philipp Hahn stellt sich vor das Personal
Vehementer Widerspruch kam hier von Bürgermeister Philipp Hahn und Marc Meßmer, der als Bereichsleiter für das Bad zuständig ist. Das könne man dem Personal nicht zumuten, so ihr Argument. Denn nach der Schließung müsse auch noch geputzt und die Anlage gewartet werden. Dann würde sich der Feierabend für manche so weit nach hinten schieben, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr nach Hause kommen könnten. Zudem sei das Frühschwimmen etabliert und sehr beliebt.
Bunten-Rätin Almut Petersen meinte, dass auch einzelne abendliche Events denkbar wären, um neue Kreise für das Schwimmbad zu begeistern. Ihr Fraktionskollege Winfried Rullof schlug vor, das „Feierabendschwimmen“ wenigstens an einem Abend pro Woche testweise einzuführen.
Bürgermeister Philipp Hahn reagierte etwas angesäuert. Angesichts der aktuellen Haushaltslage hielt er Vorschläge für einen Ausbau des Bad-Angebots für nicht nachvollziehbar. Das beziehe sich auch auf Mehrbelastungen des Personals. Zudem wies er darauf hin, dass demnächst die Bad-Kommission des Gemeinderats tagt. Da könne man solche Themen besprechen. Hahn wies aber schon mal drauf hin, dass dann eher Einsparmöglichkeiten ein Thema sein werden. Die SPD zeigte sich am Ende einsichtig und zog ihren Feierabendschwimmer-Antrag zurück.