Binokel-Turnier in Hart
: Zum Sieg braucht es Coolness und Glück

In den meisten Haigerlocher Teilorten klingt das Jahr beim Silvesterpaschen mit dem Klackern der Würfelbecher aus. Nicht so in Hart. Dort werden Spielkarten auf den Tisch geklopft.
Von
Thomas Kost
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Siegerehrung (von links): Dietmar Krüger (SV Hart), Manfred Liebig (Zweiter), Lorenz Burkhardt (Erster), Michael Fecker (Dritter), Michael Kessler und Stefan Krüger (beide SV Hart)

Kost

Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Der SV Hart hatte zum Preisbinokel in die Eichwaldhalle eingeladen. Und weil es zwischen Weihnachten und Silvester eh fast keine Veranstaltungen gibt, bei denen man Leute mit demselben Hobby trifft, ist der vom SV Hart gewählte Zeitpunkt für sein Turnier geradezu ideal.

87 Teilnehmer hatten sich für den Preisbinokel angemeldet, etwas weniger als im vergangenen Jahr, da waren es nämlich 93 Binokler gewesen.

Spieler kommen aus allen Himmelsrichtungen nach Hart

Wie immer waren sie aus allen Himmelsrichtungen in das kleine Dorf angereist. Von der rauen Alb bei Burladingen ebenso wie vom großen Heuberg, auch aus dem nördlichen Schwarzwald bei Calw oder aus dem Landkreis Rottweil schien der Weg nach Hart nicht zu weit. Bei vielen steht das Event sowieso fix im persönlichen Terminplaner.-

Binokeln ist auch schon längst keine Männerdomäne mehr, immer häufiger wagt sich das weibliche Geschlecht an den Kartentisch, um sich mit männlichen Kontrahenten zu messen. Diesmal waren 15 Kartenspielerinnen am Start und damit nur zwei weniger als 2024. Es ist bereits Tradition, dass jede von ihnen von Michael Kessler mit einem Piccolo-Sekt begrüßt wird.

Zollernalbkreis

Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis.

Zum Whatsapp Kanal

Gegen Mitternacht steht der Sieger fest

Das Startgeld von zehn Euro entrichtet, den Platz am Tisch gesucht und sich daran eingerichtet, dann stand der fleißigen Punktejagd nichts mehr im Weg. Gespielt wurden drei Durchgänge zu je 15 Spielen. Die Uhr ging schon langsam auf Mitternacht zu, als alle Spielrunden beendet und die Ergebnisse vom Organisationsteam des SV Hart per Laptop ausgewertet waren. Dietmar Krüger nahm gleich darauf gemeinsam mit seinem Sohn Stefan Krüger und Michael Kessler die Siegerehrung vor.

Den Turniersieg und damit ein Preisgeld von 250 Euro eroberte sich Lorenz Burkhardt aus Wildberg bei Calw mit 10 019 Punkten. Platz zwei und damit eine Gewinnsumme von 100 Euro ergatterte sich Manfred Liebig aus Ofterdingen mit 9606 Punkten.

Für fast alle gibt es attraktive Sachpreise

Den dritten Podestrang und damit 50 Euro sicherte sich Michael Fecker aus Owingen mit 9380 Punkten. Auf Platz vier folgte dann auch schon die beste Dame. Es war Moni Mattes aus Deilingen (9102 Punkte). Der beste Lokalmatador aus Hart folgte übrigens auf Platz elf. Es war der 24-jährige Marc Göppel mit 8637 Punkten. Aber auch alle, die irgendwo im Niemandsland der Rangliste landeten hatten ihren Spaß, denn auch sie gingen nicht ganz leer aus. Der SV Hart hatte nämlich 72 durchaus attraktive Sachpreise besorgt, aus denen sich jeder etwas Passendes oder Nützliches aussuchen konnte.

Fazit bei Saitenwürstle und Bier: eine runde Sache

Und selbst jene, die mit Kartenspielen nicht ganz so viel am Hut haben, kamen an diesem Abend auf ihre Kosten: Schnell bildete sich eine Art Stammtisch, an dem man sich ein Bier gönnte, sich mit einem Paar Saitenwürstle mit Brot oder einem Leberkäswecken stärkte und vor allem ein nettes Schwätzchen hielt. Fazit: Der Preisbinokel des SV Hart war wieder ein runde Sache und trägt seinen guten Ruf zurecht.